Global Navigation

Thurgauerstrasse

In Leutschenbach soll ein neuer, lebendiger und gut durchmischter Quartierteil mit innovativen, zukunftsweisenden Nutzungsformen entstehen. Vorgesehen sind eine Schule, ein Quartierpark, ungefähr 700 Wohnungen sowie Gewerbeflächen. Die Testplanung ist abgeschlossen und das städtebauliche Konzept wurde im Mai 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die darauf aufbauenden Gestaltungspläne wurden von Oktober bis Dezember 2016 öffentlich aufgelegt.

Modellfoto mit Nutzungsverteilung (Testplanung Thurgauerstrasse West, Meili & Peter Architekten AG, Zürich)
Modellfoto mit Nutzungsverteilung (Testplanung Thurgauerstrasse West, Meili & Peter Architekten AG, Zürich)

Das rund 65'000 m2 grosse Areal Thurgauerstrasse stellt eine der grössten Baulandreserven der Stadt Zürich dar und hat eine wichtige Funktion in der weiteren Stadtentwicklung und inneren Verdichtung Zürichs. Etwa 1'800 Menschen werden im neuen Quartierteil leben können.

Die Stadt Zürich beabsichtigt, auf dem Areal einen lebendigen und identitätsstiftenden Quartierteil zu entwickeln, der mit einer guten Durchmischung überzeugt und den kommunalen Vorgaben bezüglich dem Erhalt und der Erhöhung preisgünstiger Wohnungen und Gewerberäume, den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft sowie den kantonalen Wachstumsvorgaben gerecht wird.

Testplanung

Planungsperimeter und Standort Schulhaus
Planungsperimeter

Der Planungsprozess startete 2014 mit einem Testplanungsverfahren, bei dem die Vision des neuen Quartierteils konkretisiert wurde. Das Verfahren wurde unter der Leitung des Amts für Städtebau mit drei interdisziplinären Planungsteams und einem breit zusammengesetzten Begleitgremium durchgeführt.

Der Prozess erfolgte dabei in enger Abstimmung mit dem Quartier: In Informationsveranstaltungen wurden ausgewählte Dialoggruppen aus dem Quartier angehört und hre Anliegen soweit als möglich in den Konzeptentwürfen berücksichtigt.

Als Ergebnis der Testplanung wurde im Frühjahr 2015 das städtebauliche Konzept des Teams um Meili & Peter Architekten AG, Zürich als Grundlage für den Gestaltungsplan ausgewählt.

Gestaltungspläne

Basierend auf dem städtebaulichen Konzept wurden zwei öffentliche Gestaltungspläne sowie gleichzeitig eine Zonenplanänderung erarbeitet. Die Vorlagen wurden vom 21. Oktober bis am 20. Dezember 2016 im Amtshaus IV öffentlich aufgelegt und waren zudem online verfügbar. Während dieser Zeit konnte sich die Bevölkerung zur Vorlage äussern. Gegenwärtig befinden sich die Gestaltungspläne in der Überarbeitung.

Nach der Inkraftsetzung der öffentlichen Gestaltungspläne wird die Stadt die Baurechte ausschreiben. Anschliessend erfolgt die Projektentwicklung mit der Durchführung von Architekturwettbewerben, wobei die Wettbewerbe für das Schulhaus und den Quartierpark bereits parallel zum Gestaltungsplanverfahren durchgeführt werden.

Wettbewerb Schulanlage

Das Ergebnis aus dem Wettbewerb für das Schulhaus wurde der Öffentlichkeit am 8. Dezember 2017 präsentiert.

Nach einer anonymen Überarbeitungsphase mit drei der 79 teilnehmenden Teams hat sich das Preisgericht für den Lösungsansatz von Bollhalder Eberle Architektur (Zürich), Pauli Stricker GmbH Landschaftsarchitekten (St. Gallen) und Borgogno Eggenberger + Partner AG (St. Gallen) entschieden. Das Team überzeugte mit einem L-förmigen, fein gegliederten, niedrigen Baukörper, der sich gut in die Nachbarschaft einfügt und das Raumprogramm der Schule kinderfreundlich und flexibel für künftige Nutzungen umsetzt.

Der «Lebensraum Schule» hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Mit dem Neubau der Schulanlage Thurgauerstrasse für rund 400 Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsgebiet Leutschenbach ergibt sich eine weitere Gelegenheit, bis 2024 ein modernes und zukunftsgerichtetes Schulhaus nach den Grundsätzen der 2000-Watt-Gesellschaft zu realisieren, das sowohl den aktuellen pädagogischen Anforderungen als auch den baulichen Nachhaltigkeitsvorgaben (Minergie-P-ECO) entspricht.

Weitere Informationen