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Franziska Koch, «Badetuch», 2006, Foto: Luca Zanier
Franziska Koch, «Badetuch», 2006, Foto: Luca Zanier

Eine feine Skulptur

Es ist, was es ist: ein Badetuch, tropfend, von der Brüstung hängend. Und doch ist alles anders. Das Tuch, aus silbernem Metall gegossen, das vermeintliche Gewebe entsprechend nicht vom Wasser getränkt, aber mit unsichtbaren Kanälen versorgt, die für den stetigen Fluss des Nass sorgen. Eigentlich also ist das Badetuch ein Brunnen. Das Badetuch wiederum gehört zur Grundausstattung der Besucherinnen und Besucher des Freibads und diesem wiewohl unersetzlichen, aber letztlich auch banalen Utensil hat Franziska Koch ein Denkmal gesetzt. Dabei handelt es sich nicht um eine «zelebrierende und pathosgeladene Geste - vielmehr geht es hier um eine feine Skulptur, die eine alltägliche Handlung des Lebens im Freibad einfriert und thematisiert».

Giovanni Carmine

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