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Schädlingsprävention warnt: Ferienzeit ist Bettwanzenzeit

Medienmitteilung

Bettwanzen werden als «blinde Passagiere» oft im Reisegepäck zurück nach Hause gebracht. Die Stadt Zürich registriert seit 2006 eine starke Zunahme der gemeldeten Fälle. 2020 und 2021 waren die Meldungen wegen der pandemiebedingten Reisebeschränkungen tiefer. Für 2022 rechnet die Fachstelle Schädlingsprävention wieder mit einer Zunahme.

14. Juli 2022

Seit 2006 steigen die Meldungen zu Bettwanzen bei der Fachstelle Schädlingsprävention und -beratung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes Zürich (UGZ) exponentiell an: Zwischen 1994 und 2005 lag die Anzahl noch unter 20 Meldungen pro Jahr. 2019 wurden bereits 137 Fälle gemeldet. Während der Pandemie sind die Zahlen zwar wieder leicht gesunken. Mit der wiedererstarkten Reisetätigkeit wird 2022 aber wieder mit einer Zunahme der Bettwanzenfälle gerechnet.

Unangenehmen Konsequenzen nach den Ferien vermeiden

Bettwanzen verstecken sich tagsüber gerne an Matratzen, am Bettgestell und in Ritzen nahe beim Bett. In der Nacht verlassen sie ihren Unterschlupf, um beim Menschen Blut zu saugen. Sie können auch in Ferienunterkünften auftreten. Ihre Kotspuren – kleine schwarze Punkte – an Bettgestell oder Matratze, Blutspuren an der Bettwäsche oder juckende Stiche am Körper können Hinweise auf Bettwanzen sein. In diesem Fall sollte man die Hotelverantwortlichen informieren und sich ein anderes Zimmer geben lassen. Reisende sollten auf jeden Fall verhindern, die Plagegeister im Gepäck mit nach Hause zu nehmen. Bettwanzen halten sich gerne in Koffern und Schlafsäcken auf und werden so weiterverschleppt. Den Koffer sollte man daher möglichst weit weg vom Bett aufbewahren und alle Reissverschlüsse schliessen.

Reisegepäck im Freien auspacken

Nach einer Übernachtung in einem verwanzten Zimmer sollte das Reisegepäck zu Hause im Freien ausgepackt werden. Wäsche, die nicht sofort gewaschen werden kann, wird in mit Klebeband dicht verschlossenen Abfallsäcken aufbewahrt. Das leere Gepäckstück wird im Freien mit einem handelsüblichen Insektizid-Spray direkt besprüht und anschliessend im Keller oder auf dem Balkon gut ausgelüftet. Befallene Textilien kann man entweder bei 60 °C während 30 Minuten oder zwei Mal hintereinander bei 40 °C waschen, im Tumbler bei 45 °C während 30 Minuten oder im Tiefkühler bei –17 °C während mehreren Tagen behandeln.

Bei Befall der Wohnung professionelle Bekämpfung notwendig

«Sind die Bettwanzen bereits in der Wohnung, müssen sie durch eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma bekämpft werden», sagt Gabi Müller, Leiterin der Fachstelle Schädlingsprävention. Sie warnt aber davor, Bettwanzen selber mit Insektenspray zu bekämpfen: «Damit werden Bettwanzen lediglich in der ganzen Wohnung oder sogar im Haus verteilt». Einwohner*innen der Stadt Zürich können sich bei der Fachstelle Schädlingsprävention des UGZ kostenlos beraten lassen.

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