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Luftqualität

Seit Beginn der kontinuierlichen Luftschadstoffmessungen hat sich die Luftqualität in der Stadt Zürich deutlich verbessert. Dennoch sind weitere Massnahmen nötig, damit die Grenzwerte eingehalten werden können.

Die Luftqualität in der Stadt Zürich wird stetig besser. Dazu beigetragen hat insbesondere das in Kraft treten der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von 1986 und ihre laufenden Anpassungen und Verschärfungen im Bereich von Industrie und Gewerbe sowie Emissionsvorschriften für Fahrzeuge und Feuerungsanlagen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Erfolgsgeschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, welcher durch den laufenden Ausbau im öffentlichen Verkehr wesentlich zur Minderung der Schadstoffemissionen beiträgt.

Weitere Massnahmen gefordert

Trotz Verbesserung wirkt sich die heutige Belastung mit Luftschadstoffen immer noch nachteilig auf Mensch und Umwelt aus. Es sind nach wie vor Anstrengungen für eine saubere Luft notwendig. Die Stadt Zürich legt hierzu im Massnahmenplan Luftreinhaltung entsprechende Schritte fest.

Entwicklung der Stickstoffdioxid-Belastung

Karte der Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt Zürich 1990 Karte der Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt Zürich 2019
Karte der Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt Zürich der Jahre 1990 und 2019 im Vergleich

Ein Vergleich der Stickstoffdioxid-Belastung von 1990 mit derjenigen von 2019 zeigt exemplarisch die Entwicklung der Luftqualität auf. Die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) können jedoch noch nicht überall auf dem städtischen Gebiet eingehalten werden.

Luftbelastung 2019

Bei den meisten Schadstoffen liegt die Luftbelastung heute in einem unproblematischen Bereich – die Grenzwerte werden klar eingehalten. Auch bei denjenigen mit Grenzwert-Überschreitungen hat sich die Situation deutlich verbessert.

Die Luftbelastung durch Stickstoffdioxide und Feinstaub PM10 hat auch im Jahr 2019 weiter abgenommen und es wurden die tiefsten Belastungen seit Messbeginn registriert. Am Messort Stampfenbachstrasse wurden erstmals sowohl die Langzeit- wie auch die Kurzzeitgrenzwerte für beide Schadstoffe eingehalten. Der 2018 neueingeführte Jahresmittel-Grenzwert für Feinstaub PM2.5 wurde hingegen mit 10.2 µg/m³ (Vorjahr 11.9 µg/m³) noch knapp überschritten. An den Hauptverkehrsachsen liegt allerdings die chronische Belastung durch Stickstoffdioxid systematisch und die Feinstaub PM10-Belastung punktuell über dem Grenzwert.

Die Ozonbelastung war grossflächig deutlich zu hoch. Die Anzahl der Stunden mit Grenzwertüberschreitungen lag jedoch im Vergleich zum trockenen Hitzesommer 2018 etwas tiefer. Insgesamt resultierten 2019 an der Stampfenbachstrasse 170 (Vorjahr 312) und am Stadtrand 379 (Vorjahr 674) Überschreitungsstunden.

Mittlere städtische Belastung 2019 bei mässiger Verkehrsexposition (Stampfenbachstrasse)

 

Jahresmittelwert
µg/m³

Anz. Tagesmittel
über dem Grenzwert

Anz. Stundenmittel
über dem Grenzwert

Stickstoffdioxid NO₂26.30-
Feinstaub PM1015.10-
Feinstaub PM2.510.2--
Ozon O₃ 170 

Luftbilanz

Die Luftqualität in der Stadt Zürich ist in den letzten dreissig Jahren deutlich besser geworden. Die Schadstoffbelastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub an den Hauptverkehrsachsen ist jedoch immer noch zu hoch. Damit besteht weiterhin Handlungsbedarf in diesen Gebieten.

Seit Anfang der 80er Jahre werden vom Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich in regelmässigen Abständen flächendeckende Messkampagnen zur Erfassung der Luftbelastung in der Stadt Zürich durchgeführt. Der Bericht «Luftbilanz» gibt detailliert Auskunft über die Entwicklung der Luftqualität in Zürich in den letzten Jahren. Die wichtigste Feststellung vorab: Die Massnahmen zur Beschränkung von Schadstoff-Emissionen in der Stadt Zürich zeigen Wirkung. Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Schwermetalle stellen heute kein Problem mehr dar. Bei anderen Luftschadstoffen werden weiterhin Grenzwert-Überschreitungen festgestellt, aber auch hier gab es in den letzten Jahren positive Entwicklungen.

Die nächste Messkampagne wird 2020 durchgeführt.

Weitere Informationen

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