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Wettbewerb Schulanlage Entlisberg

Die Schulanlage Entlisberg in Zürich-Wollishofen soll bis 2028 erweitert werden. Das Siegerprojekt «King Julien» von Darlington Meier Architekten und Schmid Landschaftsarchitekten zeigt souverän, wie ein ökologisch vorbildliches Gebäude mit geringem Fussabdruck in den schützenswerten Bestand gebaut werden kann.

Visualisierung Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Visualisierung: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)
Visualisierung Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Visualisierung: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)
Situationsplan Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Plan: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)
Situationsplan Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Plan: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)
Konstruktionsschnitt Fassade Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Plan: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)
Konstruktionsschnitt Fassade Schulanlage Entlisberg Siegerprojekt KING JULIEN (Plan: Darlington Meier Architekten AG, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung  
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Darlington Meier Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Schmid Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich
  • Haustechnik
    RMB Engineering AG, Zürich
  • Brandschutz
    Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See
  • Nachhaltigkeit
    durable Planung und Beratung GmbH, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 mit 52 Teilnehmenden, (zweistufig, anonym), Januar 2023

Um dem wachsenden Schulraumbedarf gerecht zu werden, soll die historische Schulanlage Entlisberg in Zürich-Wollishofen mit einem Neubau für neun zusätzliche Primarschul- und zwei Kindergartenklassen erweitert werden. Künftig können damit auf der Anlage insgesamt 18 Primar- und 2 Kindergartenklassen im Tagesschulbetrieb unterrichtet werden. Nebst Unterrichtsräumen bietet der Neubau Raum für die Betreuung und Verpflegung der rund 440 Kinder sowie für den Musikunterricht der Musikschule Konservatorium Zürich. Die neue Einfachsporthalle wird ausserhalb der Schulzeiten auch für den Vereinssport zur Verfügung stehen. Zudem soll die neue Holzheizanlage des Elektrizitätswerks Stadt Zürich (ewz) im Untergeschoss des Erweiterungsbaus das Quartier mit erneuerbarer Energie versorgen.

Ausgewogenheit zwischen Bestandsbauten und Erweiterung

Der Umgang mit dem Areal und seinem wertvollen Baumbestand, einem schützenswerten Schülergarten und seiner Bedeutung für die lokale Grünraumversorgung stellte die eigentliche Herausforderung an die 52 teilnehmenden Teams dar. Für die meisten galt abzuwägen, den Neubau entweder auf Kosten von wertvollem Grünraum langgestreckt und niedrig zu halten, oder aber kompakter und höher zu bauen und eventuell einen optischen Konflikt mit dem Altbau in Kauf zu nehmen. 

Dem Siegerteam gelang es mit seinem Projekt «King Julien», diesen Widerspruch zu lösen und überzeugte mit einem kompakten und in verschiedener Hinsicht (Aussenraum, Flächen, Material, Energie) ressourcenschonenden und gut platzierten Gebäude. Der gesamte Baumgürtel und die Grünanlage bleiben erhalten. Durch diese überzeugende Lösung wird letztere aufgewertet – insbesondere der im Quartier beliebte öffentliche Spielplatz – und es werden vielfältige Aussenräume mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten geschaffen. Das bestehende zweigeschossige Schulgebäude aus der Nachkriegszeit (im Inventar schützenswerter Bauten von kommunaler Bedeutung) wird durch den viergeschossigen Neubau keineswegs konkurrenziert. Es entsteht vielmehr eine reizvolle Ausgewogenheit: Die feingliedrige Holzfassade lehnt sich an den Altbau an, und der freundliche Neubau integriert sich ins Wohnquartier, ohne die prägende Bedeutung eines Schulhauses zu vernachlässigen. 

Sparsame, klare Raumanordnung

Insgesamt gelang die Umsetzung des im Wettbewerb geforderten Raumprogramms dank einer klaren und sparsamen Anordnung der einzelnen Nutzungen: Der Kindergarten ist im Erdgeschoss angesiedelt, autonom mit eigenem Aussenraum und doch gut mit dem Gebäude verknüpft. Hier befinden sich auch Zimmer für den Unterricht der Musikschule Konservatorium Zürich. Die Pausenflächen haben einen gedeckten Aussenbereich. Im ersten Obergeschoss liegen die Mensa und die Grossküche. Eine geschwungene Aussentreppe führt vom Verpflegungsbereich direkt ins Freie. Die in vier Cluster organisierten Unterrichts- und Tagesschulbereiche im zweiten und dritten Obergeschoss lassen sich flexibel zusammenschliessen und garantieren so eine vielfältige und langfristige Nutzbarkeit. Die Einfachturnhalle im Untergeschoss wird mittels Oblichtern mit Tageslicht versorgt. Sie steht ausserhalb der Unterrichtszeiten auch dem Vereinssport zur Verfügung. 

Kompakter Bau mit minimalem Fussabdruck

Der kompakte Baukörper mit seinem minimalen Fussabdruck wahrt nicht nur den Aussenraum, sondern verursacht – trotz der unterirdischen Einfachturnhalle – von allen Wettbewerbsbeiträgen der engeren Wahl am wenigsten Treibhausgasemissionen. Ausserdem schafft er gute Möglichkeiten für eine Photovoltaikanlage. Die Ausführung der modularen Skelettstruktur ist in Holz-Beton-Hybridbauweise und aus ökologischen Baustoffen geplant. Mit seiner Dachbegrünung und dem ohnehin grosszügigen und biodiversen Grünraum leistet das Projekt einen Beitrag zur lokalen Hitzeminderung. Die Bedeutung der Schulanlage im Quartier wird durch die Erweiterung gestärkt.

Rangierte Projekte

Visualisierung KING JULIEN
Visualisierung KING JULIEN

KING JULIEN

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Darlington Meier Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich

Visualisierung PICCOLO GIARDINO
Visualisierung PICCOLO GIARDINO

PICCOLO GIARDINO

2. Rang | 2. Preis

  • Architektur
    Bollhalder + Eberle AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    SIMA | BREER GmbH, Winterthur
Visualisierung WIDDEWIDDEWIT
Visualisierung WIDDEWIDDEWIT

WIDDEWIDDEWIT

3. Rang | 3. Preis

  • Architektur 
    10:8 Architekten GmbH, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Hager Partner AG, Zürich
Visualisierung DOPPELHAS
Visualisierung DOPPELHAS

DOPPELHAS

4. Rang | 4. Preis

  • Architektur
    Liechti Graf Zumsteg Architekten ETH SIA BSA AG, Brugg
  • Landschaftsarchitektur
    David & von Arx Landschaftsarchitektur, Solothurn
Visualisierung GIARDINO SEGRETO
Visualisierung GIARDINO SEGRETO

GIARDINO SEGRETO

5. Rang | 5. Preis

  • Architektur
    Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    PR Landschaftsarchitektur GmbH, Arbon
Visualisierung IM GRÜNEN
Visualisierung IM GRÜNEN

IM GRÜNEN

6. Rang | 6. Preis

  • Architektur
    ARGE Märki Sahli Architekten GmbH /
    Kalliopi Stanimir Architekten, Bern
  • Landschaftsarchitektur
    extrā Landschaftsarchitekten AG, Bern
Visualisierung PAPILLON
Visualisierung PAPILLON

Modellfotos: Dominic Büttner, Zürich

PAPILLON

7. Rang | 7. Preis

  • Architektur
    Anne Hangebruch Mark Ammann Architekten GmbH, Zürich

Weitere abgeschlossene Wettbewerbe

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