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Wettbewerb Wohnsiedlung Probstei Ost + West

Die Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof will ihren Wohnungsbestand in Zürich-Schwamendingen erweitern und erneuern. Sie hat das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich beauftragt, einen Architekturwettbewerb für einen Ersatzneubau der Wohnsiedlung Probstei West und Ost durchzuführen. Diesen Wettbewerb hat das Team von MMMR Architekten aus Zürich gewonnen.

Situationsmodell Wohnsiedlung Probstei Ost + West Siegerprojekt THE THREE MAGNETS (Foto: Tom Licht Photography, Zürich)
Situationsmodell Wohnsiedlung Probstei Ost + West Siegerprojekt THE THREE MAGNETS (Foto: Tom Licht Photography, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof
  • Wettbewerbsorganisation
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    MMMR Architekten, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 mit 20 Teilnehmenden, (einstufig, anonym), Mai 2022

Die Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof leistet mit der massvollen und sozialverträglichen Verdichtung einen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem preisgünstigem Wohnraum in der Stadt Zürich. Unter dem Motto «preisWERTIG: ökonomisch, ökologisch und sozial» will die Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof ihren Wohnungsbestand erneuern und erweitern. Die 36 Reihenhäuser an der Dübendorfstrasse aus dem Jahr 1945 sollen durch Neubauten mit rund 135 Wohnungen ersetzt werden. Zeitgemässe Schalt- und Gästezimmer, ein Gemeinschaftsraum, Ateliers und ein Doppelkindergarten sollen zu einem lebendigen, flexiblen und familienfreundlichen Siedlungsangebot beitragen. Im Rahmen eines durch die Siedlungsgenossenschaft organisierten Mitwirkungsprozesses war die genossenschaftsinterne «Projektgruppe Probstei» an der Erarbeitung der Rahmenbedingungen sowie beim Wettbewerbsprogramm für den Architekturwettbewerb beteiligt.

Gartenstadtgedanke lebt weiter

Das Siegerprojekt «THE THREE MAGNETS» leistet einen Beitrag zur Modernisierung der Gartenstadt Schwamendingen. Drei siebengeschossige kompakte Gebäudezeilen sind nahe der Dübendorfstrasse platziert und damit in grösstmöglichem Abstand zu den geschützten Bauten der Gründeretappe. Dank dem Bezug zu der vor Ort vorhandenen Siedlungsarchitektur – Schrägdach, Gaube, Dacheinschnitt, Erker und Vordach – gelingt eine gute Eingliederung ins Quartier. Im östlichen Abschnitt sind aus Rücksicht auf die Nähe der Nachbarbauten beide Volumen ein Geschoss niedriger. Im tieferen Parzellenbereich im Westen, schliesst ein Kopfbau das Ensemble zur Nachbarparzelle hin ab. Entlang der Strasse lockern transparent gestaltete Eingangsbereiche die Gebäudewand auf und lassen regelmässige Durchblicke in den Hof zu. Die Projektverfassenden haben mit ihrem Projektvorschlag einen geschickten Umgang gefunden mit dem Strassenlärm, nicht zuletzt auch vor dem aktuellen Hintergrund der verschärften Bewilligungspraxis. 

Da die Tiefgarage vollständig unter den Gebäuden liegt, kann eine grosszügige, vielfältig auch mit Grossbäumen bepflanzbare Gartenfläche innerhalb der Siedlung entstehen. Diese gemeinschaftliche Grünfläche ist ganz im Sinne der Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof, die ihren Bewohnenden vielfältige Begegnungsorte bieten will. Ausserdem trägt das Projekt zur Biodiversität und lokalen Hitzeminderung bei. 

Die Wohnungen sind gut organisiert, alle zweiseitig ausgerichtet und hell. Sie erhalten dank des Erkers einen interessanten Bezug zur Strasse. Die Ateliers sind im Erdgeschoss gelegen und über kleine nischenartige Vorbereiche direkt vom Trottoir aus erschlossen ‒ eine Anlehnung an die heutige Situation. Die Waschküchen liegen auf der Hofseite, was eine gute Ausgangslage für gemeinschaftliches Leben bietet. Der Gemeinschaftsraum ist im Erdgeschoss als Abschluss des Gartens im Westen angeordnet. Der Doppelkindergarten findet Platz in einem kleinen Häuschen umgeben von Spiel- und Grünflächen für die Kinder der Siedlung und die Kindergartenkinder. Dank der nachhaltigen Beton-Holz-Hybrid-Bauweise und den gegen Süden hin ausgerichteten Photovoltaik-Elementen auf dem Dach und an den Fassadenbrüstungen leistet das Projekt auch baulich einen substantiellen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Rangierte Projekte

Situationsmodell THE THREE MAGNETS
Situationsmodell THE THREE MAGNETS

THE THREE MAGNETS

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    MMMR Architekten, Zürich

Situationsmodell PINK PANTHER
Situationsmodell PINK PANTHER

PINK PANTHER

2. Rang | 2. Preis

  • Architektur
    ARGE Julian C. Fischer Architekten GmbH, Zürich mit 
    Niki Kim Architekten, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Hoffmann & Müller Landschaftsarchitektur, Zürich

Situationsmodell RIDOLFI
Situationsmodell RIDOLFI

RIDOLFI

3. Rang | 3. Preis

  • Architektur und Landschaftsarchitektur
    ARGE Joos & Mathys Architekten AG, Zürich
    mit Alberto Dell'Antonio Architekt, Zürich

Situationsmodell DIAGONELO
Situationsmodell DIAGONELO

DIAGONELO

4. Rang | 4. Preis

  • Architektur
    SUA Architekten GmbH, Niederurnen
  • Landschaftsarchitektur
    Jäger Kollektiv, Winterthur

Situationsmodell CAMMINANDO
Situationsmodell CAMMINANDO

Modellfotos: Tom Licht Photography, Zürich

CAMMINANDO

5. Rang | 5. Preis

  • Architektur
    MCH Architektur, Zürich

Standort

Wohnsiedlung Probstei Ost + West
Dübendorfstrasse 210
8051 Zürich

Weitere abgeschlossene Wettbewerbe

Weitere Informationen

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