Global Navigation

Coronavirus: Aktuelle Informationen

Informationen zu wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich und offene Briefe von Kulturdirektor Peter Haerle an die Kulturschaffenden.

Wirtschaftliche Massnahmen Kulturbereich

Eine Übersicht für Kulturinstitutionen und Kulturschaffende zu den wirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/coronavirus-kultur.

Brief vom 1. April 2020

Kulturdirektor Peter Haerle

Liebe Kulturschaffende

Die Kulturabteilung hat in den letzten Tagen verschiedene Gespräche auf kantonaler und eidgenössischer Ebene geführt mit dem Ziel, mehr Klarheit über die Zuständigkeiten und Prozesse der verschiedenen Hilfspakete zu erlangen.

Wir haben deshalb eine Übersicht zu den verschiedenen Hilfspaketen für Sie zusammengestellt: www.stadt-zuerich.ch/coronavirus-kultur.

Bitte merken Sie sich diesen Link. Wir werden die Informationen laufend erneuern und aktualisieren.

Wir gehen davon aus, dass der Bund und der Kanton Zürich die Richtlinien für ihre Hilfspakte in den nächsten Tagen kommunizieren werden. Gerne informieren wir Sie dann wieder.

Bei Fragen können Sie sich wie immer an Ihre zuständigen AnsprechpartnerInnen in der Kulturabteilung der Stadt Zürich wenden.

Die Kulturabteilung und ich wünschen Ihnen weiterhin alles Gute in dieser nach wie vor anspruchsvollen Zeit und vor allem gute Gesundheit und Zuversicht. Eines ist gewiss: es wird eine Kultur-Zeit nach dem Coronavirus geben.

Freundliche Grüsse

Peter Haerle
Direktor Kultur

Brief vom 27. März 2020

Liebe Kulturschaffende

Das Positive vorweg: Die grossen Hilfspakete für die Kultur und die Kulturschaffenden sind ein starkes Zeichen der staatlichen Stellen für den Kulturbereich insgesamt. Nun gilt es sicherzustellen, dass die Gelder zu jenen Menschen kommen, die darauf angewiesen sind.

Diese Prozesse – Wie wird verteilt? Wer ist zuständig? Was sind die Kriterien? – sind komplex. Wir spüren aber bei allen Amtsstellen ein hohes Engagement. Dennoch kann es einige Zeit dauern, bis sich alles etabliert hat.

Darum möchten wir Ihnen heute kommunizieren, welche Instrumente bei uns in der Stadt Zürich bereits in Funktion sind, und wohin Sie sich wenden können, um Auswirkungen der Pandemie auf Ihre Einkommenssituation abzufedern.

Entschädigung für Erwerbsausfall
Eltern, Personen in Quarantäne, Selbständigerwerbende und teilselbständige freischaffende Künstlerinnen und Künstler haben Anspruch auf die Entschädigung für Erwerbsausfall. Dieser Prozess läuft über die zuständigen AHV-Ausgleichskassen. Wir bitten Sie hier um etwas Geduld, diese Stellen tun ihr Bestes, um den Ansturm zu bewältigen – trotzdem ist mit Wartezeiten zu rechnen. Bei den meisten von Ihnen dürfte es sich bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse um die SVA Zürich handeln. Zu erreichen unter 044 448 89 80. Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.svazurich.ch/internet/de/home/produkte/coronavirus-pandemie.html

Städtische Nothilfe für Selbständigerwerbende und KleinstunternehmerInnen
Die Stadt Zürich hat heute Freitag kommuniziert, dass sie Selbständigerwerbenden und Kleinstunternehmerinnen und -unternehmern ab sofort unbürokratische, schnelle Hilfe anbietet: Sie können bis zum 4. April 2020 einen Antrag für Nothilfe stellen. Damit soll die Zeit bis zum Erhalt der vom Bund und Kanton in Aussicht gestellten Finanzmittel überbrückt werden.

Die Hilfe geht an Personen, die in der Stadt Zürich wohnen und ihr Geschäft aufgrund der Coronavirus-Massnahmen schliessen mussten oder viele Aufträge verloren haben.

Die genauen Bedingungen und weitere Informationen finden sie hier:
www.stadt-zuerich.ch/ku-nothilfe

Nothilfe für Kulturschaffende
Im Bereich der Soforthilfe für die Kulturschaffenden hat der Bundesrat Suisseculture Sociale als zuständige Stelle bestimmt. Diese arbeitet momentan daran, die notwendige Infrastruktur zur Bewältigung des zu erwartenden Ansturms an Gesuchen bereitzustellen. Auf www.suisseculturesociale.ch wird informiert werden, sobald die Struktur bereit ist, die Gesuche entgegenzunehmen. Diese Nothilfe wird laut unserem heutigen Wissensstand nur subsidiär zur Entschädigung im Erwerbsausfall ausgerichtet, d.h. Sie müssen zuerst abklären, ob sie Erwerbsausfall beantragen können (siehe oben).

Zum Schluss noch ein Ausblick: Kultur Stadt Zürich fördert weiter! Projekte für die zweite Jahreshälfte können auf den normalen Wegen eingegeben werden. Sie werden von unseren Kommissionen geprüft, und die zuständigen Instanzen sprechen die Förderung. Das Kulturleben steht zwar momentan still, aber es gibt ein Danach!

Die Arbeits- und Anstellungssituationen bei vielen freien Kulturschaffenden sind komplex und divers. Es gibt noch viele Fragen. Sobald wir Genaueres wissen, werden wir Sie wieder informieren. Sie haben aber selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich bei Ihren Verbänden über Ihre Situation kundig zu machen.

Ich und die Kulturabteilung der Stadt Zürich wünschen Ihnen und Ihrem Umfeld weiterhin alles Gute!

Freundliche Grüsse

Peter Haerle
Direktor Kultur

Brief vom 20. März 2020

Liebe Kulturschaffende

Sie alle sind von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders betroffen. Sie mussten erleben, wie in hohem Tempo Veranstaltungen abgesagt, Proben gestoppt, Häuser geschlossen wurden. Dies hat ganz konkrete Auswirkungen auf Ihr Leben, seelisch, finanziell, organisatorisch.

Die freien Kulturschaffenden sind von den Auswirkungen der Krise besonders betroffen. Es zeigt sich nun einmal mehr, in welch fragilen Zusammenhängen freie Kulturschaffende arbeiten.

Aber es gibt auch positive Nachrichten. Heute hat der Bund ein grosses Hilfspaket kommuniziert, in dem die Kultur explizit erwähnt worden ist. Gestern haben Kanton und Stadt Zürich ebenso kommuniziert und die Kultur explizit als Branche genannt, der nun schnell geholfen werden soll.

Diese Zeichen sind sehr ermutigend: es geht nicht nur um das Geld, sondern auch darum, dass Bund, Kanton und Stadt damit zu erkennen geben, dass Kultur ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft ist.

Ebenso erfreulich ist die Tatsache, dass die Kulturschaffenden in diesen Zeiten zusammenhalten und sich solidarisch zeigen und nicht nur alleine an ihre Sparte oder ihr Projekt denken. Gerade auch die Verbände haben in diesen Tagen sehr wichtige Arbeit geleistet.

Wir von der Kulturförderung der Stadt Zürich sind zwar im Home-Office, aber nicht untätig. So haben wir uns kontinuierlich mit dem Kanton Zürich sowie mit der Schweizer Städtekonferenz Kultur und Pro Helvetia ausgetauscht, damit die Kultur eine wichtige Position in den Hilfspaketen erhält. Diese Arbeit hat gefruchtet. Weiter haben wir sehr schnell Regelungen getroffen für die Kulanz bei bereits gesprochenen Beiträgen und dies den Kulturschaffenden auch mitgeteilt.

Verschiedene Reaktionen von Ihnen haben uns gezeigt, dass unsere Arbeit geschätzt wird. Wir danken dafür.

Noch bleiben nach wie vor viele Fragen offen. Die Stadt Zürich hat eine Homepage eingerichtet, auf der häufig gestellte Fragen beantwortet werden:

www.stadt-zuerich.ch/coronavirus

Die grosse Arbeit beginnt nun: es geht darum die Hilfspakete umzusetzen, so dass das Geld am Schluss auch am richtigen Ort landet und die Künstlerinnen und Künstler in dieser Krise unterstützt. Das wird noch einmal einige Tage in Anspruch nehmen.

Ich wünsche Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute und Zuversicht.

Bei Fragen bitte ich Sie, sich an die Ressortleitenden zu wenden, Sie finden die Mailadressen und Telefone auf unserer Website.

Freundliche Grüsse

Peter Haerle
Direktor Kultur

Weitere Informationen