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Neues Fördersystem Tanz und Theater

stadt-zuerich.ch/tanz-theaterlandschaft

Das neue Fördersystem

Mehr Bewegung durch Konzeptförderung und Stärkung der Häuser

Das neue Fördersystem Tanz und Theater wird auf den 1. Januar 2024 eingeführt. Es besteht aus einem kontinuierlichen Teil, einem flexiblen Teil und freien Fördermitteln. Im flexiblen Teil wird die Konzeptförderung eingeführt, um die sich neue Institutionen, Institutionen mit bisher 4-jähriger Förderung und freie Gruppen bewerben können. Für dieses neue Instrument der Kulturförderung hat das Volk der Stadt Zürich einen Rahmenkredit in der Höhe von jährlich 6,5 Millionen Franken gutgeheissen. Die Einführung der Konzeptförderung ist auf 12 Jahre, also zwei Vergabeperioden, begrenzt.

Kontinuierliche Förderung erhalten in der neu organisierten Förderlandschaft all jene Institutionen, die bereits im alten Fördersystem unbefristet unterstützt wurden oder städtische Institutionen sind. Namentlich sind dies: Schauspielhaus Zürich, Theater Neumarkt, Theater am Hechtplatz und die Ko-Produktionshäuser Gessnerallee Zürich, Tanzhaus Zürich, Fabriktheater Rote Fabrik, Zürcher Theater Spektakel sowie das zukünftige Tanz- und Theater-Haus für Kinder und Jugendliche. Die Weiterführung der unbefristeten Förderung dieser Institutionen sorgen auch im neuen Fördersystem für Kontinuität im Tanz- und Theaterangebot der Stadt Zürich.

Die vier Ko-Produktionsinstitutionen (Gessnerallee Zürich, Fabriktheater, Tanzhaus Zürich sowie Zürcher Theater Spektakel) erhalten neben dem bisherigen Betriebsbeitrag zusätzliche Beiträge aus den zuvor freien Fördermitteln, die zweckgebunden für die Förderung und Begleitung von Zürcher Künstlerinnen und Künstlern und Gruppen an den jeweiligen Häusern eingesetzt werden. Die drei Häuser und das Festival erhalten so mehr direkten Gestaltungsspielraum und werden für Künstlerinnen und Künstler als Ko-Produktionsinstitutionen attraktiver. Gleichzeitig müssen die Institutionen künftig auch mehr Verantwortung für deren Produktion, Auswertung und Entwicklung übernehmen. Diese Massnahme hebt die vormals doppelte Abhängigkeit der Freien Tanz- und Theaterschaffenden von Institutionen einerseits und Förderkommissionen andererseits auf.

Das zentrale Element innerhalb des neuen Fördersystems ist die Konzeptförderung. Sie gestaltet den flexiblen Teil der Zürcher Tanz- und Theaterlandschaft. Hier bewerben sich Institutionen und Freie Gruppen sowie Einzelpersonen um eine Konzeptförderung. Aus dem Rahmenkredit von 6.5 Mio. Franken werden Förderbeiträge mit verschiedenen Laufzeiten gesprochen: für Institutionen 6 Jahre, für Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler 2 oder 4 Jahre. Institutionen können sich mit einem auf sechs Jahre ausgelegten Betriebskonzept allein bewerben, mit dem sie sich in der Zürcher Tanz- und Theaterlandschaft sinnvoll und profiliert positionieren. Möglich und erwünscht sind aber auch Konzepte, die Institutionen gemeinsam mit freien Gruppen und Tanz- und Theaterschaffenden erarbeiten. Für die Vergabe der Konzeptförderung wird eine unabhängige, breit aufgestellte vom Stadtrat gewählte Jury eingesetzt, die Förderempfehlungen zuhanden des Stadtrats abgibt. Die bisherigen Kommissionen Tanz und Theater werden aufgehoben.

Im Freien Kredit stehen rund 550'000 Franken pro Jahr zur Verfügung. Der maximal gesprochene Beitrag von 25'000 Franken pro Projekt vergibt die Kulturabteilung in eigener Kompetenz und vornehmlich für kleinere Produktionen, Erforschungen und zur Unterstützung von Gastspielen.

Die Produktionsplattform ist ein neues Förderinstrument der Stadt Zürich. Mit einem jährlichen Beitrag von 200'000 Franken unterstützt die Stadt seit 2021 den Zusammenschluss von mehreren Produktionsleitenden und Diffusionsspezialistinnen und -spezialisten zu einer unabhängigen Produktionsplattform. Von 2021 bis 2025 übernimmt der Verein artFAQ diese Aufgabe und bildet eine Plattform und Anlaufstelle mit den Schwerpunkten Beratung, Vernetzung sowie Aus- und Weiterbildung insbesondere für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Das Büro soll dem Mangel an Fachpersonen in den Bereichen Produktion und Diffusion entgegenwirken und somit zu einer gezielten Professionalisierung und zu einer Stärkung der gesamten Zürcher Tanz- und Theaterlandschaft beitragen.

Mit dem unkuratierten Raum unterstützt die Stadt Zürich, voraussichtlich ab 2022, die Bildung eines selbstverwalteten Raumes mit einem jährlichen Beitrag von 250'000 Franken. Der Raum soll mit seinem niederschwelligen Zutritt für Proben und erste Präsentationen eine effiziente und kostengünstige Form der Nachwuchsförderung darstellen und den jungen Künstlerinnen und Künstlern erste Präsentationserfahrungen ohne grossen Erwartungsdruck ermöglichen. Als Örtlichkeit kommen wechselnde Zwischennutzungen oder Theaterhäuser, die für eine Periode durch die Konzeptförderung keine städtischen Mittel zugesprochen erhielten, in Frage.

Das neue Fördersystem hat zum Ziel, die Zürcher Tanz- und Theaterlandschaft nachhaltig zu beleben und die Qualität des professionellen Schaffens zu steigern. Mit den genannten Massnahmen können die Defizite behoben werden, die sich in der Bestandesaufnahme des Projekts «Tanz- und Theaterlandschaft Zürich» gezeigt haben.

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