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Medienmitteilungen

Hochbaudepartement, Sicherheitsdepartement

23. Mai 2019

Restaurierte Giacomettihalle erstrahlt in neuem Glanz

Die Fresken von Augusto Giacometti in der Eingangshalle des vom Sicherheitsdepartement genutzten Amtshauses I wurden während zweieinhalb Jahren restauriert und sind wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Dank der neuen LED-Beleuchtung kommt das Kulturgut von nationaler Bedeutung wieder optimal zur Geltung.

Die Restaurierung der Fresken von Augusto Giacometti (1877–1947) war Teil der baulichen Massnahmen in der Eingangshalle des Amtshauses I, das vom Sicherheitsdepartement sowie der Stadtpolizei Zürich – unter anderem Regionalwache City und Wache SOKO (Sonderkommissariat) – genutzt wird. Parallel zur Restaurierung ist die Eingangshalle von September 2016 bis März 2019 instandgesetzt worden, um die polizeilichen Sicherheitsanforderungen auf einen zeitgemässen Stand zu bringen. Um die 1925 vollendeten Fresken bestmöglich zu erhalten, wurden verschiedene Fachleute mit ihrem kunsttechnologischen Know-how beigezogen. Der Objektkredit für die Instandsetzung und Restaurierung umfasst 1,85 Millionen Franken, beansprucht werden voraussichtlich 1,63 Millionen Franken. Ab sofort sind die Fresken in der Eingangshalle des Amtshauses I wieder öffentlich zugänglich.

Sorgfältiger Umgang mit einem Kunst- und Bau-Werk

An einer Vernissage für geladene Gäste vom Donnerstag, 23. Mai 2019, wurde das Gesamtresultat von Sandra Zacher, stellvertretende Direktorin des Amts für Hochbauten, sowie Daniel Blumer, Kommandant der Stadtpolizei Zürich, gewürdigt. Für Zacher ist die Giacomettihalle eine beispielhafte Synthese von Kunst und Bau. «Dank der Fachstelle Kunst und Bau können wir in stadteigenen Gebäuden wichtige Kulturgüter wie die bedeutenden Fresken von Augusto Giacometti erhalten und für kommende Generationen erlebbar machen.» Auch Kommandant Blumer zeigte sich erfreut über das Ergebnis und meinte nicht ohne Stolz: «Aus meiner Sicht handelt es sich hier um die schönste Eingangshalle eines Polizeigebäudes!» Im Rahmen der baulichen Massnahmen ist zudem das Halogenlicht durch eine Beleuchtung in energieschonender LED-Technik ersetzt worden. Diese ermöglicht ein gleichmässig gestreutes Licht, wodurch der Farbraum optimal zur Geltung kommt. Die in Rot-Orange-Tönen gehaltene Eingangshalle erlangt durch die erfolgte Restaurierung eine grosse Leuchtkraft.

Entstehungsgeschichte: Wirtschaftliche Not der Kunstschaffenden

Selten hat die Stadt Zürich ein so grosses Werk in Auftrag gegeben. Den Anstoss dazu gab anfangs des 20. Jahrhunderts die prekäre wirtschaftliche Lage der einheimischen Künstlerinnen und Künstler. Mit Arbeitsbeschaffung wollte man ihre finanzielle Situation lindern. Der damals in Zürich wohnhafte Augusto Giacometti erhielt 1922 den Auftrag im Rahmen eines Wettbewerbs. Auflage war, dass er als «künstlerischer Leiter» fungiert und für die Ausführung des monumentalen Werks geeignete arbeitslose Maler beizieht. Durch die Ausmalung sollte der düstere Raum aufgehellt werden. Dieser war ursprünglich der Keller des städtischen Waisenhauses und wurde erst ab 1914 – im Rahmen der baulichen Umwandlung durch Stadtbaumeister Gustav Gull –  als Eingangshalle des Amtshauses I genutzt.

Besichtigung ab sofort wieder möglich

Die kostenlose Besichtigung ist täglich von 9–11 Uhr und von 14–16 Uhr möglich. Ein barrierefreier Zugang via Haupteingang ist gewährleistet. Für Gruppen ab 10 Personen ist eine Voranmeldung erforderlich unter stp-giacomettihalle@zuerich.ch. Einen Situationsplan und weitere Angaben sind auf der Website zu finden.

Thema: Bauen

Organisationseinheit: Amt für Hochbauten, Stadtpolizei