Wohnsiedlung 5-7

Die Baugenossenschaft Waidmatt will drei ihrer Siedlungen in Zürich-Affoltern durch Neubauten ersetzen. Mit den rund 280 geplanten neuen gemeinnützige Wohnungen, dem Doppelkindergarten, Gewerberäumen und Ateliers sowie sorgfältig gestalteten Aussenräumen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Quartierentwicklung. Die Büros von Enzmann Fischer Partner AG, SMLXL Landschaft & Städtebau sowie Ana Otero gingen als Siegerinnen aus dem Verfahren hervor.

Visualisierung Wohnsiedlung 5-7: 1. Rang «dihei», Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
Visualisierung Wohnsiedlung 5-7: 1. Rang «dihei», Baufeld 5.1 / 5.2 / 6

Die Baugenossenschaft Waidmatt plant, ihre in den 1950er Jahren entstandenen Siedlungen 5, 6 und 7 (157 Wohnungen) zwischen Wehntalerstrasse, In Böden und Riedenhaldenstrasse durch Neubauten zu ersetzen. Die rund 280 neuen Wohnungen sollen preisgünstig sein und laut Statuten vor allem «gemeinschaftlichen Wohnformen» und insbesondere Familien zur Verfügung stehen. Das Angebot wird mit einem Doppelkindergarten sowie Gewerberäumen und Ateliers an der Wehntalerstrasse ergänzt.

Im Sinne der Quartierverträglichkeit verzichtete die Baugenossenschaft auf die maximal zulässige Ausnützung der Grundstücke (Arealbonus) und setzte basierend auf den Vorarbeiten des Amts für Hochbauten auf eine moderate Ausnützungsziffer von rund 90 Prozent. Nach sorgfältiger Abwägung der Aspekte Sozialverträglichkeit und Effizienz sollen die Ersatzneubauten in Etappen von 2019 bis 2023 erstellt werden. Um einen Beitrag auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft zu leisten, kommen hohe Baustandards in Bezug auf den Energieverbrauch bei der Erstellung und Bewirtschaftung (Minergie-P-ECO) zum Tragen.

Die nicht ganz einfache Aufgabe, die neuen Siedlungen angemessen in die vielschichtige Umgebung einzubetten und hochwertige Freiräume und Wegnetze zu schaffen, stiess auf breites Interesse – 56 Teams bestehend aus Fachleuten der Bereiche Architektur und Landschaftsarchitektur reichten einen Projektvorschlag ein. Das Preisgericht hat von der im Wettbewerbsprogramm formulierten Möglichkeit, verschiedene Teams für die einzelnen Baufelder als Sieger vorzuschlagen, Gebrauch gemacht. Der Lösungsvorschlag «dihei» von Enzmann Fischer Partner AG, Zürich, SMLXL Landschaft & Städtebau, Zürich überzeugte die Jury für die Baufelder 5 und 6. Ihr Projekt schlägt in die Tiefe der Parzellen greifende Zeilenbauten vor, die auf der einen Seite eine Wohngasse als genossenschaftlichen Begegnungsraum und auf der anderen Seite einen privateren, grünen Gartenhof anbieten. Besonders gelungen sind dabei die zweiseitig ausgerichteten, gut geschnittenen und praktischen Wohnungen. Die Nachwuchsarchitektin Ana Otero beeindruckte mit ihrem Vorschlag «Wolkengespräch» für das Baufeld 7. Sie platziert dort zwei Punkthäuser mit 34 mehrseitig ausgerichteten Grossraumwohnungen. Ein grosses Augenmerk wurde auch auf den Freiraum gelegt – die beiden Projekte fügen sich sehr gut in die Bebauung und die Grünräume von Zürich-Affoltern ein.

Die Kombination von zwei Projekten ergibt mehr als die blosse Summe ihrer Wohnbauten: einerseits bereichert sie die Vielfalt und die Identifikation im Quartier und andererseits ergibt sie für die Baugenossenschaft Waidmatt einen Mehrwert in Form eines vielfältigen Wohnangebots.

Projekte

Situationsmodell DIHEI
Situationsmodell DIHEI

DIHEI

1. Rang | 1. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
5. Rang | 5. Preis | Baufeld 7
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur:
    Enzmann Fischer Partner AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur:
    SMLXL Landschaft & Städtebau, Zürich
  • Bauingenieurwesen:
    Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich

Situationsmodell UND DANN KAM PAULETTE
Situationsmodell UND DANN KAM PAULETTE

UND DANN KAM PAULETTE

2. Rang | 2. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
2. Rang | 2. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    camponovo baumgartner architekten, Zürich
Situationsmodell WAIDMATT'S HEIM
Situationsmodell WAIDMATT'S HEIM

WAIDMATT'S HEIM

3. Rang | 3. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
3. Rang | 3. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    Gmür & Geschwentner Architekten AG
    Michael Geschwentner, Zürich
    mit Helle Architektur GmbH
    Annette Helle, Zürich
Situationsmodell BALTHASAR
Situationsmodell BALTHASAR

BALTHASAR

4. Rang | 4. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
4. Rang | 4. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    Fiechter & Salzmann Architekten GmbH
    Anna Tina Flepp, Lukas Heinzer, Kadir Asani, Zürich
  • Landschaftsarchitektur:
    Fiechter & Salzmann Architekten GmbH, Zürich
  • Bauphysik und Akustik: 
    Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen
Situationsmodell WOLKENGESPRÄCH
Situationsmodell WOLKENGESPRÄCH

WOLKENGESPRÄCH

5. Rang | 5. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
1. Rang | 1. Preis | Baufeld 7
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur:
    ana otero architektur, Zürich
Situationsmodell LA RUELLE
Situationsmodell LA RUELLE

LA RUELLE

6. Rang | 6. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
6. Rang | 6. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    Adrian Streich Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur:
    Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
  • Bauphysik und Akustik: 
    Raumanzug GmbH, Zürich
Situationsmodell GEOSPIZINAE
Situationsmodell GEOSPIZINAE

GEOSPIZINAE

7. Rang | 7. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
7. Rang | 7. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    Zimmermann Sutter Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur:
    Albiez de Tomasi Architektur und Landschaft, Zürich
  • HLKSE-Planung:  
    3-Plan Haustechnik AG, Winterthur
  • Bauphysik und Akustik: 
    Michael Wichser + Partner AG, Dübendorf
Situationsmodell HANAMI
Situationsmodell HANAMI

HANAMI

8. Rang | 8. Preis | Baufeld 5.1 / 5.2 / 6
8. Rang | 8. Preis | Baufeld 7

  • Architektur:
    Stefani Scherer Architektin ETH SIA, Zürich mit
    Brechbuehler Walser Architekten
    Patrick Walser, Zürich und
    Mathis Kamplade Liebscher Architekten
    Stephan Liebscher, Zürich
  • Landschaftsarchitektur:
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau
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