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Olafur Eliasson, «Ohne Titel», 2003, Foto: Hannes Henz
Olafur Eliasson, «Ohne Titel», 2003, Foto: Hannes Henz

Lichtspiele

Eliassons Konzept besteht in einer Art Sonnenuhr als Spiel mit farbigem Licht. Der Künstler arbeitet dabei mit einfachen technischen Mitteln, die experimentell angeordnet sind: Auf einer Länge von 80 Metern werden acht Farbgläser entlang des nördlichen Flachdaches montiert. Im Abstand von zehn Metern steht eine drei auf zwei Meter grosse Konstruktion aus mehreren verschieden geneigten Spiegelflächen. Von hier aus wird einfallendes Sonnenlicht so reflektiert, dass es an die gegenüberliegende Fassade des Hauptbaukörpers geworfen wird. Die bunten Gläser schieben sich als farbige Filter dazwischen und erzeugen einen Wechsel von weissem und farbigem Licht. In unterschiedlicher Grösse und Intensität schimmern die Lichtpunkte, überlagern sich, wandern mit dem Lichteinfall und gruppieren sich zu immer neuen Formationen. Das Ausloten des Mediums Licht, das in Eliassons Schaffen einen zentralen Platz einnimmt, macht den Werkhof zu einem Erfahrungs-Ort, der Raum, Zeit und Veränderung bewusst werden lässt.

Iris Kretzschmar

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