Global Navigation

Marcel Meier

Wer bei uns in den Pflegezentren der Stadt Zürich arbeitet, hat eine verantwortungsvolle Aufgabe. Unsere Mitarbeitenden begleiten pflegebedürftige Menschen beim Eintritt und während ihres Aufenthalts. Sie sorgen dafür, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner gut einleben, neu anfangen und sich bei uns wohlfühlen.

Vollbildgrafik_1752 x 792_Meier

«Palliative Care braucht es und es braucht noch mehr davon»

Marcel Meier, Pflegefachmann HF und Beauftragter Palliative Care im Pflegezentrum Mattenhof

«Ich bin schon eine ganze Weile bei den Pflegezentren. Meine Arbeit hat sich in dieser Zeit stark entwickelt und ich habe enorm davon profitiert. Nach meinem HF-Studium der Pflege absolvierte ich den Master in Palliative Care. Heute arbeite ich auf unserer spezialisierten Abteilung für Palliative Care und bin für das ganze Haus Beauftragter zum Thema. 

Für mich war immer klar, dass ich in der Langzeitpflege arbeiten will. Wir haben die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen und auf Bedürfnisse und Wünsche einzugehen – und das braucht Zeit. Palliative Care ist zu meinem Fachgebiet geworden, weil es mir wichtig ist, Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Wir können hier viel tun: Schmerzen lindern, eine kontinuierliche Versorgung mit Medikamenten gewährleisten, begleiten und Ruhe vermitteln in dieser besonderen Phase. 

Das schliesst die Angehörigen mit ein. Sie müssen lernen, Abschied zu nehmen und mit der Zeit damit umzugehen. Ich erinnere mich an diesen berührenden Moment, als ich einen Bewohner umlagerte, um ihm Erleichterung zu verschaffen, und sein Sohn mir dabei half. Dieses Miteinander zeigte eine tiefe gegenseitige Wertschätzung, die auch spürbar war, als der Mann wenige Tage später starb. 

Gespräche und gute Information sind äusserst wichtig. Darauf weise ich bei unseren regelmässigen interprofessionellen Rapporten auch immer hin. Dort sitzen Arztdienst, Therapie, Pflege, Sozialdienst, Aktivierung und Seelsorge zusammen und besprechen die Situation jedes Bewohners und jeder Bewohnerin. Dieses Zusammenwirken entspricht mir sehr. 

Wir pflegen ausserdem die fachliche Zusammenarbeit mit anderen Organisation wie z. B. dem Stadtspital Waid und Triemli. Und ich besuche regelmässig Fachveranstaltungen zu Palliative Care, wo ich auch den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen pflege. 

Im Moment bin ich beruflich wirklich angekommen. Meinen Werdegang haben die Pflegezentren immer sehr unterstützt und ich weiss, dass ich Ideen einbringen und umsetzen kann. Ich bin gespannt, wie sich meine Tätigkeit weiterentwickelt, denn eines sehe ich ganz klar: Palliative Care braucht es und es braucht noch mehr davon.»

.

Weitere Informationen