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Luftqualität

Seit Beginn der kontinuierlichen Luftschadstoffmessungen hat sich die Luftqualität in der Stadt Zürich deutlich verbessert. Dennoch sind weitere Massnahmen nötig, damit die Grenzwerte eingehalten werden können.

Die Luftqualität in der Stadt Zürich wird stetig besser. Dazu beigetragen hat insbesondere das in Kraft treten der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von 1986 und ihre laufenden Anpassungen und Verschärfungen im Bereich von Industrie und Gewerbe sowie Emissionsvorschriften für Fahrzeuge und Feuerungsanlagen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Erfolgsgeschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, welcher durch den laufenden Ausbau im öffentlichen Verkehr wesentlich zur Minderung der Schadstoffemissionen beiträgt.

Weitere Massnahmen gefordert

Trotz Verbesserung wirkt sich die heutige Belastung mit Luftschadstoffen immer noch nachteilig auf Mensch und Umwelt aus. Es sind nach wie vor Anstrengungen für eine saubere Luft notwendig. Die Stadt Zürich legt hierzu im Massnahmenplan Luftreinhaltung entsprechende Schritte fest.

Vergleich der Stickstoffdioxidbelastungskarten der Stadt Zürich von 1990 und 2016
Die Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt Zürich der Jahre 1990 und 2016 im Vergleich

Ein Vergleich der Stickstoffdioxid-Belastung von 1990 mit derjenigen von 2016 zeigt exemplarisch die Entwicklung der Luftqualität auf. Die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) können jedoch noch nicht überall auf dem städtischen Gebiet eingehalten werden.

Luftbelastung 2018

Bei den meisten Schadstoffen liegt die Luftbelastung heute in einem unproblematischen Bereich – die Grenzwerte werden klar eingehalten. Auch bei denjenigen mit Grenzwert-Überschreitungen hat sich die Situation deutlich verbessert.

Im Jahr 2018 wurden beim Stickstoffdioxid die tiefsten Belastungen seit Messbeginn registriert, am Messort Stampfenbachstrasse wurde mit 28.5 µg/m³ der Langzeitgrenzwert erstmals eingehalten (Vorjahr 30.4 µg/m³). An den Hauptverkehrsachsen liegt jedoch die chronische Belastung durch Stickstoffdioxid weiterhin systematisch und die Feinstaub PM10-Belastung punktuell über dem Grenzwert. Die Sanierung der Stampfenbachstrasse (Werkleitungen, zusätzliche Velospuren und Verlegung der Tramgeleise) hat dazu geführt, dass die Feinstaub PM10-Belastung am Messort wieder auf 17.9 µg/m³ angestiegen ist (Vorjahr 15.9 µg/m³).

Der trockene und deutlich zu warme Sommer hatte einen starken Anstieg der Überschreitungszahlen für Ozon zur Folge. Insgesamt resultierten 2018 an der Stampfenbachstrasse 312 (Vorjahr 81) und am Stadtrand 674 (Vorjahr 245) Überschreitungsstunden.

Jahresauswertung Luftbelastung in der Stadt Zürich

 

Jahresmittelwert
µg/m³

Anz. Tagesmittel
über dem Grenzwert

Anz. Stundenmittel
über dem Grenzwert

Stickstoffdioxid NO₂28.50-
Feinstaub PM1017.94-
Feinstaub PM2.511.9--
Ozon O₃ 312 

Luftbilanz

Die Luftqualität in der Stadt Zürich ist in den letzten dreissig Jahren deutlich besser geworden. Die Schadstoffbelastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub an den Hauptverkehrsachsen ist jedoch immer noch zu hoch. Damit besteht weiterhin Handlungsbedarf in diesen Gebieten.

Seit Anfang der 80er Jahre werden vom Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich in regelmässigen Abständen flächendeckende Messkampagnen zur Erfassung der Luftbelastung in der Stadt Zürich durchgeführt. Der Bericht «Luftbilanz» gibt detailliert Auskunft über die Entwicklung der Luftqualität in Zürich in den letzten Jahren. Die wichtigste Feststellung vorab: Die Massnahmen zur Beschränkung von Schadstoff-Emissionen in der Stadt Zürich zeigen Wirkung. Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Schwermetalle stellen heute kein Problem mehr dar. Bei anderen Luftschadstoffen werden weiterhin Grenzwert-Überschreitungen festgestellt, aber auch hier gab es in den letzten Jahren positive Entwicklungen.

Die nächste Messkampagne wird 2020 durchgeführt.

Weitere Informationen

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