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Rehabilitative Akut- und Übergangspflege: Herr W. geht wieder nach Hause

Bei einem Aufenthalt auf der rehabilitativen Akut- und Übergangspflege werden die Bedürfnisse und Ziele von Patienten gemeinsam mit dem interdisziplinären Team vor Ort besprochen und festgelegt. Die Dauer des Aufenthalts richtet sich dabei ganz nach der Patientin oder dem Patienten. Die Gesundheitszentrum für das Alter bieten genügend Zeit und Raum, um die eigenen Kräfte zu stärken. Ein Beispiel:

Rehabilitative Akut- und Übergangspflege: Herr W. geht wieder nachhause

Herr W. wurde nach einem Sturz zuhause mit mehreren Brüchen ins Spital eingeliefert. Die Brüche mussten nicht operiert werden. Es stand jedoch fest, dass es mehrere Wochen bis zur Heilung dauern würde und anfangs nur wenig belastet werden durfte. Auch war Herr W. geschwächt durch die starken Schmerzmedikamente. Seine Stimmung war gedämpft, musste er doch den Tod seiner Ehefrau verkraften, die vor einiger Zeit überraschend gestorben war. Deshalb entschloss sich Herr W. nach dem Spitalaufenthalt auf die rehabilitative Akut- und Übergangspflege des des Gesundheitszentrums für das Alter Käferberg einzutreten.

Umfassende Begleitung

Beim Eintritt war Herr W. ohne Hoffnung. Der Sturz zuhause hatte ihn sehr verunsichert. Er erzählte gerne und viel von seinen früheren Zeiten als sportlicher Aktivturner. Dass er nun auf Pflege und Unterstützung angewiesen war, beschäftigte ihn sehr. Herr W. sagte, ausser einigen Bekannten und hilfsbereiten Nachbarinnen habe er kein Beziehungsnetz, das ihn unterstützen könne. Die 40 Treppenstufen bis zu seiner Wohnung schienen ihm ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Weil Herr W. unter diesen Zweifeln litt, fanden regelmässige Gespräche mit der Seelsorge und dem Psychologischen Dienst statt.

Dem Ziel immer näher

Täglich arbeitete Herr W. 30 Minuten mit einer Physiotherapeutin an seiner Mobilität, zu Beginn noch mit den geeigneten Hilfsmitteln. Er erhielt auch ein Übungsprogramm, um zwischen den Therapieeinheiten seine Muskeln selbstständig an der Sprossenwand oder auf dem Motomed zu stärken. Beim ehemaligen Turner erwachte der sportlicher Ehrgeiz und er erlebte täglich Fortschritte. Woche für Woche konnte Herr W. mehr Treppenstufen bewältigen, bis sein Ziel, die Rückkehr nachhause, in greifbare Nähe rückte. 

Nach knapp sieben Wochen Aufenthalt besprach Herr W. mit der Sozialarbeiterin des Fallmanagements die Rückkehr nachhause. Zur Unterstützung zuhause wurden regelmässige Einsätze der Spitex organisiert sowie ein Mahlzeitendienst bestellt. Nach knapp acht Wochen Aufenthalt kehrte Herr W. nachhause zurück. 


Regina Binzegger, Fallmanagement

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