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«Advent, Advent – Die Küche brennt»

Veröffentlicht am Dienstag, 17. Dezember 2019 um 16.36 Uhr
Von Toby Merkli
Illustration Blogbeitrag

«Angebranntes Kochgut» ist ein relativ häufiges Einsatzstichwort. Das Partyvolk kommt hungrig vom Ausgang nach Hause und schläft während des Pastakochens ein, die Seniorin vergisst, den Herd auszuschalten, und lässt die Topflappen liegen, oder der Papa sterilisiert die Nuggis im kochenden Wasser und verlässt kurz das Haus. Das alles sind mögliche Ursachen für einen Schwelbrand in der Küche. Meistens gehen diese Brände glimpflich aus. Teils aus purem Glück, oftmals verhindern wir jedoch dank schnellem Einsatz Schlimmeres.
 

So auch an einem regnerischen Nachmittag in der Vorweihnachtszeit. Mama und Sohn backten Weihnachtsguetsli. Es wurde geknetet, ausgewallt, ausgestochen und gebacken. In einem unbemerkten Moment öffnete der Kleine die Backofentür, griff nach dem glühend heissen Blech und verbrannte sich ordentlich die Finger. Vorbildlich kühlte die Mutter die verbrannte Haut und fuhr mit dem Jungen ins nächstgelegene Spital. Trotz der Aufregung schaltete sie vorher den Backofen aus. Die Schüssel mit dem restlichen Teig, die offene Milchpackung sowie die Überreste des geschlagenen Eiweisses liess sie verständlicherweise auf dem Herd liegen. 

So auch an einem regnerischen Nachmittag in der Vorweihnachtszeit. Mama und Sohn backten
Weihnachtsguetsli. Es wurde geknetet, ausgewallt, ausgestochen und gebacken. In einem unbemerkten
Moment öffnete der Kleine die Backofentür, griff nach dem glühend heissen Blech und verbrannte sich ordentlich die Finger. Vorbildlich kühlte die Mutter die verbrannte Haut und fuhr mit dem Jungen ins nächstgelegene
Spital. Trotz der Aufregung schaltete sie vorher den Backofen aus. Die Schüssel mit dem restlichen Teig, die
offene Milchpackung sowie die Überreste des geschlagenen Eiweisses liess sie verständlicherweise
auf dem Herd liegen.

Was jetzt folgt, könnte sich in etwa so abgespielt haben: Durch die leckeren Düfte angelockt, schlich sich die Katze des Hauses in die Küche. Sie nutzte die Gunst der Stunde, sprang auf den Herd und erkundete die Ablageflächen. Dabei stellte sie wohl mit ihrer Pfote den Herd an. Während sie sich am übriggebliebenen Eiweiss labte, erhitzte sich der Herd. Die Kunststoffschüssel darauf begann zu schmelzen, und der Teig in der Schüssel wie auch das darüber gelegte Küchentuch verkohlten. Ob wegen des Rauchs oder der heissen Herdplatte: Die Katze verliess die Küche fluchtartig und stiess dabei die Milchpackung um, deren Inhalt sich über den Herd ergoss. Glück im Unglück: Die Milch löschte den Glimmbrand und löste eine Fehlermeldung am Kochherd aus, worauf dieser sich selbst ausschaltete. Der unverkennbare Gestank alarmierte die Nachbarn und die wiederum die Feuerwehr. 

Was jetzt folgt, könnte sich in etwa so abgespielt haben: Durch die leckeren Düfte angelockt, schlich sich die
Katze des Hauses in die Küche. Sie nutzte die Gunst der Stunde, sprang auf den Herd und erkundete die Ablageflächen. Dabei stellte sie wohl mit ihrer Pfote den Herd an. Während sie sich am übriggebliebenen Eiweiss labte, erhitzte sich der Herd. Die Kunststoffschüssel darauf begann zu schmelzen, und der Teig in der Schüssel wie auch das darüber gelegte Küchentuch verkohlten. Ob wegen des Rauchs oder der heissen Herdplatte:
Die Katze verliess die Küche fluchtartig und stiess dabei die Milchpackung um, deren Inhalt sich über den Herd
ergoss. Glück im Unglück: Die Milch löschte den Glimmbrand und löste eine Fehlermeldung am Kochherd
aus, worauf dieser sich selbst ausschaltete. Der unverkennbare Gestank alarmierte die Nachbarn und die wiederum die Feuerwehr.

Bei unserem Eintreffen fanden wir eine leere Wohnung vor. Mit Spezialwerkzeug öffneten wir die verschlossene Eingangstür und lüfteten die Wohnung gründlich durch. Nachdem der Brandermittler seine Arbeit abgeschlossen hatte, räumten wir den Herd, kontrollierten die Küche mit der Wärmebildkamera und die Luft mit dem CO2- Messgerät. Der Familienvater traf ein und suchte die Katze, von deren Anwesenheit wir keine Kenntnis hatten. Ihr Schwanz war ordentlich versengt, und eine Hinterpfote wies Verbrennungsspuren auf. Der Mann brachte die schockierte Katze sofort zum Tierarzt. Wir zogen von dannen, unsere Arbeit war erledigt. Der Geruch von angebranntem Kochgut dürfte noch eine Weile bemerkbar gewesen sein.

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