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Hindernisfrei Bauen im öffentlichen Raum

Die Mobilität und das Verhalten der Nutzer des öffentlichen Raumes verändern sich. Damit steigen auch die Anforderungen an diesen. Zürich möchte dieser Entwicklung gerecht werden, um weiterhin eine der lebenswertesten Städte der Welt bleiben zu können.

Das relativ junge und komplexe Thema des hindernisfreien Bauens zielt auf eine Entwicklung zeitgemässer Gestaltungen und Planungen, welche den geänderten Anforderungen an den öffentlichen Raum gerecht werden. Das fordert alle Beteiligten im Planungs- und Bauprozess, diese Neuerungen aktiv in ihre Aufgabenfelder zu integrieren. Dann können wir für unsere Stadt das Ergebnis eines neuen Niveaus an Nutzungsqualität erreichen.
 

Hindernisfrei Bauen ist daher nicht nur Bauen für:

  • Menschen mit Behinderung,
    sondern auch für
  • ältere Menschen mit reduzierten geistigen und körperlichen Fähigkeiten,
  • kleine Kinder mit anderer Wahrnehmung und Bewegungsart,
  • Mütter und Väter mit Kinderwagen,
  • Reisende mit schwerem Gepäck,
  • und ein steigendes Alltagstempo einer verstärkt technisierten Gesellschaft.

Dies erfordert einen einfachen, klaren und intui­tiv zu begreifenden Raum in dem sich alle Nutzergruppen gut zurecht finden.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das:

  • 10% der Bevölkerung sind auf Hindernisfreiheit dringend angewiesen
  • 40% der Bevölkerung brauchen Hindernisfreiheit als notwendige Unterstützung
  • 100% der Bevölkerung schätzen Hindernisfreiheit als Komfortverbesserung

Wichtiger Auslöser, um das Thema «Hindernisfrei Bauen» jetzt in unseren Alltag zu integrieren, sind zahlreiche gesetzliche Grundlagen. Für Zürich am bedeutendsten sind das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG), welches am 1. Januar 2004 in Kraft trat und Art. 11 Abs. 4 der Verfassung des Kantons Zürich (KV). Aus beiden ergibt sich ein verfassungsmässiger Individualanspruch von Menschen mit Behinderungen für den hindernisfreien Zugang zu neuen sowie bestehenden Bauten und Anlagen. Dazu zählen auch Strassen, Wege, Plätze sowie Unter- und Überführungen.

Stand der Entwicklung in Zürich

Zürich möchte sich in diesem Bereich verbessern (Fokus-Thema Gleichstellung) und hat daher alle Planungsbeteiligten eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ein frühzeitiges Berücksichtigen der Anforderungen an eine hindernisfreie Umwelt ist insbesondere in der gestalterischen Entwicklung von Räumen notwendig, kann damit selbstverständlich in Projekte integriert werden und muss nicht im Nachhinein mit hohem Kostenaufwand nachgerüstet werden.

Die Stadt Zürich entwickelt daher in der «Arbeitsgruppe Hindernisfrei Bauen» im Rahmen verschiedener Teilprojekte, in Kooperation mit Vertretern der Behindertenverbände, neue Standards zum Umgang mit folgenden Themen:

Themen der Teilprojekte

Themen Teilprojekte

Die Ergebnisse dieser Teilprojekte werden in die städtischen Normen (TED-Normen) und Stadträume 2010, und in die Erarbeitung von weiteren Normen und Standards einfliessen.

Für Planende und Bauende werden aus diesen Teilprojektberichten die wesentlichen Inhalte in Zusammenfassungen dokumentiert. Diese sollen im Planungsalltag effiziente Hilfen sein, entsprechende Fragestellungen und Inhalte erfassen und lösen zu können.

Planungsgrundlagen

Sollten Sachverhalte ungeklärt sein, könnten folgende Planungsgrundlagen weiterhelfen:

Normen, Merkblätter, etc.

  • SN 640 852 Markierungen; Taktil visuelle Markierungen
  • SN 640 075 Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrsraum
  • SNR 640 242 Querungen für den Langsamverkehr - Trottoirüberfahrten
  • Hier Sie finden jede Menge Planungshilfen.

Oder die Fachberatungen kontaktiert werden:

Behindertenkonferenz Kanton Zürich

www.bkz.ch

BKZ Bauberatung
Kernstrasse 57
8004 Zürich
Telefon 043 243 40 04
bauberatung@bkz.ch


Schweizerische Fachstelle
für behindertengerechtes Bauen

www.hindernisfrei-bauen.ch

Kernstr.57
8004 Zürich
Telefon 044 299 97 97
info@hindernisfrei-bauen.ch


Ihre Ansprechperson im Tiefbauamt

Birger Schmidt
Tiefbauamt, Projektierung
birger.schmidt@zuerich.ch
Telefon 044 412 22 36

Weitere Informationen

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