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Thomas Ehrler, «Windharfe», 2003
Thomas Ehrler, «Windharfe», 2003

Ein Ort der Erinnerung

Seit 2003 gibt es auf dem Friedhof Nordheim ein Gemeinschaftsgrab für totgeborene und kurz nach der Geburt verstorbene Kinder. Der Bildhauer Thomas Ehrler hat in der Nähe der bestehenden Kindergräber einen Ort geschaffen, an dem die sogenannten Engelskinder oder Sternenkinder ihren Erinnerungsplatz haben. Vier Treppenstufen führen auf eine kleine Plattform mit einer niedrigen Mauer, auf der die Namen der Kinder in Farbe eingraviert sind und Erinnerungsstücke wie Plüschtiere, Kerzen, Herzen, Engel und Abschiedszeilen hinterlegt sind. Flankiert wird die kleine Zeremoniestätte von einem gebogenen Eisenprofil, bestehend aus 52 Eichenholz-Pendeln in Regenbogenfarben. Rund um diese «Harfe» finden sich bunte Windräder und andere Trauerobjekte. Der Wind soll die Harfe zum Klingen bringen. Der ganz in Marmor gehaltene Platz des «Gemeinschaftsgrabes für die ganz Kleinen» ist ein Ort der Trauer, der Ruhe und des Trostes. Das Gesamtprojekt «Windharfe» ging aus einem Kunst-und-Bau-Wettbewerb unter drei Kunstschaffenden hervor.

Charlotte Tschumi

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