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2000-Watt-Gesellschaft

«Die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft sind im Baubereich erreichbar – ohne dass wir dafür die Welt neu erfinden müssen.»

 

 

Sparpotenzial nutzen

Die energetische Beschaffenheit unserer Wohn- und Arbeitsgebäude hat einen massgeblichen Einfluss auf unseren Energieverbrauch. Als Vorsteher des Hochbaudepartements sorge ich dafür, dass bei der Erstellung und beim Betrieb von städtischen Liegenschaften so wenig Energie wie möglich verbraucht wird, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.

Sorgfältige Abwägung

Viele Wege führen zu energetisch sinnvollen Bauten. Die Herausforderung ist dabei, den Weg mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu finden. Im Jahr 2013 haben wir unser Gebäudeportfolio diesbezüglich analysiert und festgestellt, dass Gesamtinstandsetzungen und Neubauten energetisch gleichwertig sind. Wo erstere die vorhandenen Baumaterialien nutzen und so viel «Graue Energie» sparen, brauchen letztere viel mehr Erstellungsenergie und meist auch deutlich mehr Fläche, sind dafür aber im Betrieb effizienter.

Für die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft müssen wir nicht bei jeder Bauaufgabe das Maximum an energetischen Massnahmen umsetzen. Vielmehr sollten wir dort ansetzen, wo wir mit wenig finanziellem Aufwand viel erreichen können. Bei Bauten mit einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis können wir auch auf die eine oder andere Massnahme verzichten. Wir setzen also lieber bei einem grossen, kompakten Gebäude umfassende Dämmmassnahmen um und belassen dafür bei einem denkmalgeschützten Gebäude die Fassade. Damit erreichen wir über das gesamte Portfolio der städtischen Bauten die geforderten energetischen Zielvorgaben – ohne finanziell ans Limit gehen zu müssen.

Gut, aber günstig

Die Anforderungen an Energieeffizienz und an die Reduktion der «Grauen Energie» gehen Hand in Hand mit den Kriterien wirtschaftlichen Bauens: Kompakte Gebäudeformen, eine sinnvolle Geschossigkeit, Flächeneffizienz und ein angemessener Fensteranteil sind die wichtigsten Hebel, um wirtschaftlich und ökologisch überzeugend zu bauen. Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft muss nicht teuer sein, aber gut durchdacht und professionell ausgeführt.

Weichen stellen

Auch in Zeiten in denen die Stadt Zürich den Gürtel enger schnallen muss, müssen wir unsere Liegenschaften kontinuierlich unterhalten. Schulhäuser oder Altersheime werden nur rund alle 30 Jahre gesamtsaniert. Würden wir heute aus Kostengründen auf energetische Verbesserungen verzichten, stellten wir die Weichen falsch. Deswegen setze ich mich dafür ein, auch in Zeiten knapperer Kassen ein nachhaltiges Immobilienmanagement zu betreiben und unsere Gebäude fit für die Zukunft zu machen.

Die Stadtzürcher Bevölkerung hat der Politik den Auftrag erteilt, die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Ich bin überzeugt, dass diese Vision nur mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsverständnis umsetzbar ist: Kostengünstiges Bauen bildet eine Rahmenbedingung, umwelt- und energiegerechtes Bauen eine Chance. Die 2000-Watt-Gesellschaft will ich langfristig über das gesamte Portfolio der städtischen Bauten erreichen und damit zu einem ressourcenschonenderen Leben in unserer Stadt beitragen.

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