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Wettbewerb Tramhaltestelle Bahnhofquai

Die Tramhaltestelle Bahnhofquai als zentrale Schnittstelle für Pendlerinnen und Pendler zwischen Hauptbahnhof, Altstadt und Hochschulgebiet soll instandgesetzt und erweitert werden. Das Team von Joos & Mathys Architekten AG aus Zürich und Ferrari Gartmann AG aus Chur hat mit seinem Projekt «EGENDER» gewonnen.

Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER – Perronauftakt Seite Landesmuseum (Visualisierung: Joos & Mathys Architekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER – Perronauftakt Seite Landesmuseum (Visualisierung: Joos & Mathys Architekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Ansicht Perronauftakt mit Kiosk (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Ansicht Perronauftakt mit Kiosk (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Perrondach (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Perrondach (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Perronaufgang bahnhofseitig (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Visualisierung Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Perronaufgang bahnhofseitig (Visualisierung: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Grundriss EG (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Grundriss EG (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Ansicht auf Bahnhof (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Ansicht auf Bahnhof (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Konstruktionsschnitt (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)
Tramhaltestelle Bahnhofquai Siegerprojekt EGENDER - Konstruktionsschnitt (Plan: Joos & Mathys Achitekten AG, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Verkehrsbetriebe Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Joos & Mathys Architekten AG I ETH SIA BSA, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Ferrari Gartmann AG, Chur

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym) 2020.
  • Politischer Prozess
    Projektierungskredit genehmigt

Die Bedeutung der Haltestelle Bahnhofquai kommt einer Visitenkarte der Stadt Zürich gleich: die Schnittstelle zwischen Hauptbahnhof, Altstadt und Hochschulgebiet ist zentraler Umsteigeort für Pendlerinnen und Pendler und Ankunftsort für Stadtbesucherinnen und -besucher. Rund 44 000 Fahrgäste nutzen die Haltestelle täglich, wodurch sie zu den meistfrequentierten in der Stadt Zürich zählt. Im Zuge der Gleissanierung und des Umbaus zu einer hindernisfreien Haltestelle soll dieser Verkehrsknoten aufgewertet werden. Die Erweiterung soll im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft einen niedrigen Energiebedarf in der Erstellung, im Betrieb und Unterhalt aufweisen. Auf den Perrondächern ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.

Erweiterung in engem Dialog mit dem Bestand

Das Siegerteam hat die Tramhaltestelle im Sinne der bestehenden filigranen und sachlich schlichten Wartebereiche beim Bahnhofquai elegant weiterentwickelt und zu einem neuen hindernisfrei zugänglichen Ganzen verbunden. Der Erweiterungsvorschlag bietet zudem die geforderte Transparenz zwischen Bahnhof, Landesmuseum und Limmat und schafft geschützte Bereiche mit angenehmer Aufenthaltsqualität für die Wartenden. Besonders überzeugt haben die Linienführung der Haltestellendächer in Fortsetzung des Bestands, die gute Möblierung und Beleuchtung, die ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, sowie die dem Ort angemessen gestalteten Übergangsbereiche zum Hauptbahnof, Shopville oder Landesmuseum. Abgerundete Glaselemente dienen dem Witterungsschutz an den Perronaufgängen und an den Kopfbereichen der Haltestelle, setzen dort einen Akzent und schaffen gleichzeitig neue identitätsstiftende Ankunftsbereiche.

Baukultureller Zeitzeuge von Verkehrsinfrastruktur der 1950er-Jahre

Die bestehende Tramhaltestelle Bahnhofquai wurde von 1952 bis 1954 nach den Plänen der Gebrüder Hans und Kurt Pfister in einer für die Nachkriegszeit typischen filigranen Konstruktion aus Stahl und Glas gestaltet. Sie zeugt vom Anspruch Zürichs, seine Verkehrsinfrastrukturbauten mit einer sorgfältig auf den spezifischen Ort abgestimmten Kleinarchitektur im Stadtbild zu verankern. Sie wurde gebaut, als die wasserbautechnische Regulierung der Limmat und die Verkehrsführung für Motorfahrzeuge zwischen Bahnhofplatz, Bahnhofbrücke und Central neu angelegt worden war. Interessant ist, dass die Gebrüder Pfister damals ein neuartiges Tragsystem für diese Tramhaltestelle angewendet haben, das ursprünglich für Tribünenüberdachungen in Stadien entwickelt wurde. Die beiden Tramwartehallen am Bahnhofquai erfüllen gemäss Einschätzung der städtischen Denkmalpflegekommission aufgrund ihrer städtebaulichen, baukünstlerischen und typologischen sowie wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Bedeutung alle Kriterien für ein Schutzobjekt.

Rangierte Projekte

Situationsmodell EGENDER
Situationsmodell EGENDER

EGENDER

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Joos & Mathys Architekten AG I ETH SIA BSA, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Ferrari Gartmann AG, Chur

Situationsmodell BARRACUDA
Situationsmodell BARRACUDA

BARRACUDA

2. Rang | 2. Preis

  • Architektur 
    GFA Gruppe für Architektur GmbH, Zürich mit
    BGS & Partner Architekten AG, Rapperswil
  • Bauingenieurwesen
    Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich
  • Lichtplanung
    fokusform GmbH, Zürich
Situationsmodell ESPADA
Situationsmodell ESPADA

ESPADA

3. Rang | 3. Preis

  • Architektur
    Camenzind Bosshard Architekten AG ETH SIA mit Gretener Bauplanung GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    APT Ingenieure GmbH, Zürich
  • Lichtplanung
    Lichtbau GmbH, Bern
Situationsmodell WOGE
Situationsmodell WOGE

WOGE

4. Rang | 4. Preis

  • Architektur
    Graser Architekten, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Weitere Projekte

Situationsmodell UNAGI
Situationsmodell UNAGI

UNAGI

 

  • Architektur
    Markus Schietsch Architekten GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Dr. Neven Kostic GmbH, Zürich
Situationsmodell INSEL
Situationsmodell INSEL

INSEL

 

  • Architektur
    Pfister Schiess Tropeano Architekten AG, Zürich mit Takt Baumanagement AG, Zürich  
  • Bauingenieurwesen
    Conzett Bronzini Partner AG, Chur
Situationsmodell QUARTETT
Situationsmodell QUARTETT

QUARTETT

 

  • Architektur 
    S2 Architekten GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    APT Ingenieure GmbH, Zürich
Situationsmodell BAHNHOFQUAI
Situationsmodell BAHNHOFQUAI

BAHNHOFQUAI

  • Architektur 
    Fiechter & Salzmann Architekten GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich

Situationsmodell GESCHWISTER
Situationsmodell GESCHWISTER

GESCHWISTER

 

  • Architektur 
    Müller & Truniger Architekten, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Synaxis AG, Zürich
  • Lichtplanung
    Reflexion AG, Zürich
Situationsmodell TEC-TO
Situationsmodell TEC-TO

Modellfotos © Dominik Zietlow, Zürich

TEC-TO

 

  • Architektur 
    Gut & Schoep Architekten, Zürich mit
    HSSP AG Baumanagement, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich

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