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Archäologie und Geschichte

Wo heute Stadthaus, Fraumünsterpost und die Schweizerische Nationalbank stehen, befanden sich bis ins 19. Jahrhundert eine Königsabtei und ein mittelalterliches Stadtquartier. Die Werkleitungssanierungen förderten Zeugnisse der Vergangenheit des sogenannten Kratzquartiers zutage.

Die Verwandlung eines Quartiers

Detailreich wird das Kratzquartier von Jos Murer dargestellt – bis zu Krätzlern, die auf dem Werkhof der Fraumünsterabtei und auch andernorts am Arbeiten sind. Murer zeigt um 1576 ein lebhaftes Kratzquartier, dessen Ursprung bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht.

Weitere Informationen zur Wandlung des Fraumünsterquartiers vom Altstadt- zum repräsentativen Stadthausquartier finden Sie im Infoblatt 1.

Der Archäologie in den Graben geschaut

Ein Stück eines hölzernen Daubenbechers mit Ritzverzierungen auf der Aussenseite. Es wurde in der Verfüllung eines ehemaligen Umfassungsgrabens gefunden, der das Klosterareal der Fraumünsterabtei begrenzte. Solche Becher waren im Mittelalter die herkömmlichen Trinkgefässe bei Tisch.

Im Infoblatt 2 werden archäologische Funde der ersten sechs Monate aus dem Fraumünsterquartier vorgestellt.

Spätmittelalterlicher Unrat vor der Stadtmauer

Eine Überraschung gab es bei den Ausgrabungen an der Börsenstrasse. Unmittelbar vor der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert kamen äusserst fundreiche Abfallschichten zum Vorschein. Die Funde datieren ins Spätmittelalter und umfassen ein eindrückliches Fundspektrum. 

Das Infoblatt 3 widmet sich der Stadtmauer und den vielfältigen Funden sowie ihrer Bearbeitung.

Bis dass der Tod euch scheidet

Beim Eingang des Stadthauses herrscht in unserer Zeit ein geschäftiges Kommen und Gehen. Wo sich heute Hochzeitsgesellschaften einfinden, wohnten früher die Nonnen und fanden Tote ihre letzte Ruhe. Südlich der Kirche lagen bis um 1900 die Klostergebäude der ehemaligen Fraumünsterabtei.

Das Infoblatt 4 spannt den Bogen von der Gründung des Fraumünsterklosters über dessen Abbruch bis zu den heutigen Überresten im Boden.

Highlights aus dem Graben

Die Stadtarchäologie Zürich führte von Januar 2013 bis April 2014 im Fraumünsterquartier baubegleitende archäologische Ausgrabungen durch. Viel Überraschendes kam dabei zu Tage.

Das Infoblatt 5 stellt zwei Highlights der Untersuchungen vor: die mittelalterliche Klostermauer vor dem Stadthaus und der sogenannte Ausheizofen, der möglicherweise zur Herstellung einer Glocke verwendet wurde.  

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