Global Navigation

WEITER GEHT ES IMMER...

Die Corona-­Pandemie

Wie schnell die Welt aus den Fugen gerät durch ein winziges Virus

Ungewissheit, Verzicht, Veränderung, Loslassen und was wirklich zählt im Leben

Noch nie fühlte sich die Welt so hoffnungsvoll an,
nur um kurz darauf in alte Muster zurückzufallen

Der Zustand meiner Psyche in der Schwebe zwischen
Verantwortungsbewusstsein und dem Bedürfnis nach Leichtigkeit

Trotz allem: weite Felder im Galopp und lautloses Gleiten über regengraue Seen

Der letzte gemeinsame Mittagsschlaf mit der Oma

Ich lauschte zum ersten Mal dem Flügelschlag einer Meise

Dieses Jahr gab es wunderschöne Blumen im Garten

Der Friedhof ist der beste Ort, um während des Lockdowns die Füsse zu bewegen und gleichzeitig in der Natur zu sein

Ein achtzigjähriges Pärchen, verliebt, verspielt und freudig

Wer sind die Leute?

Eine persönliche Zeremonie mit einem Priester vom Muttertempel in Bali

Ich erinnere mich an den letzten Stand – und an den ersten Schrei

Neue Motivation, Ideen und Zufriedenheit

Dass es mir gelungen ist, für meine Mitarbeiterinnen
Kurzarbeitsentschädigung zu erhalten

Wie ich stehen blieb, inmitten der sich bewegenden Menschenmasse, und in die traurigen, wütenden, hoffnungsvollen Augen der Mitdemonstrierenden blickte

Dass ich nicht alleine bin

Am nächsten Tag ging die Sonne auf.

Grafik: Sarah Parsons, Foto: Flo Streit
Grafik: Sarah Parsons, Foto: Flo Streit

Der Winter steht vor der Türe und das Jahresende rückt näher. Rückblickend wird 2020 als eines der ereignisreichsten Jahre in die Annalen eingehen. Wir haben im Umfeld des Helmhauses, bei Mitarbeiter*innen, Mitwirkenden und Besucher*innen nach dem für sie denkwürdigsten Moment des ausgehenden Jahrs gefragt. Den einen bleibt ein sehr persönlicher Eindruck, den anderen eine gemeinschaftliche Erfahrung in Erinnerung. Aus den individuellen Erinnerungen ist ein kollektives Gedicht entstanden, das auf die kommende Ausstellung «Am nächsten Tag ging die Sonne auf» hinweist. Die Werke der ausstellenden Künstler*innen changieren zwischen Nachklang, Augenblick und Ausblick. Wir können nur mutmassen, was das kommende Jahr für uns bereithält. Gewiss ist: Weiter geht es immer.

Text: Arathy Pathmanathan und Nathalie Killias

 

Ausstellung «Am nächsten Tag ging die Sonne auf – Kunst aus Zürich»
04.12.2020-24.01.2021

ALI AL-FATLAWI
THE BAD CONSCIENCE
(VERU LOREMIPSUM & LS GRAVE)
SERAINA DÜR & JONAS GILLMANN
(IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM NEUMARKT ZÜRICH)
PHILIP MATESIC
TERESA PEREIRA
SILVIA POPP – INSEL INSTITUT
ALICIA VELÁZQUEZ
GUIDO VORBURGER
WASSILI WIDMER
WILLIMANN/ARAI
MIRJAM WIRZ
DRUCKATELIER THOMI WOLFENSBERGER

Vernissage:
Freitag, 4.12.2020, 7:56 Uhr
frühmorgens zum Sonnenaufgang, mit einer Brotkreation von Sarah Parsons!
7:30 Uhr Türöffnung
8:30 Uhr Begrüssung, Informationen zur Ausstellung 
9:30–11 Uhr AVATAR TOURS #2: TOKYO UENO von willimannarai, Treffpunkt: Helmhaus Zürich

Buchvernissage
Donnerstag, 10.12.2020, 18:30 Uhr
«PERFORMANCE REIHE NEU-OERLIKON – ein Jahrzehnt Performances im öffentlichen Raum»

5-UHR-THESE
Mittwoch, 16.12.2020, 17 Uhr
«Die Sonne schien, da sie keine Wahl hatte, auf nichts Neues.»
Fritz Senn, Direktor der Zurich James Joyce Foundation, im Gespräch mit Daniel Morgenthaler

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 bis 20.00 Uhr
Eintritt frei

Social Media:
Instagram: www.instagram.com/helmhaus_zuerich/
Facebook: www.facebook.com/helmhauszuerich/
 www.helmhaus.org

Weitere Informationen