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Sozialgeschichtlicher Zeuge

Die beiden Gebäude stehen im Innenhof eines von Schaffhauserstrasse, Jungstrasse, Jungholzstrasse und Gujerstrasse gebildeten Gevierts im von der Blockrandbebauung geprägten, an Oerlikon grenzenden südlichsten Gebiet der Seebacher Schaffhauserstrasse. Dieses Geviert weist entlang der Jungholzstrasse und der Gujerstrasse Blockrandzeilen auf, während an Jungstrasse und Schaffhauserstrasse noch die offene Bebauung aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts besteht. Der Innenhof ist von der Schaffhauserstrasse und der Jungstrasse her zugänglich.

Beim Gebäude Schaffhauserstrasse 419 handelt es sich um ein 1879 erbautes einfaches zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, dessen Fassaden oberhalb eines gemauerten Kellersockels mit einer senkrechten Verbretterung versehen sind. In die Verbretterung einbezogen ist an der Westseite ein äusserer Treppenaufgang ins Obergeschoss. Eine offene hölzerne Laube ziert den Haupteingang im Erdgeschoss.

Mit einer Wohnung im Erdgeschoss, zwei Kleinwohnungen im Obergeschoss und vier Kammern im Dachgeschoss ist das Haus intensiv für Wohnzwecke genutzt. Die zugehörige freistehende Scheune, die heute die Adresse Schaffhauserstrasse 421 trägt, stammt von 1892. Eine umlaufende Verbretterung mit senkrechten Deckleisten bildet deren Fassaden. An der Vorderseite diente ein zweiflügliges Holztor als Tennzugang. Die Scheune wird zu einem Wohnhaus umgenutzt.

Das Wohnhaus wurde von Rudolf Stauber erbaut. 1890 ging es an den Arbeiterverein Oerlikon, 1920 an den Konsum Verein Oerlikon. Ab 1931 gehörte es Jakob Kuhn, welcher die Wirtschaft zur Waag vorne an der Schaffhauserstrasse 413/415 führte. Sein Nachfolger Ernst Kuhn war Milchhändler. Die Scheune wurde vom Arbeiterverein Oerlikon erstellt und gehörte denselben Eigentümern wie das Wohnhaus.

  • Bauherrschaft: Früh Immobilien AG, Wallisellen
  • Architekt: Horber & Boga GmbH, Wallisellen
  • Ausführung: 2015
Innenausbau während der Sanierung.

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