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CO2-Statistik gemäss CO2-Gesetz

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Zeit von 1990 bis 2018 konnte die Stadt Zürich ihre CO2-Emissionen um mehr als 30 Prozent auf rund 1,0 Millionen Tonnen pro Jahr senken.

  • Vor allem im Gebäudebereich konnten die CO2-Emissionen gesenkt werden.

  • Beim Verkehr sind die CO2-Emissionen nur leicht gesunken. In der Schweizer Bilanz steigen diese im Gegensatz dazu weiterhin an.

  • Informationen zu den CO2-Emissionen in der Schweiz finden Sie beim Bundesamt für Umwelt.

CO2-Statistik 1990 bis 2018

Weiterführende Informationen

Definition CO2-Statistik

Betrachtet werden hier nur die Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger. Die Emissionen nach dem CO2-Gesetz sind somit niedriger als jene der Treibhausgasbilanz, welche auch die sogenannte Vorkette (z. B. bei Heizöl die Aufbereitung und den Transport vom Bohrloch bis zum Heizöltank im Gebäude) einbeziehen.

Als Grundlage für die Berechnung dieser CO2-Emissionen dient die Endenergiebilanz der Stadt Zürich. Durch Multiplikation mit den zugehörigen Emissionsfaktoren werden die CO2-Emissionen berechnet. In Übereinstimmung mit der Klimakonvention werden die Emissionen des internationalen Flugverkehrs in der CO2-Statistik nicht berücksichtigt und die Werte klimakorrigiert dargestellt (im Gegensatz zur städtischen Treibhausgasbilanz). 

Einsparungen im Gebäudebereich

Der Hauptanteil der Senkung der CO2-Emissionen liegt im Gebäudebereich: Einerseits führte die wärmetechnische Sanierung von Bauten und die Errichtung von Ersatzneubauten zu einer Reduktion des Wärmebedarfs, andererseits trugen der vermehrte Einsatz von Fernwärme und der Ersatz von Ölheizungen durch Gas- und Wärmepumpenheizungen zu einer weiteren Senkung der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen bei. Der Rückgang in den letzten Jahren ist vor allem auf eine Reduktion der Ölheizungen zurückzuführen, welche grösstenteils durch klimafreundliche Heizungen ersetzt wurden.  

Verkehr

Das Berechnungsmodell für den Endenergieverbrauch des Verkehrs basiert auf Erhebungen in einzelnen Jahren (2010 und 2015) sowie Indikatoren für die Schätzung in den Zwischenjahren. Die wichtigste Grundlage bildet der Mikrozensus Mobilität und Verkehr, eine telefonische Erhebung zum Verkehrsverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung, welche alle fünf Jahren stattfindet. Im Jahr 2015 wurde das Berechnungsmodell für den Endenergieverbrauch des Verkehrs angepasst. Zudem wurden die bisher verwendeten Verbrauchsfaktoren im Jahr 2016 aktualisiert. Diese methodischen Veränderungen wurden für die Jahre 2015 bis 2018 angewendet. Die Jahre vor 2015 sind somit nicht mehr unmittelbar vergleichbar mit den Jahren 2015 bis 2018. Die methodischen Veränderungen schlagen sich am stärksten in der Berechnung des Benzinverbrauchs nieder – Abweichungen von rund 30 Prozent sind festzustellen. Beim Dieselkonsum resultieren nur geringe Veränderungen. 

Klimakorrektur

Für die CO2-Emissionen nach CO2-Gesetz wird, gemäss Vorgaben Bundesamt für Umwelt (BAFU), eine sogenannte Klimabereinigung (oder Klimakorrektur) durchgeführt. Damit werden Schwankungen des Brennstoffverbrauchs (für die Raumwärme) ausgeglichen, die sich aus dem unterschiedlichen Heizbedarf ergeben. Die Korrektur erfolgt über die Zahl der Heizgradtage. 

Klimatische Faktoren und Bevölkerungsentwicklung

  • Die Witterung bestimmt die Nachfrage nach Raumwärme oder -kühlung und Warmwasser. Der Energieverbrauch aufeinanderfolgender Jahre kann daher witterungsbedingt stark schwanken und ist mit Vorsicht zu interpretieren. In einer langfristigen Betrachtung verliert der Einfluss der Witterung jedoch an Bedeutung.
  • In der Stadt Zürich ist seit 2000 die Wohnbevölkerung um 19 %, die Anzahl Beschäftigte um 45 % und das Bruttoinlandprodukt um über 30 % gestiegen.

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