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Soundscapes Hörlandschaften, 2007, Netzhammer / Schurer

Yves Netzhammer / Bernd Schurer, «Soundscapes/Hörlandschaften», 2007, Foto: Françoise Caraco
Yves Netzhammer / Bernd Schurer, «Soundscapes/Hörlandschaften», 2007, Foto: Françoise Caraco

Tönende Tierwelt

Je länger Sie sich ruhig verhalten, umso grösser die Chance, dass sich die Klänge der «Soundscapes/Hörlandschaften» ausbreiten. Die Kunst-und-Bau-Intervention von Yves Netzhammer und Bernd Schurer ist nämlich so angelegt, dass die an die Wasserwelt gemahnenden Geräusche und Laute sich erst einstellen, wenn die Sensoren in der Umgebung Stille registrieren. Und je länger die Stille dauert, desto lauter und verschiedenartiger werden die Geräusche.

Die Klangwelt wird künstlich von einem Computerprogramm generiert. Yves Netzhammer hat in einer Bodenzeichnung den Kreaturen des Wassers eine Gestalt gegeben. «Soundscapes/Hörlandschaften» wurde ursprünglich für die drei Schulhäuser Luchswiesen, Falletsche und Hirzenbach konzipiert. Ist es im Hirzenbach das Wasser, sind es im Luchswiesen das Land, im Falletsche die Luft und die Populationen dieser Lebensräume. Die Geräuschkulisse variiert entsprechend. Leider konnte sich die Arbeit als Ganzes nicht in den Schulbetrieben behaupten und wurde in den Schulhäusern Falletsche und Luchswiesen zurück gebaut. Geblieben sind dort lediglich die Zeichnungen der fabelhaften Luft- und Erdwesen. Auch in dieser reduzierten Form berührt die Hörlandschaft im Hirzenbach und belohnt jene, die für einen Moment innezuhalten vermögen.

Claudia Pantellini

© Kunstsammlung der Stadt Zürich / Fachstelle Kunst und Bau

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