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Freiraum & Mobilität

Die Freiraumplanung leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen und ökologischen Entwicklung des Letzigebiets. Die Fuss- und Velowege werden ausgebaut, das Gebiet durch den öffentlichen Verkehr besser erschlossen und die Strassenräume aufgewertet.

Freiraum

Der im Gebiet Letzi laufende Prozess der Verdichtung und Umnutzung erfordert Massnahmen zur Etablierung eines tragfähigen Freiraumgerüsts, welches den Erholungsbedürfnissen der heutigen wie auch der zukünftigen Bevölkerung, aber auch der Erwerbstätigen gerecht werden kann. Grundlage für diese Massnahmen ist das Freiraumkonzept Letzi.

Erholung und Gestaltung

  • Das Letzi soll flächendeckend eine gute Freiraumversorgung aufweisen.
    Freiraumversorgungskarten
  • Die Freiräume sind von hoher Erholungsqualität und durch ein eigenes, von den stark befahrenen Strassen unabhängiges, feinmaschiges Fuss- und Velowegnetz verbunden.
  • Der Charakter der Freiräume verstärkt die Eigenheiten der Inseln und die Kontraste von Insel zu Insel. Baugeschichtliche Zeugen, z.B. Geleise und ihre Trassees, historische Anlagen, bleiben erhalten.
  • Die stark durchgrünten Nord-Süd-Verbindungen («Korridore»), die in Ost-West-Richtung querenden Verkehrsachsen («Achsen»), die grossen öffentlichen Freiräume («Kristallisationspunkte») und der südliche Bereich des SBB-Gleisfeldes («Gleisufer») bilden zusammen das tragende Freiraumgerüst des Letzi.
  • Das Auslaufen der Hangtopografie vom Uetliberg ins Gebiet Letzi und die vom Gleisfeld ausgehende, gegenläufige Bewegung ökologischer Korridore werden betont, Sichtachsen werden erhalten und neu geschaffen.

Ökologie

  • Die vom Uetliberg talwärts laufenden Gehölze und Bäche und die kargen, ruderalen Flächen des Gleisfelds und der Industriegleise sind wertvolle Lebensräume. Sie sollen im Sinne des ökologischen Ausgleichs und der Vernetzung erhalten und gezielt ergänzt werden.

Verkehr

Plan Erschliessungsgüte Mobilität

Die Hauptachsen Hohlstrasse, Bullinger-/Baslerstrasse, Badenerstrasse und Gut-/Albisrieder-/Rautistrasse durchqueren das Letzi in Ost-West-Richtung.

Erschliessung durch den ÖV

Die zwei Tram- sowie verschiedene Bus- und Quartierbusverbindungen erschliessen das Letzigebiet grösstenteils. Im Bereich Luggwegstrasse/ Zollfreilager sowie zwischen Hohl- und Badenerstrasse (Abschnitt Nora- bis Freihofstrasse) besteht eine Unterversorgung.

Durch die laufenden Nutzungsänderungen, zum Beispiel beim Zollfreilager, muss die Anbindung an das öV-Netz verbessert werden. Zum einen durch Frequenzerhöhungen der bestehenden Buslinien, zum anderen werden längerfristig Bus- durch leistungsfähigere Tramlinien ersetzt.

Gleichzeitig wird das Gebiet durch die Verlängerung der Tramlinie 8 über die Hardbrücke an Zürich-West und durch den Bau der Limmattalbahn ans Limmattal angebunden.

Fuss- und Velowegnetz ausbauen

Ein feinmaschiges Fuss- und Velowegnetz verbindet die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs mit den Freiräumen, den Geschäftshäusern, den Wohnungen und den Schulhäusern.

Dieses wichtige Wegenetz stellt nicht nur die gebietsinterne Durchlässigkeit sicher, sondern auch die Anbindung an andere Stadtteile, und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Umgestaltung von Strassen

Auf Initiative von AnwohnerInnen wurde im Blüemliquartier/Letzi im Jahre 2005 die erste Begegnungszone der Stadt Zürich eingeweiht.

Im Zusammenhang mit den flankierenden Massnahmen zur Westumfahrung erfährt die Bullingerstrasse eine Fahrstreifenreduktion und wird mit Tempo 30 betrieben, ebenfalls wird der Hardplatz fussgängerfreundlicher gestaltet.

Für Rauti-, Flur und Albisriederstrasse laufen Vorstudien zu Sanierungen und Umgestaltungen, die ebenfalls Verbesserungen für den Langsamverkehr vorsehen.

Durch weitere Studien sollen auch für die Hohl-, Badener- und Baslerstrasse  Aufwertungspotentiale abgeklärt werden.

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