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Wirtschaft

Informationen für Unternehmen, Arbeitgebende und Arbeitnehmende.

Liquiditätshilfen für Unternehmen

Überbrückungshilfe des Bundes

Mit Hilfe von Überbrückungskrediten soll Unternehmen ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt werden, damit sie trotz Corona-bedingten Umsatzeinbussen ihre laufenden Fixkosten decken können. Die Kredite können am besten bei der Hausbank beantragt werden. Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10 Prozent ihres Jahresumsatzes bis max. 20 Millionen Franken beantragen. Bei Krediten bis zu 500 000 Franken beträgt der Zinssatz 0 Prozent und wird zu 100 Prozent vom Bund verbürgt. Kredite von über 500 000 Franken werden zu 85 Prozent vom Bund verbürgt. Der Zinssatz beträgt 0,5 Prozent auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen. Der Antrag für Überbrückungskredite sowie weitere Informationen sind auf der Webseite des Eidgenössischen Finanzdepartements verfügbar. 

Überbrückungshilfe des Kantons Zürich 

Unternehmen mit Hauptsteuerdomizil im Kanton Zürich können neben den Covid-19-Krediten des Bundes auch auf die Kreditausfallgarantien des Kantons Zürich zurückgreifen. Das Programm des Kantons kommt dann zum Tragen, wenn für Unternehmen bis maximal 250 Mitarbeitenden im Rahmen des Bundesprogrammes keine Lösung gefunden werden kann. Zum Beispiel für ausgewählte Start-ups, bei denen die Möglichkeiten der Bundespakete nicht ausreichen. Beträge werden vom Kanton zu 85% verbürgt. Der Zinssatz beträgt aktuell 0.5% auf dem vom Kanton abgesicherten Darlehen. Vorausgesetzt ist eine vorgängige Prüfung des Antrags durch die Bank. Der maximale Betrag der Kreditfazilität liegt bei CHF 20 Mio. (totalisiert mit dem Engagement des Bundes).
Kundinnen und Kunden, welche Kredite von diesem Programm in Anspruch nehmen möchten, sollen sich primär an ihre Hausbank wenden. Zwölf Banken machen beim Programm mit. 

Für Hilfestellungen durch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) wenden Sie sich an hotline-kmu(at)zkb.ch oder +41 44 292 21 31. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der ZKB. 

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) beantwortet aktuelle Fragen zur Kreditversorgung und zu den Unterstützungsmassnahmen der Banken. Auf der Website sind Ansprechpersonen mit Kontaktdaten aufgeführt.

Arbeitsausfälle / Kurzarbeit

Der Bundesrat hat Erleichterungen für die Voranmeldung für Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus beschlossen. Die Kurzarbeitsentschädigung kann neu auch für die folgenden Personengruppen ausgerichtet werden:

  • Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit
  • Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung
  • Arbeitnehmende auf Abruf, sofern sie während mindestens sechs Monaten im gleichen Unternehmen gearbeitet haben

Ziel der Kurzarbeit ist es, Arbeitsplätze zu erhalten. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) informiert über Kurzarbeitszeit und nimmt Voranmeldungen von Unternehmen für Kurzarbeit entgegen. Antworten auf Fragen finden Sie auch auf der Webseite des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

Entschädigung für Selbständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.
  • Personen, die wegen ärztlich angeordneter Quarantäne ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen.
  • Selbständig Erwerbende, deren Betrieb geschlossen wurde oder die aufgrund des Veranstaltungsverbots einen Erwerbsausfall erlitten.

Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet. Die Anmeldung muss in jedem Fall bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden. Auf der Webseite der SVA Zürich sind alle Informationen samt Antragsformular aufgeschaltet. Für weiterführende Fragen, wenden Sie sich an die Hotline der SVA: +41 44 448 89 80.

Entschädigung für Angestellte bzw. Arbeitgebende

Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Primär können die Anspruchsberechtigten (die Angestellten) die Entschädigung geltend machen. Der Arbeitgeber muss einbezogen werden (Bescheinigung des ausfallenden Lohnes). Bezahlt der Arbeitgeber einen Lohn während dieser Zeit, kann auch er den Anspruch geltend machen. Auf der Webseite der SVA Zürich sind alle Informationen samt Antragsformular aufgeschaltet. Für weiterführende Fragen, wenden Sie sich an die Hotline der SVA: +41 44 448 89 80.

Nothilfe für Selbständig Erwerbende und Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer

Die neu geschaffene Nothilfe der Stadt Zürich für mittellose Kleinstunternehmende dient subsidiär dazu, die Zeit bis zum Erhalt der weiteren, vom Bund und Kanton in Aussicht gestellten Finanzmittel zu überbrücken. Ausgerichtet wird eine vorerst einmalige Pauschale von 2 500 Franken pro Gesuch. Beiträge erhalten Selbständig Erwerbende sowie geschäftsführende Inhaberinnen und Inhaber von Kleinstunternehmen mit maximal zwei Vollzeitstellenwerten, die dringend auf einen finanziellen Beitrag zur Überbrückung bis zum Erhalt anderer Mittel angewiesen sind.

Die detaillierten Anspruchskriterien und das Antragsformular finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/ku-nothilfe.

Wirtschaftliche Sozialhilfe

Neben der Nothilfe und der Entschädigung für selbständig Erwerbende gibt es die Möglichkeit, wirtschaftliche Sozialhilfe zu beantragen und so den Lebensunterhalt weiter sichern zu können. Die fünf Sozialzentren der Stadt Zürich sind weiterhin geöffnet und bieten Unterstützung und Hilfe.

Wirtschaftliche Unterstützung Kulturbereich

Kulturinstitutionen und Kulturschaffende finden unter www.stadt-zuerich.ch/coronavirus-kultur eine umfassende Übersicht zu den wirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der Auswirkung des Coronavirus.

Weitere branchen- und gruppenspezifische Informationen

Schweizer Exporteure

Switzerland Global Entreprise bietet exportorientierten Unternehmen Orientierung und Hilfestellungen in der aktuellen Situation. Die Seite wird laufend aktualisiert. 

Sportinstitutionen

Sportvereine, Sportverbände und weitere Nonprofit-Organisationen aus dem Sport erhalten auf der Webseite der Sportförderung weitere Informationen zur Soforthilfe. 

Kindertagesstätten (Kitas)

Die Aufrechterhaltung des Betriebs ist unter diesen erschwerten Bedingungen eine Herausforderung. Die Stadt Zürich finanziert daher rückwirkend ab 16. März 2020 vorerst bis Ende April den Ertragsausfall von Betreuungseinrichtungen. Das Finanzierungsmodell gilt sowohl für subventionierte sowie Vollzahler-Plätze aller Einrichtungen, die einen Kontraktvereinbarung mit dem Sozialdepartement haben. Kitas, die noch über keinen Kontrakt verfügen, haben die Möglichkeit dies nachzuholen, um die Finanzierungshilfen ebenfalls in Anspruch nehmen zu können. Weitere Informationen finden Sie beim Sozialdepartement.

Mieterinnen und Mieter von städtischen Gewerbe-Liegenschaften

Die Stadt Zürich gewährt Gewerbemietenden, deren Mietobjekt direkt von einem behördlichen Nutzungsverbot betroffen ist, auf Gesuch hin eine Mietzinsreduktion. Der Umfang richtet sich nach dem Ausmass der vom Verbot betroffenen Teile des Mietobjekts. Diese Regelung gilt vorerst für den Monat April. Die Fortsetzung hängt von der weiteren Entwicklung rund um die Pandemie ab. 

Betroffene Mietparteien sind gebeten, die für sie zuständigen Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter von Liegenschaften Stadt Zürich zu kontaktieren. Es können zudem verlängerte Zahlungsfristen für die Monate April, Mai und Juni ausgehandelt und höhere Akonto-Zahlungen, die per 1. Januar 2020 festgelegt wurden, allenfalls ausgesetzt werden. 

Der Bundesrat hat zudem die Zahlungsfrist bei Wohn- und Geschäftsmieten von 30 auf 90 Tage erhöht. Die Fristverlängerung gilt für Mieten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai fällig werden. Ebenfalls wird die Frist zur Zahlung fälliger Pachtzinse von 60 auf 120 Tagen verlängert. Weiter wird die Kündigungsfrist für möblierte Zimmer und Einstellplätze von 14 auf 30 Tage verlängert.

Lieferantinnen und Lieferanten

Die Stadt wird Rechnungen von Lieferantinnen und Lieferanten so rasch als möglich prüfen und bezahlen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Die Stadt Zürich schliesst sich damit den Empfehlungen von Bund und Kanton an.

Rechnungsempfänger/innen und Gebührenpflichtige

Die Zahlungsfrist für Gebühren wird auf 120 Tage verlängert. Ausgenommen sind Bussen und Mietzinsen für städtische Wohnungen. In begründeten Härtefällen sucht die Stadt zudem in jedem Fall eine Lösung für eine spätere oder in Raten aufgeteilte Bezahlung.

Wie ewz, VBZ, Wasserversorgung und Energie 360° diese Massnahmen umsetzen, lesen Sie auf der Webseite des Departements der Industriellen Betriebe.

Massnahmen im Steuerbereich

Der Kanton Zürich hat die ordentliche Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2019 für natürliche Personen vom 31. März auf den 31. Mai 2020 verlängert.

Unternehmen, die mit Verlusten oder natürliche Personen, die mit Einkommenseinbussen rechnen, können eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnungen der Staats- und Gemeindesteuern verlangen.

Unternehmen und natürliche Personen können zudem Ratenzahlungen verlangen. Bei der direkten Bundessteuer können auch provisorische Rechnungen gestundet werden.

Der Kanton Zürich hat zudem den Verzugszins für die Staats- und Gemeindesteuern vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2020 von 4.5% auf 0.25% gesenkt. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der Verzugszins vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 0%.

Zuständig für die Staats- und Gemeindesteuer ist das Steueramt der Stadt Zürich, für die direkte Bundessteuer das kantonale Steueramt.

Weitere Massnahmen im Sozialversicherungsbereich

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Weitere Informationen sowie ein Onlineformular, um die Akontozahlungen anzupassen finden Sie auf der Website der SVA Zürich.

Rechtlicher Umgang mit den möglichen Folgen des Coronavirus

Der Schweizerische Gewerbeverband beantwortet rechtliche Fragen, die sich für Unternehmen im Geschäftsalltag stellen. Insbesondere von Bedeutung sind das Arbeitsrecht, das allgemeine Vertragsrecht, die Krankentaggeldversicherung und betriebliche Gesundheitsaspekte.

Im Merkblatt des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds erhalten Beschäftigte Antworten auf Fragen zu Arbeitsrecht und Kurzarbeit.

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