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Gegen Tiefflug und Tiefstapelei

Medienmitteilung

Die Allianz Ballungsraum Flughafen Süd hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eine Stellungnahme zu den Änderungen im SIL-Objektblatt eingereicht. Die Allianz begrüsst, dass die Südstarts geradeaus über Mittag vom Tisch sind. Dies entspricht dem Grundsatz, dass der Fluglärm möglichst wenig Menschen und diese mit möglichst wenig Lärm belasten soll. Die angekündigten 13 000 Südstarts sind zu viel und auch mehr als eine «Ausnahme».

6. Dezember 2016, 10.49 Uhr

Die Allianz Ballungsraum Flughafen Süd begrüsst, dass die täglichen Südstarts geradeaus über Mittag vom Tisch sind. Südstarts geradeaus sind lärmtechnisch die schlechteste aller Varianten. Nirgends rund um den Flughafen leben und arbeiten mehr Menschen, als im direkten Süden. Darum müssen Südstarts geradeaus wenn sie denn geflogen werden müssen, eine Ausnahme sein. Die angekündigten 13 000 Starts geradeaus sind keine Ausnahme mehr. Sie basieren auf einer unrealistischen Luftverkehrsprognose des BAZL, die im Jahr 2030 mit jährlich 346 000 Flugbewegungen rechnet. Die Allianz wehrt sich gegen diese zusätzliche Belärmung des Südens. Bereits heute lebt mehr als jede vierte vom Fluglärm betroffene Person im Süden des Flughafens. Nach wie vor sieht die Allianz mehr Potential in der Ertüchtigung des Ostkonzepts durch Verlängerung der Pisten 28 und 32.

Im Tiefflug über Zürich-Nord «auf Wunsch der Luftwaffe»

Die Allianz – und im speziellen die Stadt Zürich – ist irritiert, dass «auf Wunsch der Luftwaffe» neu der Südstart mit Rechtskurve im Objektblatt aufgenommen werden soll. Der dicht besiedelte Stadtkreis 11 mit hohem Verdichtungspotential soll in geringer Höhe überflogen werden, weil weiter südlich verlaufende Routen auf einer kurzen Strecke durch den Kontrollraum des Militärflugplatzes Emmen führen. Hier werden die Interessen der Luftwaffe höher gewichtet als der Schutz von über hunderttausend Menschen vor massivem gesundheitsschädlichem Lärm. Dieser Südstart mit Rechtskurve widerspricht dem Zürcher Fluglärmindex, der durch einen Abstimmungsentscheid rechtsverbindlich ist.

Keine Kapazitätserhöhung – und auf keinen Fall auf Kosten der Sicherheit

Das BAZL hat die Absicht, mit den Änderungen im SIL-Objektblatt die Sicherheitsmarge am Flughafen Zürich zu erhöhen. Durch den geplanten Kapazitätsausbau wird die Sicherheitsmarge wieder abnehmen. Die Allianz lehnt eine Kapazitätserhöhung grundsätzlich ab. Erst recht, wenn dadurch die Sicherheitsmarge verkleinert würde.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Städte und Gemeinden im unmittelbaren Süden des Flughafens)