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Beispiele aus der Praxis

Welchen konkreten Nutzen haben Unternehmen von einer Beratung durch den Öko-Kompass? Seit 2009 profitieren jährlich rund 100 Betriebe von einer Vor-Ort-Beratung. Hier finden Sie Beispiele von erfolgreich umgesetzten Umweltmassnahmen.

Restaurant Zeughaushof integriert Mitarbeitende in Optimierungsprozess

Aussenansicht Restaurant Zeughaushof

Das Restaurant Zeughaushof bietet frische und saisongerechte Mittagsmenus mitten im Zürcher Kasernen Areal an. Als konkrete Folgemassnahme der Beratung durch den Öko-Kompass ersetzte das Restaurant unter anderem die alte und zudem kaputte Kühlzelle. Ebenfalls wurden die Mitarbeitenden sensibilisiert, den Ressourcenverbrauch zu senken. Jetzt kann der Betriebs- und Bereichsleiter Andreas Arnold Erfolgszahlen vorweisen.

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Stiftung Arbeitskette tritt dem KMU-Modell der EnaW bei

geschnittener Salat

Die Stiftung Arbeitskette integriert psychisch oder körperlich beeinträchtigte Jugendliche und Erwachsene in den Arbeitsmarkt. Diese können Berufserfahrung in sechs eigenen Gastronomiebetrieben sammeln. Fünf dieser Gastronomiebetriebe wurden durch den Öko-Kompass beraten.

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Caritas Zürich lanciert Programm zur Sensibilisierung ihrer Mitarbeitenden

Die Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeitenden sind bei der Öko-Kompass Beratung ebenso ein zentrales Thema wie z. B. die Anschaffung eines effizienteren Gerätes oder die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien. Oft kann mit einem veränderten Verhalten bereits einiges bewirkt werden – ohne dass Investitionskosten notwendig sind. Dies zeigt das Beispiel von Caritas Zürich, die 2013 vom Öko-Kompass beraten wurden:

Caritas Zürich betreibt acht Secondhand-Läden und drei Caritas-Märkte mit dem Ziel der Prävention und Bekämpfung von Armut. Die gegen hundert Mitarbeitenden sind offen für Ökologie. Sie haben eine Arbeitsgruppe gebildet, das Label «Caritas verde» gestaltet und eine Bestandesaufnahme gemacht. Als Ergebnis verfügt jeder der gut 50 Büroarbeitsplätze heute über eine einfache Checkliste zu Stromsparen, Papierverbrauch, Lüften und Heizen. «Das Bewusstsein ist nochmals spürbar gestiegen. Die Mitarbeitenden bringen Verbesserungsvorschläge ein, beispielsweise für einen effizienten Geschirrspüler (früher haben alle ihre Tasse einzeln abgewaschen), für das Recycling in der Cafeteria oder für Optimierungen in den einzelnen Projekten und Läden. Der Öko-Kompass hat uns dazu einen wertvollen Anstoss gegeben», so Max Elmiger, Direktor bei Caritas Zürich.

Ergon Informatik steigt auf ökologischere Produkte um

Dank der Rundum-Beratung durch den Öko-Kompass hat die Softwarefirma Ergon Informatik ökologische Massnahmen in mehreren Bereichen umgesetzt:

  1. Umstellung auf Recycling-Papier mit Blauem-Engel-Label für alle Geschäftsbereiche
  2. Verwendung von durchwegs umweltfreundlichen Reinigungsmitteln
  3. Wechsel auf Stromprodukt mit Ökostromgütesiegel

Mirjam Gut, Umweltverantwortliche bei Ergon Informatik, ist zufrieden: «Der Öko-Kompass hat uns geholfen, unsere Ideen zu konkretisieren und umzusetzen.» Zudem konnte Ergon Informatik den Stromverbrauch pro Vollzeitstelle im Vergleich zum Vorjahr um gut 13 Prozent reduzieren. Diese Verbesserung wurde insbesondere durch eine optimierte Allgemeinbeleuchtung, den Umzug an den neuen Standort an der Merkurstrasse und die Auslagerung der Serverinfrastruktur in ein externes, energieeffizientes Rechenzentrum erreicht.

AWK Group führt ISO 14001 ein

Seit Anfang 2013 hat die AWK Group, ein führendes Schweizer Beratungsunternehmen für Informationstechnologie, ein Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001:2004 aufgebaut. Im September 2013 folgte die Zertifizierung. «Die Öko-Kompass-Beratung war für uns Anstoss und Basis, um die ISO 14001-Zertifizierung in Angriff zu nehmen. Dank der kompetenten Beratung konnten wir das Optimierungspotenzial abschätzen», so Peter Gabriel, Partner der AWK Group.

Die Vorbereitung zur ISO 14001-Zertifizierung kostete die Firma ca. 5 Personentage an Aufwand. Die Zertifizierung ermöglicht es, das ökologische Engagement der Firma nun auch nachzuweisen und nach aussen zu kommunizieren. Basierend auf der Umweltpolitik der Firma und dem Managementsystem werden seit der Einführung jährliche Umweltziele definiert und in einem Jahres-Zyklus deren Erreichung überprüft.

Stickerei Robert Haug AG reduziert Heizkosten um 10 Prozent

Angeregt durch die Öko-Kompass-Beratung hat sich die Stickerei Robert Haug AG Gedanken zu möglichen Heizkostenreduktionen gemacht. Dabei ist die Firma auf die Möglichkeit der klimagerechten Heizungssteuerung gestossen: Ein aktives Gerät ersetzt den Aussenfühler der Heizung und liefert anstatt lediglich der aktuellen Temperatur einen Wert, der auf lokalen Wetterprognosen beruht und die Trägheit des Gebäudes berücksichtigt. So kann die Heizung optimal reagieren und Temperaturschwankungen vermieden werden.

Mit der neuen Methodik spart die Robert Haug AG über 10 Prozent der Heizkosten und trägt gleichzeitig zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen bei.

Die Fakten:

  • Fabrikgebäude aus dem Jahr 1951, Gesamtfläche ca. 5000 m²
  • Einmalige Installation der neuen Heizungssteuerung: rund 3000 Franken
  • Jährliche Kosten neue Heizungssteuerung: rund 2500 Franken
  • Jährliche Einsparung Heizkosten: rund 4500 Franken

Informationen zur klimagerechten Heizungssteuerung, wie sie die Stickerei Robert Haug AG einsetzt, unter: www.egain.se

Tixi Taxi begeistert mit Elektroautos Passagiere und Fahrer

Mobilität ist bei vielen Öko-Kompass-Beratungen ein wichtiges Thema. So auch bei Tixi Zürich, dem Fahrdienst für Menschen mit Behinderung. Dass Tixi Zürich nicht nur die Ratschläge des Öko-Kompass beherzigte, sondern darüber hinaus betreffend Ökologie sehr innovativ ist, zeigt folgendes Projekt: Zusammen mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) bauten sie 2013 zwei Elektroautos um und machten sie rollstuhlgängig. Mit Strom aus erneuerbarer Energie verkehren die E-TIXIs seither praktisch lautlos in den Strassen von Stadt und Kanton Zürich.

Der neue, umweltfreundliche Fahrkomfort begeistert nicht nur die Fahrgäste sondern auch die ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen. Im Vergleich zu einem rollstuhlgängigen «Benziner», der bei TIXI Flüssigtreibstoff im Wert von rund 500 Franken pro Monat verbraucht, belaufen sich die monatlichen Kosten pro E-TIXI auf 280 Franken (170 Franken Stromkosten plus 110 Franken Batteriemiete). Die höheren Anschaffungskosten des Elektrofahrzeugs können somit amortisiert werden.

Wie das Projekt zustande kam, welche Hindernisse bewältigt werden mussten und wo die entscheidende Geburtshilfe schliesslich geleistet wurde, berichtet Tixi Zürich im Kurzfilm.

Letziapotheke halbiert ihre Stromrechnung

Mehrere einfach umsetzbare Massnahmen können eine durchwegs positive Wirkung beim Stromverbrauch und somit auch bei den Stromkosten haben, wie das Beispiel der Letziapotheke an der Winterthurerstrasse zeigt:

Enzo Tettamanti, Geschäftsführer der Letziapotheke, verbraucht nur noch halb so viel Strom in seiner Apotheke, seit er Schritt für Schritt die Empfehlungen des Öko-Kompass umgesetzt hat:

  1. Technisch veraltete Leuchtmittel wurden durch energieeffiziente ersetzt.
  2. Das Licht wird über Mittag konsequent gelöscht.
  3. Das Apothekerkreuz ist nur noch bis 22 h statt bis Mitternacht angeschaltet.
  4. Die Beleuchtung im Treppenhaus und Archiv wird durch Bewegungsmelder reguliert.

Herr Tettamanti ist mit dem Resultat zufrieden: «Es ist erstaunlich, wie viel Einsparpotenzial in der Summe von ganz einfachen Massnahmen liegt. Diese kosten zwar alle etwas, doch unter dem Strich spare ich langfristig Geld. Dank dem Öko-Kompass kann ich unkompliziert Geld sparen und etwas für die Umwelt tun.»

GMC-Instruments Schweiz AG spart 50 Prozent Energie und profitiert von Vernetzung

Den elf Mitarbeitenden von GMC-Instruments Schweiz AG sind Umwelt- und Effizienzthemen kein Fremdwort. Die Firma produziert und vertreibt Instrumente für die Mess-, Steuer- und Regeltechnik im Bereich der Energieverteilung und der Verfahrens- und Haustechnik. Nach der Beratung durch den Öko-Kompass wollte sich GMC-Instruments Schweiz AG noch stärker für die Umwelt engagieren. Die Firma wurde Mitglied bei der öbu, dem Verband für nachhaltiges Wirtschaften. Für René Weber, Geschäftsführer von GMC-Instruments Schweiz AG, ist klar, dass es für ein verstärktes Umwelt-Engagement und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Partner und Netzwerke braucht: «Wir sind überzeugt, dass wir diese mit der öbu gefunden haben.»

Gleichzeitig hat GMC Instruments Schweiz AG aber auch die ständige Optimierung im eigenen Betrieb im Auge: So wurde im Jahr 2012 allein im Bereich Hauptlager, durch die Montage von Thermostatventilen an den Heizkörpern und Bewegungsmeldern, eine Energieeinsparung von 25 Prozent erreicht. Mit zusätzlichen, teilweise sehr einfachen Massnahmen, wie dem Einsatz von energiesparenden LED-Lampen, abschaltbarer Stromzufuhr für alle Arbeitsplätze, permanenter Energieüberwachung für den ganzen Betrieb und Weiterbildungsmassnahmen der Mitarbeitenden, konnte der Energieverbrauch 2013 um weitere 25 Prozent gesenkt werden.

Restaurant Giesserei spart mit EnAW KMU-Modell 10 000 Franken pro Jahr

Das KMU-Modell der EnAW ist ein Effizienzprogramm, das von den Betrieben langfristig Effizienzmassnahmen verlangt. Es bietet aber auch deutliche finanzielle Vorteile. Beim Geschäftsführerwechsel im 2011 war unklar, ob sich das Restaurant Giesserei in Oerlikon weiter am KMU-Modell der EnAW beteiligen will. Die Beratung durch den Öko-Kompass kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt: Der Öko-Kompass konnte aufzeigen, in welchen Bereichen Massnahmen möglich sind und dass sich eine Fortführung des Umweltengagements lohnt. Motiviert durch das Gespräch mit unserem Berater bleibt die Giesserei nun im KMU-Modell. Das Restaurant wird dadurch seinen Energiebedarf um mehr als 30 Prozent senken und Energiekosten von rund 10 000 Franken pro Jahr einsparen.

Druckerei Hürlimann spart mit Velokurier monatlich 1600 Franken

Bisher schickte die Druckerei Hürlimann an der Trittligasse für Auslieferungen ihren eigenen Lieferwagen auf die Strasse. Angeregt durch die Beratung des Öko-Kompass wird neu ein Velokurier mit der Auslieferung beauftragt. Die Überschlagsrechnung zeigt: Mit der neuen Lösung können pro Monat rund 1600 Franken eingespart werden – Lohn-, Benzin-, und Kurierkosten mit eingerechnet. Der ehemalige Fahrer wurde umgeschult und wird nun in der Druckerei eingesetzt. Zudem entlastet der saubere Transport die Umwelt.

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