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AAÜP sei Dank – Frau Pfister kann wieder nach Hause

Wer nach einem Spitalaufenthalt noch Pflege, Erholung und Zeit benötigt, um Fähigkeiten und die eigene Selbstständigkeit wiederzuerlangen, ist bei uns in guten Händen. So auch Frau Pfister, die dank der Unterstützung auf einer unserer Abteilungen für rehabilitative Akut- und Übergangspflege wieder nach Hause zurückkehren konnte.

Mitarbeiter und Bewohnerin lachen zusammen

Plötzlich auf Hilfe angewiesen

Als Frau Pfister*, fast 90 Jahre alt, an einem Apriltag zur ihrem Spitex-Termin im Wundambulatorium unterwegs ist, ahnt sie noch nicht, dass ihr eine lange medizinische Odyssee bevorsteht. Sie wird auf dem Zebrastreifen von einem Personenwagen angefahren und drei bis fünf Meter weggeschleudert. Sie erleidet multiple Frakturen am ganzen Körper: Beckenringfraktur, Wirbelsäulenverletzung, Unterschenkelfraktur, Schlüsselbeinfraktur und eine Kniescheibenfraktur. Die Sanität bringt sie notfallmässig ins Universitätsspital Zürich zur Erstversorgung. Mehrere Operationen folgen und Frau Pfister wird es aufgrund der Heilungsdauer der Verletzungen eine Zeit lang untersagt, das Bett zu verlassen.

Ziel: Erfolgreiche Rückkehr nach Hause

Nach etwa einem Monat Spitalaufenthalt wird sie zur weiteren Betreuung und Rehabilitation auf die Abteilung für rehabilitative Akut- und Übergangspflege des Gesundheitszentrums für das Alter Witikon verlegt. Ziel des Aufenthaltes ist, dass Frau Pfister die notwendige Pflege erhält und in ihrer bis anhin sehr eingeschränkten Mobilität gestärkt wird. Für Frau Pfister ist die ganze Situation, abgesehen von den offensichtlichen physischen Traumata, auch mental äusserst belastend.

Das Pflegeteam unterstützt Frau Pfister von Beginn an in ihren alltäglichen Bedürfnissen – rund um die Uhr. Dank Ergo- und Physiotherapie erlangt sie Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Beginnend mit der Bewegung im Bett, zum ersten Aufstehen bis hin zum Gehen an einem Hilfsmittel. Hinzu kommt das Wiedererlernen der selbstständigen Körperpflege und Nahrungsaufnahme. Durch die Unterstützung und den Zuspruch des Behandlungsteams entwickelt auch Frau Pfister den Willen, sich für ihre eigene Genesung einzusetzen. Dabei wird aber schnell klar, dass die maximale Aufenthaltsdauer von acht Wochen dafür nicht reichen wird und sie in ihrem Zustand noch nicht nach Hause kann. Daher beschäftigt sie sich mit der Zeit danach:  

-        Wo erhalte ich weiterhin Unterstützung und Therapie?

-        Wie lange werde ich noch auf Unterstützung angewiesen sein?

-        Wer unterstützt mich in diesen Prozessen?

Möglichkeit eines Aufenthalts von bis zu 8 Wochen

Frau Pfister und ihre Angehörigen besprechen gemeinsam mit dem Ärzteteam und dem Fallmanagement ihre Ängste und Fragen und suchen nach geeigneten Anschlusslösungen. Der Entscheid fällt auf die Weiterbetreuung in einer Rehaklinik, organisiert und koordiniert durch das Fallmanagement. Nach genau acht Wochen AAÜP wird sie in die Rehaklinik verlegt. Frau Pfister konnte durch die Betreuung des Behandlungsteams auf der AAÜP und ihres eigenen Mitwirkens die nötige Selbstständigkeit für eine Reha wiedererlangen. 

Besonders freute sich das interprofessionelle Team des Gesundheitszentrums Witikon, als sich Frau Pfister aus der Rehaklinik erneut meldete und einen weiteren Aufenthalt in Witikon wünschte. Es ging darum, ihre Mobilität und Selbstständigkeit weiter zu fördern und zu stärken, mit dem Ziel vor Augen, wieder nach Hause zurückkehren zu können. Auf der Langzeitabteilung trainierte Frau Pfister viel mit der Physio- und Ergotherapie und machte auch mit der Unterstützung des Pflegepersonals weitere grosse Fortschritte. Nach einem zusätzlichen Aufenthalt von drei Monaten konnte Frau Pfister das Gesundheitszentrum Witikon verlassen und nach Hause zurückkehren.

*Name zwecks Datenschutz verändert 

Nicole Zwyer, Fallmanagerin / Sozialarbeiterin

Seit 2012 gibt es bei den Gesundheitszentren für das Alter der Stadt Zürich vier Abteilungen für rehabilitative Akut- und Übergangspflege (AAÜP) an den Standorten Entlisberg, Käferberg und Witikon. Die AAÜP ist darauf ausgerichtet, dass Patientinnen und Patienten, die nach ihrer Zeit in einem Spital weitere Pflege und Erholung benötigen, während ihres Aufenthaltes von dem interprofessionellen Team, bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonen, Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie dem Fallmanagement/Sozialdienst unterstützt und begleitet werden. Ziel ist, dass die Patientinnen und Patienten so selbstständig wie möglich aus der rehabilitativen Akut- und Übergangspflege austreten können.

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