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Komplexe Rochade im Leutschenbachquartier

Ab 2024 will SRZ die Einsatzlogistik in der neuen Wache Nord mit Zentraler Einsatzlogistik (ZEL) zentralisieren. Zur Realisierung der Wohnsiedlung Leutschenbach-Mitte müssen aber bereits 2020 erste Flächen beim Logistikzentrum geräumt werden. Es braucht deshalb zwei Provisorien: eines für die Abteilung Material und eines für den Zivilschutz.

Visualisierung des Siegerprojekts «SOUQ» aus dem Architekturwettbewerb für die Wohnsiedlung Leutschenbach von Andreas Feurer Architekt, Zürich, zusammen mit Atelier Oriri aus Kehrsiten.

Leutschenbach liegt im Norden Zürichs, auf dem Gebiet der beiden Stadtkreise Seebach und Schwamendingen. Das frühere Gewerbequartier an der Stadtgrenze zu Opfikon verändert sich wie nur wenige Gebiete in Zürich: Auf ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen entstehen Dienstleistungsgebäude, Wohnsiedlungen und öffentliche Bauten. Die Stadt investiert im öffentlichen Raum und beim Verkehr. 

In Leutschenbach-Mitte sollen bis 2021 fast 400 neue städtische Wohnungen realisiert werden. Mit vier Kindergärten, einem Hort sowie Räumen für Dienstleistungen und Gewerbe werden wichtige Grundpfeiler für ein neues, belebtes Zentrum mitten im wachsenden Quartier gesetzt. 

Geplant ist ein «Innerer Garten» – ein Grünraum als attraktive Fusswegverbindung, der sich von der Hagenholzstrasse (zwischen den Liegenschaften Nr. 51 und 59) rückwärtig entlang den Liegenschaften über den Riedgraben weiter bis zur Vegastrasse in Opfikon erstrecken wird. Die Wohnsiedlung und das Projekt «Innerer Garten» tangieren auch SRZ. Auf dem zu überbauenden Rosenbauer-Areal sind heute Fahrzeuge der Logistik und des Zivilschutzes abgestellt, der Patientenfahrdienst AKTIV plus nutzt das Gebäude Leutschenbachstrasse 70 als Büro. Es ist geplant, dass künftig alle Logistikfunktionen zentral in der neuen Wache Nord an der Binzmühlestrasse untergebracht werden. Die geplante Wache Nord wird auch die Tageswache Neunbrunnen ablösen, wodurch Platz für einen Teil der Mittel des Zivilschutzes geschaffen wird. Die Wache Nord wird jedoch frühestens 2024 bezugsbereit sein, weshalb eine provisorische Zwischenlösung geplant werden muss.

Übergangsphase planen

Geplante Einbahnstrasse von der Hagenholzstrasse her zum Innenhof des Logistikzentrums.

Nach intensiver Suche entschied man sich für folgendes Vorgehen: Für diejenigen Fahrzeuge von SRZ, die in unmittelbarer Nähe des Logistikzentrums an der Leutschenbachstrasse 62 stationiert sein müssen, wird an dessen Ostseite ein gedeckter, rund 40 Meter langer Fahrzeugunterstand erstellt. Diesen wird die Dienstabteilung Verkehr (DAV) nach dem Umzug von SRZ in die Wache Nord mit ZEL nutzen. Die Zufahrt erfolgt über eine neue Einbahnstrasse von der Hagenholzstrasse her zwischen der VBZ-Busgarage und dem SRZ-Gebäude. Mit den Bauarbeiten werden auch die Parkplätze im Innenhof des Logistikzentrums aufgehoben und andernorts ersetzt. So können die Lastwagen sicherer und effizienter be- und entladen werden, weil sie neu rechtwinklig statt parallel zur Rampe parkiert werden. An der Nordseite des Logistikzentrums entsteht zudem ein grosszügiges Vordach. Die «Vertreibung» von der Parzelle mit der Leutschenbachstrasse 70 wird somit als Anlass genutzt, um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden im Logistikzentrum für die verbleibenden Jahre am Standort bis zum Umzug in die ZEL ab 2024 zu verbessern. Die übrigen Parkplätze der Abteilung Material, die Parkplätze des Zivilschutzes und die Büros, Aufenthaltsräume und Garderoben von AKTIV plus ziehen in die Messehalle 9.2 an der Thurgauerstrasse 11 um. SRZ räumt zudem einen Teil ihrer Lagerfläche an der Wattstrasse 6 und tritt den Platz an die DAV ab, die für die Realisierung des «Inneren Gartens» ihr Materiallager an der Leutschenbachstrasse 60a zurückbauen muss. Das SRZ-Material wird neu ebenfalls in der Messehalle 9.2 untergebracht.

Die Bauarbeiten an der Leutschenbachstrasse und an der Thurgauerstrasse 11 sind Anfang März 2019 gestartet. Der Umzug des Zivilschutzes in die Messehalle ist für Ende Oktober 2019 geplant.

Was ändert sich für den Zivilschutz?

Fahrplan Bau Wache Nord mit ZEL

Nach dem Bezug der Wache Nord mit ZEL wird ein Teil der Zivilschutzmittel in die heutige Tageswache Neunbrunnen umziehen. Für den Rest wird eine weitere Zwischenlösung gesucht. Nach der Inbetriebnahme der Wachen West und Ost wird in der Wache Süd Platz frei für den Einzug der Kompanie Süd der Milizfeuerwehr, die heute das Depot Sihlhölzli belegt. Dort wird der zweite Teil der Zivilschutzmittel sein endgültiges Zuhause finden. Mit der Verteilung auf zwei Standorte im Süden und Norden der Stadt, rechts und links der Limmat, ist die optimale Verfügbarkeit und Einsatzfähigkeit dann auch bei einem Grossereignis im Stadtzentrum gesichert.

Informationsanlässe Zivilschutz

An den laufenden Wiederholungskursen des Zivilschutzes werden die Teilnehmenden über die Standortstrategie, den bevorstehenden Umzug ins Provisorium und die kommenden Etappen bis zum Endzustand informiert.

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