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Energienachweis

Mit dem Energienachweis belegen Sie, dass Ihr Bauvorhaben energetisch den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht. Je nach Bauvorhaben unterscheiden sich die Art des Nachweises und das Vorgehen.

Grössere Umbauten und Neubauten

Bei grösseren Umbauten, bei Umnutzungen (z. B. Estrich- zu Wohnraum) sowie Neubauten ist ein Energienachweis zwingend erforderlich. Im Kanton Zürich kann der Energienachweis von einer amtlich akkreditierten Fachperson ausgefüllt werden – das entspricht dem Konzept der sogenannten Privaten Kontrolle. Der Kanton Zürich führt eine Liste der Personen, die zur Privaten Kontrolle befugt sind.

Die Formulare für den Energienachweis finden Sie auf der Website des Kantons Zürich. Der Energienachweis muss mindestens vier Wochen vor Baufreigabe im Doppel und unterzeichnet dem UGZ eingereicht werden. 

Nach der Genehmigung des Energienachweises durch den UGZ und der Baufreigabe durch die/den Kreisarchitekt*in kann Ihr Projekt ausgeführt werden. Nach Bauende muss die korrekte Ausführung durch die Private Kontrolle mit dem Formular «Ausführungskontrolle» bestätigt werden.

Tipps für die Eingabe: Die ausgefüllten Formulare samt Beilagen reichen Sie beim UGZ ein. Bitte achten Sie darauf, dass der Energienachweis vollständig und nachvollziehbar ist. So ersparen Sie sich Verzögerungen im Bewilligungsverfahren.

Kleinere Vorhaben

Bei kleineren Vorhaben mit geringer Eingriffstiefe benötigen Sie keinen Energienachweis. In diesem Fall können Sie die «Energienutzungs-Deklaration für geringfügige Umbauten» selbst ausfüllen und einreichen. Die Bedingungen dafür sind: Die Umbaukosten bleiben unter 200 000 Franken und unter 30 % des Gebäudeversicherungswerts. Die Raumlufttemperatur wird nicht verändert.

Spezialfall Energie-Grossverbraucher

Energie-Grossverbraucher mit einer Zielvereinbarung werden von Detailvorschriften befreit (§ 48b BBV I). Wird dem Baugesuch eine Kopie der gültigen Zielvereinbarung beigelegt, entfallen die Anforderungen an den Höchstanteil nichterneuerbarer Energie (§ 10a EnerG), an die Abwärmenutzung (§ 30a BBV I), an Klimaanlagen, an den Elektrizitätsbedarf für Beleuchtung, Lüftung und Klimatisierung (§ 45 BBV I) sowie an die Luftgeschwindigkeiten bei lüftungstechnischen Anlagen (§ 29 Abs. 4 BBV I).

In der Stadt Zürich profitieren Grossverbraucher mit einer Zielvereinbarung von einem attraktiven Stromtarif des ewz, dem sogenannten Effizienzbonus.

Spezialfall Arealüberbauung

Als Arealüberbauungen werden gemäss der städtischen Bauordnung Areale mit mindestens 6000 mFläche bezeichnet. Für sie gelten spezielle energetische Anforderungen. Die Bauten müssen dem Energiewert des Minergie-Standards, Ausgabe 2009, entsprechen oder die Wärmedämmvorschriften des Kantons um 20 % übertreffen (Art. 8 Abs. 8 BZO).

Beansprucht die Arealüberbauung einen Ausnützungsbonus (vgl. Art. 8 Abs. 5 BZO), muss mit dem alten Nachweisformular von Minergie gezeigt werden, dass die Gebäude die Energiewerte von Minergie-P, Ausgabe 2009, erreichen. In diesem Fall reichen Sie auch den Nachweis der grauen Energie für die eingesetzten Baustoffe ein.

Eine Zertifizierung mit den Labels des Vereins Minergie wird in beiden Fällen nicht gefordert.

 

Spezialfall Wintergarten

Wintergärten, verglaste Veranden und ähnliche Räume, die direkt vom beheizten Gebäude her zugänglich sind, zählen zur Ausnützung mit folgender Ausnahme: Gemäss § 10 lit. c ABV (Allgemeine Bauverordnung) müssen verglaste Balkone, Veranden und Vorbauten ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen, bis zu einer Grösse von maximal 10 Prozent der Summe aller anrechenbaren Geschossflächen nicht in die Ausnützung gemäss § 255 PBG eingerechnet werden. Das Merkblatt «Wintergarten aus rechtlicher Sicht im Kanton Zürich» im Register 10 des Vollzugsordners gibt zusätzlich eine Übersicht über die Anforderungen. Die Stadt Zürich stellt mit dem Formular «Wintergarten bei Neubauten und bestehenden Gebäuden» eine Arbeitshilfe zur Verfügung, die gleichzeitig als Nachweisformular dient.

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