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Intervention im Amtshaus Wiedikon, 2011, Martin Kaufmann

Ein doppelter Reichsapfel
Martin Kaufmann, «Ohne Titel», 2011, Foto: Martin Kaufmann

Von Äpfeln und Sternen

Das Amtshaus Wiedikon wurde anlässlich seines Umbaus nicht nur von den Architekten genauestens vermessen. Auch Martin Kaufmann hat das Haus einer gründlichen Recherche unterzogen. Eine seiner Erkenntnisse: Die Ausrichtung des Hauses bezüglich der Nord-Süd-Achse beträgt 36 Grad. Gleichzeitig entsprechen diese 36 Grad dem Winkel eines Pentagramms, wie es sich auch im Kerngehäuse eines Apfels zeigt. Horizontal halbiert präsentiert der Apfel sein Kerngehäuse als Stern, der einer Windrose ähnelt und so Orientierung verspricht. Der halbierte Apfel ziert die Glasscheiben in den Wartezonen des Amtshauses. Der Apfel steht auch in enger Beziehung zu Wiedikon, als Reichsapfel ist er im Wappen von Wiedikon präsent und taucht in Variationen in Kaufmanns Werk auf. Die kleinen wie die grossen Dinge in und um das Amtshaus haben Eingang in den faszinierenden Bilderkosmos gefunden. Dieser erstreckt sich über die Wartezonen in den vier Etagen und in den Korridoren. Martin Kaufmanns Werk im Amtshaus Wiedikon wird von der Kunsthistorikerin Caroline Kesser in einer Publikation der Fachstelle detailliert beschrieben.

Claudia Pantellini

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