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Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich

20. August 2008

Strassenbenennungskommission; Benennung von «Lydia-Welti-Escher-Hof»

Der Stadtrat hat heute dem Antrag der Strassenbenennungskommission zugestimmt und den Hof zwischen der Krautgartengasse und der Heimstrasse, 8001, mit «Lydia-Welti-Escher-Hof» benannt.

Die Gesellschaft zu Fraumünster gelangte mit dem Antrag an die Strassenbenennungskommission, das kleine Geviert am Ende der Krautgartengasse hinter dem Kunsthaus «Lydia-Welti-Escher-Platz» oder «Lydia-Welti-Escher-Hof» zu taufen.

Mit Lydia Welti-Escher (1858-1891), Tochter des Eisenbahnpioniers Alfred Escher, wird eine gebildete, fortschrittliche und starke Persönlichkeit sowie grosszügige Kunstmäzenin geehrt. Lydia Escher hatte sich bereits früh zu einer emanzipierten Frau entwickelt; sie scheiterte aber tragisch an den damaligen gesellschaftlichen Zwängen. Als bedeutende Förderin der Kunst gründete Lydia Welti-Escher 1890 die Gottfried Keller-Stiftung, eine der bedeutendsten nationalen Stiftungen zum Erhalt bildender Kunst und trug damit wesentlich zum Grundstock des heutigen Kunsthauses bei. Der Geburtstag dieser bemerkenswerten Frau jährte sich am 20. Juli 2008 zum 150. Mal. Lydia Welti-Escher wurde im Quartier Enge in Zürich geboren, wuchs in der Villa Belvoir auf und nahm sich in Champel bei Genf das Leben.

Alle bedeutenden Personen aus ihrem Umfeld sind für ihre Verdienste im Laufe der Zeit mit einem Strassennamen geehrt worden (Alfred Escher, Gottfried Keller, Karl Stauffer). Es ist deshalb sehr passend, zu ihrem 150. Geburtstag die bisher unbenannte Örtlichkeit nach ihr zu benennen.

Thema: Transport und Verkehr

Organisationseinheit: Stadtrat