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Strauhof

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Das Museum Strauhof hat Ende 2014 seine Tätigkeit als Ausstellungsbetrieb der Stadt Zürich beendet.

Die Website www.strauhof.ch stellt Archiv des Museums Strauhof 2002-2014 dar. 


103 Ausstellungen 1989-2014

103 Ausstellungen 1989-2014

  


Zwischennutzung des Strauhofs von Februar bis Mai 2015

Der Strauhof hat als das von der Stadt Zürich geführte Haus für Literaturausstellungen seine Tätigkeit per 1. Dezember 2014 beendet.

Das Haus wird mit einer Zwischennutzung von Februar bis Mai 2015 bespielt und ab Herbst mit einer neuen Trägerschaft als "Literaturmuseum Zürich" wieder Ausstellungen zeigen.

Für die Zwischennutzung verantwortlich zeichnen der Zürcher Literaturwissenschaftler Charles Linsmayer mit einer Ausstellung zum Autor Kurt Guggenheim sowie die Deutschschweizer Buchhändler- und Verlegerverbände SBVV, ZBVV und SWIPS mit ihrem Projekt Publishers in Residence

Die gemeinsame Vernissage findet am 3. Februar 2015 um 19 Uhr im Foyer des Stadthauses statt; anschliessend Rundgang und Apéro im Strauhof. 

Das Portal www.strauhof.ch bleibt als Archiv der 25jährigen Geschichte der Literaturausstellungen im Strauhof erhalten.


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Zukünftige Trägerschaft für Literaturausstellungen im Strauhof bestimmt.

Dezember 2014
Der Stadtrat entschied sich nach einer öffentlichen Ausschreibung für das Konzept des Vereins «Literaturmuseum Zürich», nachdem es ihm von einer unabhängigen Expertenjury zur Umsetzung empfohlen worden war.

Nach eingehender Prüfung der eingereichten Konzepte und Diskussion hat sich die Jury (Zusammensetzung siehe unten), unter Berücksichtigung aller in der Ausschreibung formulierter Kriterien, für das Konzept des Vereins «Literaturmuseum Zürich» entschieden und dieses dem Stadtrat zur Umsetzung empfohlen. Die Jury bezeichnet das Konzept als inhaltlich «attraktiv, zeitgemäss und innovativ» und lobt es auch als «betriebswirtschaftlich realistisch konzipiert» und «umsetzbar». Es verspreche ein «Programm von attraktiver Ausstrahlung für ein diverses Publikum» und werde «ein Zugewinn für das literarische Leben Zürichs sein».
Der Verein «Literaturmuseum Zürich» ist bei der Museumsgesellschaft Zürich und dem Literaturhaus Zürich beheimatet.

Details siehe Medienmitteilung.


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Letzte Ausstellung im städtisch geführten Museum Strauhof

Logos Strauhof

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September 2014
Mit der Ausstellung „Fernes Donnergrollen - Deutschschweizer Literatur und Erster Weltkrieg“ endet die städtische Trägerschaft des Museums Strauhof.
Ab Herbst 2015 soll eine noch zu bestimmende private Trägerschaft literarische Ausstellungen zeigen, bis dahin sind Zwischennutzungen geplant:
In der ersten Jahreshälfte 2015 zeigt der Literaturwissenschaftler Charles Linsmayer eine von ihm selber produzierte Ausstellung über den Zürcher Autor Kurt Guggenheim und seinen Roman „Alles in allem“, der Zürcher Buchhändler- und Verleger-Verein plant eine Veranstaltungsreihe „Publishers in residence“, welche aktuelle Fragen des Literatur- und Verlagswesens thematisieren soll.

Die neue Trägerschaft, die ab Herbst 2015 das Haus übernimmt, kann die Räumlichkeiten des Museums Strauhof unentgeltlich nutzen und erhält von der Stadt jährliche Zuschüsse von Fr. 425 000, dazu eine Anschubfinanzierung von Fr. 50 000. Sofern es der Trägerschaft nicht gelingt, bedeutende Mittel von Privaten und anderen Institutionen zu erhalten, beträgt ihr Budget rund einen Drittel der Mittel, welche die Stadt Zürich für den Betrieb des eigenen Museums einsetzte.

1989 wurde das Haus an der Augustinergasse 9, das bis dahin als „Städtische Kunstkammer“ Zürcher Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten bot, renoviert und mit den erforderlichen Infrastrukturen für einen Museumsbetrieb ausgestattet. Seither waren im Museum Strauhof unter der Leitung von Nicolas Baerlocher (1989 - 2002) insgesamt 56 Ausstellungen zu sehen, unter der Leitung von Roman Hess (2002 - 2014) deren 48. Nicolas Baerlocher gab dem Museum Strauhof die konsequente Ausrichtung auf Literaturausstellungen. Die insgesamt 104 von 1989 - 2014 gezeigten Ausstellungen zogen ein Publikum von über 300 000 Besucherinnen und Besuchern an.


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Pläne für das Museum Strauhof

Medienmitteilung vom 1. Juli 2014
Die Stadt Zürich hat ihre Pläne im Bereich der Literaturförderung überarbeitet. Das ursprünglich im Strauhof geplante Junge Literaturlabor JULL soll in der Bärengasse realisiert werden, wo sich auch die Volkshochschule Zürich einmieten wird. Der Strauhof bleibt als Ort für Literaturausstellungen erhalten.

Die im November 2013 kommunizierten Pläne der Stadt Zürich, in den Räumlichkeiten des heutigen Museums Strauhof ein Junges Literaturlabor JULL einzurichten, lösten positive wie auch kritische Reaktionen aus. Diese wurden dem Stadtrat unter anderem in Form einer Petition überbracht. Die Stadt nahm diese Einwände auf. Sie beschloss, die entsprechenden Projekte im Bereich der Literaturförderung noch einmal eingehend zu prüfen. An zwei zentralen Zielen hielt sie dabei fest: Das Projekt JULL soll realisiert werden. Und in Zürich sollen weiterhin Literaturausstellungen stattfinden. Die Ergebnisse dieser Prüfung liegen nun vor.

Strauhof weiterhin Ort für Literaturausstellungen

Die Liegenschaft Strauhof bleibt als Ort für Literaturausstellungen erhalten. Eine für die Ausrichtung der Ausstellungen zuständige, nicht-städtische Trägerschaft soll über eine Ausschreibung gefunden werden. Eine Jury wird die eingereichten Konzepte bewerten und dem Stadtrat eine Empfehlung abgeben. Sie umfasst folgende Mitglieder:

  • Adolf Muschg, Schriftsteller
  • Adrienne Goehler, Publizistin und Kuratorin, Berliner Kultursenatorin a. D.
  • Gunther Nickel, Lektor und stellv. Geschäftsführer des Deutschen Literaturfonds e.V. Darmstadt
  • Klara Obermüller, Publizistin
  • Ruth Geiger, Geschäftsleitung Diogenes Verlag
  • Sibylle Birrer, Leiterin Kulturförderung, Kanton Bern
  • Peter Haerle, Direktor Kultur Stadt Zürich

Die Stadt wird sich bis Ende Jahr für eine Trägerschaft für eine dreijährige Pilotphase entscheiden. Die Kulturabteilung stellt der zukünftigen Trägerschaft für die Organisation von Literaturausstellungen im Strauhof eine – gegenüber dem Stand vor der Auslegeordnung – substantiell erhöhte Unterstützung in Aussicht. Das Angebot umfasst die unentgeltliche Nutzung der Ausstellungsräume, einen Startbeitrag von 50 000 Franken, einen jährlichen Unterstützungsbeitrag von 425 000 Franken sowie weitere Sachleistungen. Geplanter Start des neuen Ausstellungsbetriebs im Strauhof ist der September 2015. Für die Nutzung der Liegenschaft in den Übergangsmonaten der ersten Hälfte 2015 prüft die Kulturabteilung derzeit mögliche Varianten.

Die Stadt führt für interessierte Kreise vor den Sommerferien einen Informationsaustausch zur Ausschreibung durch. Interessierte können sich bei der Kulturabteilung (kultur@zuerich.ch) anmelden.

JULL in der Bärengasse zusammen mit der Volkshochschule Zürich

Das Junge Literaturlabor JULL soll in den Räumlichkeiten der Bärengasse realisiert werden. Gleichzeitig zieht auch die Volkshochschule Zürich in die Bärengasse, die sie bereits in früheren Jahren als Unterrichtsort nutzte. Die beiden Mietparteien können den Betrieb nach baulichen Anpassungen im Sommer 2015 aufnehmen. Das JULL soll von der Stadt für einen ebenfalls dreijährigen Pilotbetrieb mit einem Betriebsbeitrag von 425 000 Franken pro Jahr unterstützt werden.


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Vorgeschichte Oktober 2013 - Juni 2014

Der Stadtrat von Zürich hat am 30. Oktober 2013 beschlossen, das Museum Strauhof mit seinen Literaturausstellungen per Ende 2014 zu schliessen. Ab 2015 soll das Haus für das Projekt "JULL" (Junges Literaturlabor) genutzt werden.
Gegen die Schliessung erhob sich ein breiter Protest in der Öffentlichkeit.
Am 3. Dezember 2013 wurde der Stadtpräsidentin Corine Mauch, zuhanden des Stadtrates von Zürich eine Petition mit über 5'000 Unterschriften überreicht. Unter den Unterzeichnern sind Schweizer Autorinnen und Autoren, europäische Literaturwissenschaftler und -vermittler sowie Museen (u.a. Dickens-Museum London, Tolstoj-Museum Moskau).

Am 18. Juni 2014 hat das Stadtparlament, der Gemeinderat, ein dringliches Postulat mit 78 zu 42 Stimmen überwiesen, das den Stadtrat auffordert, Möglichkeiten zu prüfen, um das Zürcher Literaturmuseum Strauhof zu erhalten.

Beschluss des Stadtrates vom 6. November 2013.

Medienmitteilung vom 9. April 2014.

Antwort des Stadtrates auf die Petition.


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Geschichte des Hauses

Museum Strauhof von innen

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Der Strauhof steht mitten in der Zürcher Altstadt, jedoch unweit der Einkaufsmeile an der Bahnhofstrasse. Seine Räume haben den Charakter eines Wohnhauses bewahrt, das Raumprogramm ist durch den Grundriss des historischen Gebäudes gegeben.


Das Haus zum Strauhof ist seit Mitte des 16. Jahrhunderts geschichtlich bezeugt. Seine jetzige bauliche Form geht auf das Jahr 1772 zurück. Trotz verschiedenen späteren Eingriffen sind sein Äusseres und Inneres im wesentlichen intakt geblieben.
 


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In zwei Stockwerken auf drei Ebenen beherbergt das barocke Bürgerhaus Räume unterschiedlichen Charakters. Bemerkenswert sind vor allem die Säle im Erdgeschoss mit teilweise reichen Deckenstuck-Arbeiten.

Seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wird der „Strauhof“ vom Präsidialdepartement der Stadt Zürich, welches sich im Rahmen der kommunalen Verwaltung mit den kulturellen Belangen befasst, für Veranstaltungen genutzt.
Zunächst widmete sich die „Städtische Kunstkammer zum Strauhof“ genannte Galerie dem Schaffen lokaler bildender Künstlerinnen und Künstler. Nach umfassender Renovation und der Installation moderner Klima- und Sicherheitsanlagen wurde Anfang 1989 das neue Museum eröffnet.


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Museum Strauhof, Augustinergasse 9, Aussenansicht, Ausstellung "Felix Krull" 2006

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In den sechziger und siebziger Jahren als städtische Kunstgalerie geführt, wurde der Strauhof seit den achtziger Jahren als Ort für kulturgeschichtliche Ausstellungen genutzt. Im Verlaufe der Jahre hat sich das Haus mehr und mehr auf literarische Ausstellungen konzentriert.
Heute ist diese thematische Beschränkung Programm: der Strauhof soll eines der wenigen Häuser im deutschsprachigen Raum sein, welches regelmässig literarische Ausstellungen präsentiert. Im Vordergrund stehen Eigenproduktionen. Der Strauhof will als eine „Schule des Lesens“ literarische Themen im Medium der Ausstellung vermitteln. Das bedeutet, dass die Themen sowohl sorgfältig recherchiert wie auch mediengerecht dargestellt werden. Zusätzlich bemüht sich der Strauhof, seine Ausstellungen – wenn immer möglich in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen – durch Rahmenprogramme wie Lesungen, Konzerten, Filmreihen usw. zu begleiten.


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Weitere Informationen

Allgemeine Informationen

Strauhof leuchtet !

Lange Nacht der Museen 2014

Kontakt

Museum Strauhof

Augustinergasse 9
8001 Zürich

Lageplan: Museum Strauhof, Augustinergasse 9

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