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Medizinisch gut betreut von A nach B

Die Nachfrage nach Verlegungstransporten ist gross. SRZ hat deshalb per 1. Juli 2018 die neue Abteilung Verlegungsdienst geschaffen. Diese übernimmt ausschliesslich Verlegungen zwischen stationären Einrichtungen. Damit ergänzt und entlastet sie den Rettungsdienst.

Transportsanitäterin un Transportsanitäter verlegen einen Patienten.

In den letzten 125 Jahren hat sich der Rettungsdienst der Stadt Zürich vom einfachen Transportdienst hin zu einem wichtigen Anbieter der Gesundheitsversorgung entwickelt. So stellt heute der Bereich Sanität von SRZ nicht nur die präklinische Notfallversorgung sicher, er führt auch Verlegungstransporte durch und versorgt Betroffene von Grossereignissen medizinisch.

Marktsegment Verlegungsdienst

Mit dem Projekt «Optimierung Rettungswesen» der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich zeichnete sich in den letzten Jahren ab, dass sich das Marktsegment Verlegungstransporte verändern wird. Die Sanität von SRZ hat sich frühzeitig auf diese Veränderung vorbereitet. Nur so war es möglich, dass zeitgleich mit Inkrafttreten der Verordnung über das Rettungswesen im Kanton Zürich (1. Juli 2018) die neue Abteilung Verlegungsdienst ihren Betrieb aufnehmen konnte.

Dienstleistungsorientiert

Die Kernaufgaben der Abteilung Verlegungsdienst liegen bei den Verlegungen von medizinisch nicht anspruchsvollen Patientinnen und Patienten (Kategorie E). Das sind zum Beispiel Verlegungen von einer stationären Einrichtung in eine andere wegen einer speziellen Untersuchung oder ein Patiententransport vom Spital zum Kuraufenthalt in eine Rehaklinik. Der bis anhin grösste und wichtigste Kunde ist das Universitätsspital Zürich (USZ). Das USZ hat die Verlegungstransporte im Herbst 2016 öffentlich ausgeschrieben und SRZ im Mai 2017 den Zuschlag gegeben. Seit letztem Jahr übernimmt SRZ fürs USZ sämtliche Verlegungstransporte der Kategorien D und E. Die Einsätze der Kategorie D werden vom Rettungsdienst ausgeführt, diejenigen der Kategorie E vom Verlegungsdienst. In naher Zukunft sollen mit weiteren Spitälern und Kliniken Verträge abgeschlossen werden.

Bei der Verlegung geht es nicht nur darum, die Patientinnen und Patienten medizinisch gut betreut zu transportieren. Die Dienstleistung muss auch für die Auftraggeber – Spitäler und Kliniken – stimmen und hat pünktlich und zuverlässig zu erfolgen. Und natürlich muss der Bestellprozess benutzerfreundlich sein. SRZ hat zu diesem Zweck extra eine Online-Bestellplattform entwickelt. Via diese können Spitäler und Kliniken seit Oktober 2018 Verlegungstransporte ganz einfach online bestellen.

Im Aufbau

Die neue Abteilung entlastet mit der Übernahme der einfachen Verlegungen den Rettungsdienst und dessen Mitarbeitende. Die Abteilung bietet langjährigen Mitarbeitenden aus dem Rettungsdienst zudem eine interessante Alternative – zum Beispiel für die letzten Berufsjahre vor der Pensionierung. Sie ermöglicht aber auch jungen Menschen einen vereinfachten Berufseinstieg ins Rettungswesen. Anders als beim Rettungsdienst wird für die Arbeit in der Abteilung Verlegungsdienst die Qualifikation als Transportsanitäter/-in gefordert.

Im Verlegungsdienst arbeiten zurzeit 14 Mitarbeitende. Tagsüber sind drei Fahrzeuge im Einsatz, in der Nacht eines. Die Abteilung ist unter Abteilungsleiter Alexander Hügi noch im Aufbau. Dabei sind auch die Mitarbeitenden gefragt. «Sie können sich aktiv am Aufbau beteiligen und in verschiedenen Arbeitsgruppen mitarbeiten», so Alexander Hügi. «Es gibt eine Arbeitsgruppe, die das Thema Dienstplanung klärt, eine, die sich um die Prozesse, Kompetenzen und Weiterbildungen kümmert, und eine, die sich dem Thema Fahrzeuge, Beschriftung und Bekleidung annimmt.» Neben dem Feedback der Mitarbeitenden fliesst auch das der Spitäler und Kliniken in die Gestaltung des Verlegungsdienstes ein. Mit dem USZ finden deshalb regelmässig Treffen und Absprachen statt. Dies, um dem USZ eine bestmögliche Dienstleistung anbieten zu können.

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