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Stadtplanung

«Mit dem Wissen um das Gestern die Zukunft von morgen planen, das ist das Ziel der Stadtplanung.
Und zwar mit den Menschen und für die Menschen.»

 

Lesen und erleben

Wer eine Stadt weiter entwickeln will, ohne deren Geschichte und Identität zu kennen, dem ist eines gewiss: Er plant falsch. Wo finden wir die Geschichte? Wer sagt uns, welche Identität die Stadt hat? Sind es Bücher oder Expertinnen und Experten? Auch, aber nicht nur. Ich bin seit einem halben Jahrhundert in Zürich unterwegs und habe ich meine Sinne geschärft: als Geograf und als Politiker. Zu den Büchern kamen die Beine, die mich durch Quartiere und Stadtkreise tragen. Zu den Expertisen kamen Begegnungen mit Menschen in den Quartieren. Ich habe viele Jahre an der Universität Zürich doziert. Den jungen Menschen wollte ich nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse lehren, sondern auch Erfahrungen aus dem Alltag weitergeben.

Für die Menschen bauen

Stadtplanung ist vorausschauende Raumplanung, die von Architektur und Städtebau geprägt ist. Stadtplanung beginnt immer und zuerst bei den Menschen, die in der Stadt wohnen, arbeiten und leben. Stadtplanung beeinflusst das Leben der Menschen ganz direkt. Raumplanerische Entscheide und städtebauliche Konzepte haben nur dann Relevanz, wenn sie sich an den Menschen von heute und morgen orientieren. Stadtplanung entwickelt Bewährtes weiter, schafft aber in den Stadtteilen mit grossen Veränderungen wie Zürich-West auch neue Identitäten.

Nicht nur Grossprojekte wie ein Stadionverändern das Stadtbild. Ebenso wichtig sind die vielen kleineren und grösseren baulichen Eingriffe, die erst in ihrer Summe in den Quartieren Wirkung entfalten. Deshalb ist es wichtig eine gute städtebaulich-architektonische Qualität in der Breite zu fördern. Zürich hat darin eine lange Tradition, die ich weiterführen will.

Die Stadt hat nicht 34 Quartiere, die 34 Quartiere sind die Stadt. Wenn es uns planerisch gelingt, die Einzigartigkeit der verschiedenen Quartiere zu stärken, stärken wir auch die Vielfältigkeit der Stadt und das Heimatgefühl der Quartierbewohnerinnen und -bewohner.

Wachsen, aber richtig

Zürich wird und soll wachsen. Das ist raumplanerisch im Sinne der haushälterischen Nutzung des Bodens vernünftig und folgt dem Gebot einer sozialen, ökologischen und ökonomischen Volkswirtschaft. Dieses Wachstum darf aber nicht zu Lasten der Lebensqualität gehen. Sonst wird das zunichte gemacht, was Zürich attraktiv macht. Die Lebensqualität sollte durch die Stadtplanung, wo immer möglich erhöht werden.

Mehrwerte schaffen

Zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten steigern den Wert des Bodens. Dieser Mehrwert muss allen zugutekommen. Deshalb sichert die Stadtplanung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten und in Verhandlungen mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern einen angemessenen Anteil gemeinnütziger Wohnungen und sichert dem Gewerbe Flächen, die nicht durch Büros konkurriert werden. Deshalb setze ich mich bei Bund und Kanton für eine Erweiterung der planungsrechtlichen Nutzungsfestlegungen ein.

Ein wichtiger Beitrag der Raumplanung zur 2000-Watt-Gesellschaft ist eine wohnliche Stadt der kurzen Wege, in der die Menschen im Alltag zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sein können.

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