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Wirtschaft

Informationen für Unternehmen, Arbeitgebende und Arbeitnehmende.

Liquiditätshilfen für Unternehmen

Überbrückungshilfe des Bundes

Mit Hilfe von Überbrückungskrediten soll Unternehmen ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt werden, damit sie trotz Corona-bedingten Umsatzeinbussen ihre laufenden Fixkosten decken können. Die Kredite können am besten bei der Hausbank beantragt werden. Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10 Prozent ihres Jahresumsatzes bis max. 20 Millionen Franken beantragen. Bei Krediten bis zu 500 000 Franken beträgt der Zinssatz 0 Prozent und wird zu 100 Prozent vom Bund verbürgt. Kredite von über 500 000 Franken werden zu 85 Prozent vom Bund verbürgt. Der Zinssatz beträgt 0,5 Prozent auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen. Kreditgesuche können bis am 31. Juli 2020 eingereicht werden. Der Antrag für Überbrückungskredite sowie weitere Informationen sind auf der Webseite des Eidgenössischen Finanzdepartements verfügbar. 

Überbrückungshilfe des Kantons Zürich 

Unternehmen mit Hauptsteuerdomizil im Kanton Zürich können neben den Covid-19-Krediten des Bundes auch auf die Kreditausfallgarantien des Kantons Zürich zurückgreifen. Das Programm des Kantons kommt dann zum Tragen, wenn für Unternehmen bis maximal 250 Mitarbeitenden im Rahmen des Bundesprogrammes keine Lösung gefunden werden kann. Zum Beispiel für ausgewählte Start-ups, bei denen die Möglichkeiten der Bundespakete nicht ausreichen. Beträge werden vom Kanton zu 85 Prozent verbürgt. Der Zinssatz beträgt aktuell 0.5 Prozent auf dem vom Kanton abgesicherten Darlehen. Vorausgesetzt ist eine vorgängige Prüfung des Antrags durch die Bank. Der maximale Betrag der Kreditfazilität liegt bei CHF 20 Mio. (totalisiert mit dem Engagement des Bundes).
Kundinnen und Kunden, welche Kredite von diesem Programm in Anspruch nehmen möchten, sollen sich primär an ihre Hausbank wenden. Zwölf Banken machen beim Programm mit. 

Für Hilfestellungen durch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) wenden Sie sich an hotline-kmu(at)zkb.ch oder +41 44 292 21 31. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der ZKB. 

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) beantwortet aktuelle Fragen zur Kreditversorgung und zu den Unterstützungsmassnahmen der Banken. Auf der Website sind Ansprechpersonen mit Kontaktdaten aufgeführt.

Arbeitsausfälle / Kurzarbeit

Der Bundesrat hat Erleichterungen für die Voranmeldung für Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus beschlossen. Die Kurzarbeitsentschädigung kann vorübergehend auch für die folgenden Personengruppen ausgerichtet werden:

  • Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit
  • Arbeitnehmende auf Abruf, sofern sie während mindestens sechs Monaten im gleichen Unternehmen gearbeitet haben

Ziel der Kurzarbeit ist es, Arbeitsplätze zu erhalten. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) hat ein E-Formular eingerichtet, dank welchem die Auszahlungen wesentlich rascher erfolgen können. Eine einfache Anleitung von der Voranmeldung von Kurzarbeit bis zur Abrechnung und Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung finden Sie hier. Antworten auf Fragen finden Sie auch auf der Webseite des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

Entschädigung für Selbständige

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz für Selbstständigerwerbende bis zum 16. September 2020 zu verlängern. Demnach besteht für Selbstständigerwerbende, die ihren Betrieb schliessen mussten oder vom Veranstaltungsverbot betroffen sind, bis zum 16. September 2020 Anspruch auf die Entschädigung. Für indirekt betroffene Selbstständigerwerbende wird der Anspruch ebenfalls bis zu diesem Datum verlängert. Die Ausgleichskassen werden die Wiederaufnahme der Zahlungen veranlassen und die betroffenen Personen entsprechend informieren.

Die in ihrer eigenen Firma angestellten Personen im Veranstaltungsbereich (Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung), die sich in einer Härtefallsituation befinden, können neu ebenfalls Corona-Erwerbsersatz beanspruchen. Der Anspruch beginnt am 1. Juni 2020, nachdem der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung erloschen ist.

Auf der Webseite der SVA Zürich sind alle Informationen samt Verlängerungsantrag aufgeschaltet. Für weiterführende Fragen, wenden Sie sich an die Hotline der SVA: +41 44 448 89 80.

Entschädigung für Angestellte bzw. Arbeitgebende

Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, sowie Eltern von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen zwischen 12 bis 20 Jahren, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Primär können die Anspruchsberechtigten (die Angestellten) die Entschädigung geltend machen. Der Arbeitgeber muss einbezogen werden (Bescheinigung des ausfallenden Lohnes). Bezahlt der Arbeitgeber einen Lohn während dieser Zeit, kann auch er den Anspruch geltend machen. Auf der Webseite der SVA Zürich sind alle Informationen samt Antragsformular aufgeschaltet. Für weiterführende Fragen, wenden Sie sich an die Hotline der SVA: +41 44 448 89 80.

Nothilfe für Selbständig Erwerbende und Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer

Die neu geschaffene Nothilfe der Stadt Zürich für mittellose Kleinstunternehmende dient subsidiär dazu, die Zeit bis zum Erhalt der weiteren, vom Bund und Kanton in Aussicht gestellten Finanzmittel zu überbrücken. Ausgerichtet wird eine vorerst einmalige Pauschale von 2500 Franken pro Gesuch. Beiträge erhalten Selbständig Erwerbende sowie geschäftsführende Inhaberinnen und Inhaber von Kleinstunternehmen mit maximal zwei Vollzeitstellenwerten, die dringend auf einen finanziellen Beitrag zur Überbrückung bis zum Erhalt anderer Mittel angewiesen sind.

Die detaillierten Anspruchskriterien und das Antragsformular finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/ku-nothilfe.

Wirtschaftliche Sozialhilfe

Neben der Nothilfe und der Entschädigung für selbständig Erwerbende gibt es die Möglichkeit, wirtschaftliche Sozialhilfe zu beantragen und so den Lebensunterhalt weiter sichern zu können. Die fünf Sozialzentren der Stadt Zürich sind weiterhin geöffnet und bieten Unterstützung und Hilfe.

Wirtschaftliche Unterstützung Kulturbereich

Kulturinstitutionen und Kulturschaffende finden unter www.stadt-zuerich.ch/coronavirus-kultur eine umfassende Übersicht zu den wirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der Auswirkung des Coronavirus.

Unterstützung für Jungunternehmende und Gründende

Viele Jungunternehmende und Gründende müssen ihr Geschäftsmodell aufgrund der Corona-Pandemie prüfen und anpassen oder sogar komplett ändern. Das Startzentrum unterstützt sie bei diesem Prozess mit passenden Tools und kostenlosen Erstberatungen. In den Beratungsgesprächen kann u.a. eine erste Auslegeordnung zu den dringlichsten Problemen und möglichen Sofortmassnahmen stattfinden. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Startzentrums.

Weitere branchen- und gruppenspezifische Informationen

Schweizer Exporteure

Switzerland Global Entreprise bietet exportorientierten Unternehmen Orientierung und Hilfestellungen in der aktuellen Situation. Die Seite wird laufend aktualisiert. 

Sportinstitutionen

Sportvereine, Sportverbände und weitere Nonprofit-Organisationen aus dem Sport erhalten auf der Webseite der Sportförderung weitere Informationen zur Soforthilfe. 

Kindertagesstätten (Kitas)

Die Stadt Zürich finanziert rückwirkend ab 16. März 2020 bis 10. Mai 2020 den Ertragsausfall von Betreuungseinrichtungen. Das Finanzierungsmodell gilt sowohl für subventionierte sowie Vollzahler-Plätze aller Einrichtungen, die einen Kontraktvereinbarung mit dem Sozialdepartement haben. Kitas, die noch über keinen Kontrakt verfügen, haben die Möglichkeit dies nachzuholen, um die Finanzierungshilfen ebenfalls in Anspruch nehmen zu können. Weitere Informationen finden Sie beim Sozialdepartement.

Gastronomiebetriebe

Restaurants mit einer Aussenfläche auf dem öffentlichen Grund können diese kostenlos vergrössern. Die Erlaubnis gilt ab dem 11. Mai 2020 und behält ihre Gültigkeit maximal bis Ende Oktober 2020. Sie ist zudem an Bedingungen geknüpft. Die Bedingungen sowie weitere Informationen finden Sie auf der Website des Sicherheitsdepartements.

Mieterinnen und Mieter von städtischen Gewerbe-Liegenschaften

Die Stadt Zürich gewährt Gewerbemietenden, deren Mietobjekt direkt von einem behördlichen Nutzungsverbot betroffen ist, auf Gesuch hin eine Mietzinsreduktion. Der Umfang richtet sich nach dem Ausmass der vom Verbot betroffenen Teile des Mietobjekts. Diese Regelung gilt auch für den Monat Mai. Die Mieterinnen und Mieter werden über die Reduktionen informiert; sie müssen also nicht noch einmal ein Gesuch stellen.

Sowohl Gewerbemietende als auch Gastro-Betriebe können zudem bis zu den Sommerferien die im Mietvertrag vereinbarten Öffnungszeiten anpassen, wenn sie das für nötig halten. Das ermöglicht es ihnen, flexibler auf das Kundinnen- und Kunden- bzw. Gäste-Aufkommen zu reagieren.

Lieferantinnen und Lieferanten

Die Stadt kehrt, wie der Kanton, per 1. Juli 2020 zu den normalen Zahlungsfristen zurück.

Rechnungsempfänger/innen und Gebührenpflichtige

Die vorübergehend auf 120 Tage verlängerte Zahlungsfrist wird aufgehoben. Für Gebührenrechnungen gelten per 1. Juli 2020 wieder die gesetzlichen Fristen. Bei drohenden Notlagen bietet die Stadt Zürich weiterhin individuelle Zahlungsvereinbarungen an.

Massnahmen im Steuerbereich

Der Kanton Zürich hat den Verzugszins für die Staats- und Gemeindesteuern vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2020 von 4.5% auf 0.25% gesenkt. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der Verzugszins vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 0%.

Zuständig für die Staats- und Gemeindesteuer ist das Steueramt der Stadt Zürich, für die direkte Bundessteuer das kantonale Steueramt.

Rechtlicher Umgang mit den möglichen Folgen des Coronavirus

Der Schweizerische Gewerbeverband beantwortet rechtliche Fragen, die sich für Unternehmen im Geschäftsalltag stellen. Insbesondere von Bedeutung sind das Arbeitsrecht, das allgemeine Vertragsrecht, die Krankentaggeldversicherung und betriebliche Gesundheitsaspekte.

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