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Hans Langmack: Schöpfer des Modells

Hans Langmack bei der Arbeit am Modell
Hans Langmack bei der Arbeit am Modell

Schöpfer des Modells «Zürich um 1800» ist der Architekt Hans Ferdinand Langmack (1881–1952). Langmacks Firma an der Englischviertelstrasse in Zürich hatte sich auf die Herstellung von Kartonmodellen spezialisiert und war für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet worden. In seiner freien Zeit arbeitete Langmack 22 Jahre am Modell der Stadt Zürich im Masstab 1:500. 

Detail aus dem Stadtmodell
Detail aus dem Stadtmodell

Langmack sammelte historische Ansichten von Gebäuden und Strassenzügen, nahm Grundrisse und Fassaden auf und fertigte detaillierte Pläne an. Der Murerschen Stadtansicht von 1576 bediente er sich ebenso wie dem Stadtplan von Ingenieur Johannes Müller aus den Jahren 1788–1793, dem ältesten exakt vermessenen Katasterplan der Stadt Zürich. Dieser ist die wichtigste Grundlage des Modells.

Stadtplan von Johannes Müller
Stadtplan von Johannes Müller

Der «Grundriss der Stadt Zürich» gilt als grösste Leistung Müllers (1733–1816). Der Plan nimmt mit Massstab 1:916 eine Fläche von 12m2 ein. Alle Gebäude sind detailreich dargestellt. Ein Faksimilie hängt neben dem Stadtmodell.

Hans Langmack und Hermann Herter besichtigen das Modell
Hans Langmack und Hermann Herter besichtigen das Modell

Auf Anregung von Stadtbaumeister Hermann Herter beschloss der Stadtrat im November 1940 Hans Langmack das Modell abzukaufen, um es im Helmhaus auszustellen. Zum Zeitpunkt dieses Beschlusses war das Modell noch nicht vollständig fertiggestellt, es fehlten die Schanzen und die Umgebung ausserhalb der Stadt. Eine Kommission, bestehend aus dem Direktor des Landesmuseums, dem Stadtarchivar und Herter, sollte Langmack bei den noch zu leistenden Arbeiten kontrollieren. Die Kommission besichtigte das Modell nur zweimal, regelmässigen Kontakt zu Langmack unterhielt lediglich Hermann Herter.

1942 kam das Modell ins Helmhaus, wo im Februar 1943 das Baugeschichtliche Museum der Stadt Zürich eröffnet wurde. 1976 zog das Modell mit dem Archiv ins Haus zum Rech. Seit 2008 kann es in einer neuen Vitrine präsentiert werden

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