Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik Schutz & Rettung

Um die Notfallversorgung in der ganzen Stadt künftig sicherzustellen, plant die Stadt Zürich, an strategischen Schlüsselstellen neue Wachen von Schutz & Rettung zu errichten. Mit dem Neubau der Wache Nord und der Zentralen Einsatzlogistik soll der Grundstein für diese Strategie gelegt werden. Enzmann Fischer Partner AG und Schnetzer Puskas Ingenieure AG aus Zürich haben mit ihrem Projekt «Mazinga» das Verfahren für sich entschieden.

Visualisierung Aussenansicht Wache Nord (Visualisierung © Meyer Dudesek)
Visualisierung Aussenansicht Wache Nord (Visualisierung © Meyer Dudesek)

Mit dem prognostizierten Wachstum der Stadtbevölkerung von heute rund 415 000 Personen auf über 490 000 Personen bis 2030 wird ein strategischer Ausbau der Wachen von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) unumgänglich. Mit der Wache Nord soll die erste der an strategischen Schlüsselstellen geplanten Wachen realisiert werden. Der Neubau mit der Zentralen Einsatzlogistik von SRZ auf dem Areal Binzmühlestrasse – in unmittelbarer Nachbarschaft zum ewz-Unterwerk Oerlikon – soll der Versorgung aller Wachstandorte mit Material und Logistikdienstleistungen dienen. Logistische Flächen können so zusammengelegt, Arbeitsabläufe optimiert und Synergien im technischen Bereich gefördert werden.

So stand nicht zuletzt der Betrieb in der Diskussion des Preisgerichts massgeblich im Zentrum der Beurteilung der zehn anonym eingereichten Wettbewerbsprojekte. Denn nur mit optimalen Betriebsabläufen wird es Schutz & Rettung in Zukunft möglich sein, die ambitionierte Vorgabe der Rettungskräfte vom Alarm bis zum Eintreffen am Einsatzort von maximal 10 Minuten einzuhalten. Das Siegerteam von Enzmann Fischer Partner AG und Schnetzer Puskas Ingenieure AG aus Zürich hat diese Aufgabe gut gemeistert. Überzeugt war das Preisgericht nicht nur von der von der optimalen Organisation des Raumprogramms und der schlüssigen Anordnung der Arbeits- und Aufenthaltsflächen für das Einsatzpersonal rund um die zentrale Übungshalle, sondern auch von der stimmungsvollen, an die Industriehallen Oerlikons erinnernde Erscheinung, welche die neue Wache Nord gut als öffentliches Gebäudes in der von Gewerbe- und Dienstleistungsbauten geprägten Umgebung auszeichnet. Lichthöfe über die ganze Höhe des Gebäudes erzeugen schöne Sicht- und Lichtbeziehungen zwischen den einzelnen Nutzungseinheiten und eine wohnliche Atmosphäre für die Einsatzkräfte. Besonders hervorzuheben ist auch die Südfassade, die als Solarfassade mit Solarpaneelen versehen ist. Die Stadt Zürich legt bei ihren Neubauten bekanntlich grossen Wert auf erneuerbare Energieträger. Beim Siegerprojekt ist dieser Nachhaltigkeitsgedanke (Neubau im Minergie-P-Standard wird angestrebt) auch Teil des architektonischen Ausdrucks.

 

Projekte

Situationsmodell MAZINGA
Situationsmodell MAZINGA

MAZINGA

1. Rang | 1. Preis

Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur: Enzmann Fischer Partner AG, Zürich
  • Verantwortlich: Philipp Fischer, Martin Bucher
  • Mitarbeit: Danilo Anchora, Sebastian Ritter
  • Bauingenieurwesen: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich
  • Verantwortlich: Stefan Bänziger Baumanagement: ffbk Architekten AG, Zürich
  • HLKS-Planung: s3-engineering, Dübendorf
  • Verkehrsplanung: Enz & Partner GmbH, Zürich
  • Bauphysik und Akustik: BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich
  • Landschaftsarchitektur: SMLXL Landschaft + Städtebau, Zürich

Situationsmodell Lichtsirenen
Situationsmodell Lichtsirenen

Lichtsirenen

2. Rang | 2. Preis

  • Architektur: Staufer & Hasler Architekten AG I BSA SIA, Frauenfeld
  • Verantwortlich: Astrid Staufer, Sabine Harmuth
  • Mitarbeit: Lars Inderbitzin (verantwortlicher Projektarchitekt), Arthur Benesch, Adrian Weber, Maurjin Rouwet, Anina Schmid, Alexandra Dumbur
  • Bauingenieurwesen: ACS-Partner AG, Dipl. Bauingenieure ETH SIA USIC, Zürich
  • Verantwortlich: Rainer Hohermuth, Rudolf Vogt
  • HLKS-Planung: hps energieconsulting ag, Zürich
  • Elektroplanung: EBP Schweiz AG, Zürich
  • Bauphysik und Akustik: Mühlebach Partner AG, Wiesendangen

Situationsmodell GARE DU NORD
Situationsmodell GARE DU NORD

GARE DU NORD

3. Rang | 3. Preis 

  • Architektur: ARGE Wagner Vanzella Architekten / Ressegatti Thalmann Architektinnen, Zürich
  • Verantwortlich: Marcella Ressegatti, Michael Wagner
  • Mitarbeit: Jay Thalmann, Raphael Vanzella, Sofia Disiou
  • Bauingenieurwesen: Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Aarwangen
  • Verantwortlich: Massimo Laffranchi
  • Mitarbeit: Jean Bourquin
  • Baumanagement: GMS Partner AG, Zürich-Flughafen
  • Verkehrsplanung: Klaus Zweibrücken, Zürich
  • Nachhaltigkeit, HLKS-Planung: Durable Planung und Beratung GmbH, Zürich
Situationsmodell Züri Löscht
Situationsmodell Züri Löscht

Züri Löscht

4. Rang | 4. Preis

  • Architektur: Graser Architekten AG, Zürich
  • Verantwortlich: Jürg Graser
  • Mitarbeit: Beda Troxler, Basil Witt, Maike Katharina Hunds, Lea Marie Siegler, Aspasia Eleni Papageorgiou, Aleksandra Koziol
  • Bauingenieurwesen: Ferrari Gartmann AG, Chur
  • Verantwortlich: Emanuela Ferrari
  • Verkehrsplanung: Rombo, Zürich
  • Logistik: Prof. Dieter Fischer, Windisch
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