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Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich, Gesundheits- und Umweltdepartement

31. Oktober 2018

Langfristige Verbesserung in der Palliative Care

Um die Lücken in der Palliative-Care-Versorgung der Stadt Zürich zu schliessen, bewilligt der Stadtrat 1,4 Millionen Franken. Sechs Massnahmen sollen dazu beitragen, die allgemeine und spezialisierte Palliative-Care-Versorgung und deren Zugänglichkeit effektiv und nachhaltig zu verbessern.

Palliative Care umfasst die Betreuung und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit unheilbaren, chronisch fortschreitenden oder akut lebensbedrohlichen Krankheiten. Im Vordergrund steht die Erhaltung der bestmöglichen Lebensqualität trotz Krankheit. Der Bevölkerung der Stadt Zürich steht eine vergleichsweise gut ausgebaute Palliative-Care-Versorgung zur Verfügung. Dennoch sind Lücken identifiziert worden, die es nun zu schliessen gilt. Das Gesundheits- und Umweltdepartement hat aufgrund einer Motion (GR Nr. 2016/81) ein Konzept mit sechs Massnahmen erarbeitet, das in einer dreijährigen Pilotphase umgesetzt wird. Dafür bewilligt der Stadtrat Ausgaben von maximal 1,4 Millionen Franken. Nach der Evaluation sollen die bewährten Massnahmen verstetigt werden.

Wesentliche Lücken erkannt

Dank den mobilen Palliative-Care-Teams sind Patientinnen und Patienten zu Hause gut versorgt. Verbesserungspotential gibt es hingegen für Patientinnen und Patienten in einer Institution für Langzeitpflege ohne ausgebildete Fachpersonen für spezialisierte Palliative Care. Zudem herrscht im ambulanten Bereich der spezialisierten Palliative Care ärztlicher Fachkräftemangel. Deshalb fehlt den Patientinnen und Patienten zu Hause oder in einer Langzeitpflege manchmal die notwendige fachärztliche Unterstützung. Auch für die mobilen Palliative-Care-Teams ist ohne ausreichende fachärztliche Unterstützung optimales Handeln manchmal schwierig.

Gute Ausgangslage für Patientinnen und Patienten in der stationären Palliative Care

Im stationären Bereich der spezialisierten Palliative Care ist das Angebot in der Stadt Zürich bereits ausreichend sichergestellt. Die Stadtspitäler leisten einen wichtigen Beitrag dazu. Sie verfügen über einen Konsiliardienst für Erstbeurteilungen und Mitbetreuung sowie über stationäre Betten für Patientinnen und Patienten, die spezialisierte Palliative Care benötigen. Weiter bieten andere Spitäler in der Stadt Zürich, das Lighthouse und das Pflegezentrum Mattenhof in ihren Häusern spezialisierte Palliative-Care-Versorgung an.

Kompetenzen stärken und Angebote weiterentwickeln

Um die Palliative-Care-Versorgung für die städtische Bevölkerung weiter zu stärken, werden verschiedene Massnahmen während einer dreijährigen Pilotphase umgesetzt und evaluiert:

  • Die städtische Bevölkerung, die Betroffenen und ihre nahestehenden Bezugspersonen werden bei relevanten Kontakten (z.B. während Beratungsgesprächen, über Internet
    oder schriftliche Information) über Palliative Care und die vorhandenen Angebote informiert (Massnahme 1).
  • Um die Palliative Care in der medizinisch-pflegerischen Grundversorgung der Stadt Zürich stärken, bietet das Kompetenzzentrum für Palliative Care des Stadtspitals Waid diesen Fachpersonen verschiedene Informations- und Bildungsangebote an (Massnahme 2).
  • Die Dienstabteilungen sowie Vertragspartner des Gesundheits- und Umweltdepartements, welche Palliative-Care-Patientinnen und -Patienten betreuen, werden Palliative Care in ihren Konzepten stärker verankern. Deren Umsetzung im Alltag gewährleistet, dass betroffene Patientinnen und Patienten allgemeine Palliative Care erhalten (zum Beispiel Bedürfnisse erkennen, Leiden lindern, gesundheitliche Vorausplanung, bedarfsgerechte Überweisungen) (Massnahme 3 und 4).
  • Die mobilen Palliative-Care-Teams in der Stadt Zürich werden durch einen medizinischen Palliative-Care-Dienst unterstützt um Patientinnen und Patienten zu Hause sowie in Langzeitinstitutionen zu versorgen. Dadurch können Patientinnen und Patienten in ihrer gewohnten Umgebung durch Palliative-Care-Spezialistinnen und -Spezialisten betreut und belastende Verlegungen möglichst vermieden werden (Massnahme 5 und 6).

Thema: Alter, Gesundheit

Organisationseinheit: Stadtrat, Gesundheits- und Umweltdepartement