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Tanja Huber, Kommunikationsverantwortliche IMMO

Tanja Huber, Kommunikationsverantwortliche bei Immobilien Stadt Zürich, zum Werk von Patrick Graf in ihrem Büro: «Dieses Bild hat so viel Ausdruck, Abgründe und ist voller Kraft und Genialität in der Anordnung.»

Künstler: Patrick Graf (*1981)

Werk: «Irgendeine Szene in der Welt b (Fortress of Reflexion)», 2011, Öl auf Spiegel, 180 x 125 cm

Foto: Juliet Haller

Warum haben Sie ausgerechnet dieses Werk ausgewählt?

Es war ausschliesslich ein emotionaler Entscheid. Das Werk hat mich buchstäblich angezogen. Zuerst die bunten Farben und dann das Format – ein grosser mit Öl bemalter Spiegel. Etwas Aussergewöhnliches und das wollte ich unbedingt in unserem Büro haben.

Patrick Graf ist ein Geschichtenerzähler und Fantast. Mich beeindruckt die Welt, die der junge Künstler mit diesem Bild geschaffen hat. In der Ästhetik des Comics zeichnet er überdrehte Charakteren in einer für ihn brutalen, lauten Welt. Dieses Bild hat so viel Ausdruck, Abgründe und ist voller Kraft und Genialität in der Anordnung. Sozusagen eine wortlose Kommunikation mit dem Betrachter.

Was für Kunst haben Sie sich ursprünglich vorgestellt?

Eigentlich gar keine. Ich bin offen und ohne Erwartungen in das Lager der städtischen Kunstsammlung gegangen. Es hat mich beeindruckt, dass dieses Angebot für städtische Mitarbeitende existiert und ich wollte mir das ansehen. Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass ich gleich nach fünf Minuten auf etwas Passendes stossen würde.

Was bedeutet Ihnen das ausgewählte Werk in Ihrem Arbeitsalltag?

Farbe, Bewunderung und andere Perspektiven. Es erinnert mich daran, dass wir wahrscheinlich alle einmal die Welt retten wollten. Oder an die starken Gefühle und den Mut als Heranwachsende. Es ist für mich auch ein Ausdruck von Bewunderung und Faszination für Menschen, die ihre Gefühle mit Kunst zum Ausdruck bringen können.

Gibt es Momente, in denen Sie das Kunstwerk stört?

Nein. Das Besondere an diesem Bild ist, dass es darauf immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Welche Art von Kunst können Sie sich keinesfalls in Ihrem Büro vorstellen?

Ein Kunstwerk, das Traurigkeit oder etwas Verstaubtes ausstrahlt. Eine Kunst, die für mich nichts darstellt oder aussagt.

Interview: Irene Schildknecht, Leiterin Kunstsammlung der Stadt Zürich

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