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Cesare Ferronato, «Figurengruppe», 1957, Foto: zVg, Kunstsammlung Stadt Zürich
Cesare Ferronato, «Figurengruppe», 1957, Foto: zVg, Kunstsammlung Stadt Zürich

In die Welt gehen

Cesare Ferronato schuf die fast drei Meter grosse Skulptur «Werkjahr» 1958 im Auftrag der Stadt Zürich. Die aus grünem Kunststein gegossene Figurengruppe ist eine frühe Arbeit von Ferronato. Heute, so sagt der Künstler, würde er sie stärker und weniger rund ausformulieren. Der kolossale Mann mit Arbeitsschürze – ein Lehrmeister? – blickt auf die Wehntalerstrasse vor dem ehemaligen Werkjahr-Schulhaus. Dieses bot, so wie die heute dort ansässige Fachschule Viventa, Berufsvorbereitungsjahre für Jugendliche an. Dicht hinter dem Mann, Rücken an Rücken, steht eine etwas kleinere, aber nicht minder imposante weibliche Person. Zu ihren beiden Seiten schmiegen sich zwei junge Männer an die Frau – die Mutter? – die ihre Hände im Schoss verschränkt hält. Mit einem Bein und einem Arm lösen sie sich bildlich von ihrem Daheim und begeben sich in die Welt der Arbeit. Dort wartet der Lehrmeister, der nicht nur Erfahrungen zum neu zu erlernenden Beruf bereithält, sondern auch mit seiner Lebenserfahrung die jungen Männer in Empfang nimmt. Der 1927 geborene Künstler Cesare Ferronato arbeitet noch heute in seinem Höngger Atelier und reist regelmässig nach Italien, ins Hinterland von Rimini, wo er und seine Frau im Sommer künstlerisch tätig sind.

Charlotte Tschumi

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