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2022 wird ein wichtiges Jahr für das Tigermückenmonitoring

Medienmitteilung

Die wiedererstarkte Reisetätigkeit bietet der Tigermücke erneut mehr Mitfahrgelegenheiten. Nun gilt es zu verhindern, dass sich das invasive Insekt nochmals in Zürich ansiedeln kann. Anfangs Mai hat die Stadt Zürich ihr Tigermückenmonitoring 2022 gestartet – und durch die Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) auf weite Teile des Stadtgebiets erweitert. Besonders wichtig bleibt die Mithilfe der Bevölkerung.

20. Mai 2022

2022 wird ein aufschlussreiches Jahr für das Tigermückenmonitoring. Nach der Rückkehr in den Normalzustand zieht auch die Reisetätigkeit wieder stark an. Unerwünschte Nebenwirkung: Die Asiatische Tigermücke erhält wieder mehr Mitfahrgelegenheiten. Darum wird das Tigermückenmonitoring am Busbahnhof fortgeführt. Und auch in Zürich-Wollishofen, wo sich die Tigermücke bereits einmal ansiedeln konnte, wird die Situation weiter beobachtet. Zusätzlich nutzt die Schädlingsprävention in diesem Jahr ein Citizen-Science-Projekt, die «Black Bucket Challenge», der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) für das Monitoring. Bei der «Black Bucket Challenge» stellen Hobbyforschende kleine Wasserbehälter in ihren Gärten auf, um während drei Monaten herauszufinden, welche Insekten sich im Wasser ansiedeln. Die Schädlingsprävention untersucht mit zusätzlich in den Wasserbehältern platzierten Holzstäbchen, ob Tigermücken daran Eier legen– und kann so ein viel grösseres Gebiet überwachen.

Möglichen Brutstätten vermeiden

Gabi Müller, Leiterin der Schädlingsprävention der Stadt Zürich, warnt aber vor dem Aufstellen von Wasserbehältern ausserhalb des Forschungsprojekts: «Bereits kleinste Mengen stehendes Wasser reichen gefässbrütenden Mücken und insbesondere Tigermücken als Brutstätten.» Deshalb bleibt die Mithilfe der Bevölkerung wichtig: Durch das Melden und Einsenden von schwarz-weiss gestreiften Mücken können Vorkommen frühzeitig erkannt, sowie die Ansiedlung und Ausbreitung eingedämmt werden. Wer eine Tigermücke auf dem Stadtgebiet findet, kann diese im Internet unter zueriwieneu.ch oder über die App «Züri wie neu» melden. Für Sichtungen im übrigen Kanton gibt es ein Formular auf der Webseite muecken-schweiz.ch. Die Fachstelle Schädlingsprävention und -beratung des UGZ ist eine der vier offiziellen Meldestellen für invasive Mücken in der Schweiz. Sie nimmt in dieser Funktion Mücken-Meldungen aus dem ganzen Kanton Zürich sowie den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zug entgegen.

Erfolgreiche Tilgung der Asiatischen Tigermücke in Wollishofen

Als die Tigermücke im September 2018 in Zürich-Wollishofen entdeckt wurde, wurden im Jahr darauf mögliche Brutstätten systematisch beseitigt und Mückenlarven in Dolen und anderen stehenden Wasseransammlungen mit einem biologischen Mittel unschädlich gemacht. Seit 2020 konnten im betroffenen Gebiet weder Tigermücken noch deren Eier gefunden werden – bereits im zweiten Jahr in Folge. 

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