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Claudia Nielsen, Vorsteherin GUD

Stadträtin Claudia Nielsen, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements, neben der Figur von Hermann Haller: «Diese kleine Frau ist kraftvoll und frei.»

Künstler: Hermann Haller (1880–1950)

Werk: Mädchen mit erhobenen Armen (kleine Landifigur), 1940, Bronzeguss, 49 cm hoch

Foto: Juliet Haller

Warum haben Sie ausgerechnet dieses Werk ausgewählt?

Diese Statue stand bereits im Büro an der Walchestrasse, als ich es von meinem Vorgänger Robert Neukomm übernommen habe. Die kleine Frau hat mich sofort angesprochen. Ich habe sie aus ihrer dunklen Ecke befreit und mitten in den Raum gestellt. Daraufhin haben einige Mitarbeitende, die das Büro schon lange kannten, gefragt, ob ich die Statue mitgebracht habe … So wenig war sie zuvor beachtet worden.

Was für Kunst haben Sie sich ursprünglich für Ihr Büro vorgestellt?

Als neugewählte Stadträtin habe ich mich nicht als erstes um die Kunst im Büro gekümmert. Genauso wie im neuen politischen Amt habe ich übernommen, was da war. Was ich im Gesundheits- und Umweltdepartement aus politischer Sicht angetroffen habe, hat mir aber sehr viel besser entsprochen als die damalige Büroeinrichtung. Umso mehr freute ich mich über die Entdeckung dieser Bronzestatue.

Mit den Änderungen an der Inneneinrichtung ergab sich die Wahl der Kunst dann fast wie von selber. Heute befindet sich in meinem Büro neben dieser jungen, schönen Frau auch der Bronzekopf einer alten, ausdrucksstarken und ebenfalls schönen Frau von Hans Josephsohn. Zudem ein konkretes Gemälde von Camille Graeser, ein Scherenschnitt eines Bergtales und ein Leuchtobjekt von Claudia Eisenring. Haller, Josephsohn und Graeser gehören zur Kunstsammlung der Stadt Zürich, die letzten beiden Werke gehören mir privat.

Was bedeutet Ihnen das ausgewählte Werk in Ihrem Arbeitsalltag?

Es spornt mich an. Diese kleine Frau ist kraftvoll und frei. Sie streckt ihre Arme zum Himmel und bleibt fest auf dem Boden. Ja, die Statue spornt mich in meinem Arbeitsalltag an.

Gibt es Momente, in denen das Kunstwerk Sie stört, und warum?

Nein, die Landifrau stört mich nie.

Welche Art von Kunst können Sie sich keinesfalls in ihrem Büro vorstellen?

Kunst, die bei mir nichts auslöst. Das lässt sich nicht an Epochen oder Stilrichtungen festmachen. Und niemals Raubkunst.

Interview: Irene Schildknecht, Leiterin Kunstsammlung der Stadt Zürich

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