Detektive sind auch in der Mittagspause hellwach
Medienmitteilung
Fahnder der Stadtpolizei Zürich verhafteten Ende April 2014 einen Teenager, der mehrere Frauen beim Geldbezug an einem Automaten abgelenkt und bestohlen hatte.
20. Mai 2014,10.03 Uhr
Als sich Detektive der Stadtpolizei am Donnerstagmittag, 24. April 2014, beim Schaffhauserplatz an einem Take-Away verpflegten, bemerkten sie einen Jugendlichen, der das Geschehen rund um einen Geldautomaten besonders aufmerksam beobachtete. Die Polizisten sahen, wie er plötzlich dicht bei einer Frau stand, die mit einer Geld-Transaktion am Automaten beschäftigt war. Dabei hielt er eine Zeitung in der Hand, verdeckte damit wiederholt die Tastatur des Geldautomaten und sprach auf die Frau ein. Als diese sich dann zum Eingang der dortigen Poststelle begab und der Jugendliche mit der Zeitung die Örtlichkeit verlassen wollte, wurde er von den Polizisten angehalten und kontrolliert. Dabei fanden sie in der Zeitung versteckt Notengeld im Wert von 1‘000 Franken. Abklärungen bei der betroffenen Frau ergaben, dass sie am Automat Geld beziehen wollte und dabei vom Jugendlichen angesprochen worden war. Dieser habe ihr erklärt, dass der Automat defekt sei. Daraufhin habe sie ihre Karte dem Automaten entnommen und sei ohne Geld zu beziehen in die Post gegangen. Polizeiliche Erhebungen bei der Post ergaben jedoch, dass vom Konto der Frau 1‘000 Franken abgehoben worden waren. Der 15-jährige Rumäne wurde festgenommen und polizeilich befragt. Dabei zeigte er sich geständig, die 37-jährige Frau mit der Zeitung abgelenkt und anschliessend unbemerkt 1‘000 Franken bezogen zu haben. Weitere Recherchen der Detektive führten zu zwei gleichgelagerten Delikten. Am Schaffhauserplatz wurde eine 51-jährige Frau drei Tage zuvor Opfer eines Diebstahls in der Höhe von 1‘000 Franken und gleichentags eine 53-jährige Frau an einem Geldautomaten am Limmatquai. Auch sie wurde um 1‘000 Franken „erleichtert“.
Zu diesen beiden Delikten befragt, zeigte er sich zunächst nicht geständig, weshalb weitere Ermittlungen durchgeführt wurden und die Jugendanwaltschaft Untersuchungshaft anordnete. Schliesslich gestand er auch die weiteren Taten ein und wurde nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft dem Migrationsamt zugeführt.
Im Zusammenhang mit solchen Delikten ruft die Stadtpolizei zu erhöhter Vorsicht auf:
Beobachten Sie Ihr Umfeld bevor Sie Geld abheben.
Achten sie auf verdächtige Personen und lassen Sie sich beim Geldbezug nicht ablenken.
Halten Sie Distanz oder brechen Sie den Vorgang ab, wenn fremde Personen an Sie herantreten.
Alarmieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 117, wenn Sie verdächtige Personen feststellen.