Global Navigation

Sabina Lang / Daniel Baumann, «Brunnen», 2002, Foto: zVg Kunstsammlung, Stadt Zürich
Sabina Lang / Daniel Baumann, «Brunnen», 2002, Foto: zVg Kunstsammlung, Stadt Zürich

Ein starkes Zeichen

2002 wurde der Schaffhauserplatz umgestaltet. Die heute nicht mehr existierende städtische Brunnenkommission schrieb damals einen Wettbewerb für einen neu zu gestaltenden Brunnen aus. Lang/Baumann erfüllten die geforderten Kriterien für den stark frequentierten öffentlichen Verkehrspunkt am besten: Der aus schwarz eingefärbtem Beton gegossene Brunnen ist reinigungsfreundlich und chemikalienbeständig. Er setzt ein starkes visuelles Zeichen, bietet dennoch freie Sicht zwischen den Tramlinien und gewährleistet die unverstellte Durchgangsbreite von drei Metern, damit maschineller Strassenunterhalt möglich ist. Seine Wasservorhänge fliessen nur deshalb so dicht, weil im Untergrund ein Reservoir von 1600 Litern und eine Pumpe dafür sorgen, dass rund 1300 Liter Wasser pro Minute umgewälzt werden. Die Umrisse des Beckens formen eine kleine Sitzbank, die Gross und Klein zum Verweilen einlädt. Durstige erhalten Trinkwasser aus einer separaten kleinen Wasserfontäne. Dem Künstlerpaar L/B, das seit 1991 zusammenarbeitet, ist es gelungen, die hohen technischen Anforderungen so umzusetzen, dass es ihre eigenen Qualitätskriterien nicht verraten musste und sich der Brunnen gut in die Formensprache ihres Gesamtwerks einfügt.

Charlotte Tschumi

Weitere Informationen