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Hans Josephson, «Drei Liegende», 2005, Foto: Martin Stollenwerk
Hans Josephson, «Drei Liegende», 2005, Foto: Martin Stollenwerk

Markante Körper

Seit den vierziger Jahren beschäftigt sich Hans Josephson intensiv mit der menschlichen Figur. Umrisse und Proportionen der Figuren und der souveräne Umgang mit Raum und Komposition verweisen auf ein intensives Studium älterer Kunst. So ausschliesslich Josephson sich mit der menschlichen Figur auseinandersetzt, so konsequent ist er auch in der Verwendung des Materials und im Einsatz der Technik. Gips wird mit Messer, Spachtel und einem groben Beil bearbeitet, es entstehen markante Körpervolumen mit schroffen Oberflächen. Viele der Gipse werden über Jahre immer wieder bearbeitet, bis sie dann in Bronze gegossen werden. Peter Märki, der Architekt des Schulhauses Im Birch und ein Weggefährte, hat Hans Josephson ein Privatmuseum in Giornico gebaut (Fondazione la Congiunta). Josephsons Liegende entsprechen einem klassischen Verständnis der «drop sculpture». Das Schulhaus Im Birch war aber bei seiner Eröffnung Schauplatz einer Kunst-und-Bau-Intervention, die den herkömmlichen Rahmen sprengte: Während eines Tages fanden dort 2004 an verschiedenen Orten Performances statt, unter reger Beteiligung der Schülerinnen und Schüler sowie der Quartierbevölkerung. («Live Art», mit Yan Duyvendak, Heinrich Lübbers, San Keller, Köppl/Zacek, Katja Schenker, Maren Strack u.a.).

Sibylle Omlin

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