Global Navigation

Bahnhofstrasse 74

Der sehr repräsentative Eckbau mit feinmaschig strukturierter Metall-/Glasfassade liegt städtebaulich an exponierter Lage, direkt an der Kreuzung Bahnhofstrasse–Uraniastrasse. Explizit auf Fernsicht konzipiert ist die transparente, vollständig verglaste und erkerartig ausbuchtende Eckpartie – der eigentliche Brennpunkt des Gebäudes mit dem im Sockelgeschoss schräg angeordneten Eingang zu den Verkaufsräumen. 2015 wurde das denkmalgeschützte Gebäude vom Mailänder Architekten Matteo Thun renoviert.

Bahnhofstrasse 74
Ansicht Bahnhofstrasse

Als riesiges vertikales Schaufenster gewährt sie Einblick ins Innenleben; umgekehrt bietet sie den Kunden einen eindrücklichen Blick in die belebten Strassenräume. Das Erdgeschoss und das erste Geschoss sind vollständig verglast und gegenüber den Hauptflächen der Fassaden leicht zurückversetzt. Darüber erheben sich vier weitere Geschosse und ein wiederum leicht zurückspringendes Attikageschoss.

Im Kontrast zum transparenten Erker zeigen sich die Süd- und Westfassaden, welche mit Bronzeelementen feinmaschig und regelmässig strukturiert sind, geschlossen und undurchlässig. Nur im obersten Geschoss, in welchem sich ursprünglich keine Verkaufsflächen, sondern die Lagerräume, die Näherei, die Büglerei sowie der Erfrischungsraum und das Büffet befanden, wechseln sich Fenster mit dunkler Verglasung und Bronzeelementen regelmässig ab.

Das Innere präsentiert sich heute nicht mehr im Originalzustand. Ursprünglich waren die Böden mit Cristallina-Marmor oder Spannteppich, die Decken mit Aluminiumdeckenlamellen ausgestattet – beides jeweils zum Innen- und Aussenraum diagonal verlegt. Ansonsten bestimmen heute noch immer die Raumhülle und die Rolltreppenanlage den Raumeindruck.

Das in den 1970er Jahren vor allem beim Bau von Geschäftshäusern und Banken beliebte und hochwertige Fassadenmaterial Bronze, das bewusste Zusammenspiel von Transparenz und Geschlossenheit der Fassadenteile sowie die gerundeten Gebäudeecken sind die charakteristischen Merkmale des Gebäudes. Architekt Werner Gantenbein hat einige das Stadtbild Zürichs prägende Bauten geschaffen. Dreimal wurde ihm die «Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich» zugesprochen – darunter auch für das Geschäftshaus «Modissa».

  • Bauherrschaft: Modissa AG
  • Architekt: Steiger Concept, Zürich und Matteo Thun, Mailand
  • Ausführung: 2014/2015

Weitere Informationen