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Felix Brinkmann: «Meine Erfolgsgeschichte»

Erfahrungsbericht von Felix Brinkmann über seine Weiterbildung «Grundlagen der Führung»

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Felix Brinkmann arbeitet seit April 2020 als Schichtleiter für den Rettungsdienst des Kantons Zug.

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

Seit April 2020 arbeite ich als Schichtleiter für den Rettungsdienst des Kantons Zug (RDZ). Der RDZ ist zuständig für Notfalleinsätze und Verlegungstransporte im gesamten Kanton, inklusive der Berggemeinden. Darüber hinaus rückt der RDZ für Notfalleinsätze in Nachbarkantone aus. Das Einsatzgebiet umfasst die elf Zuger Gemeinden mit rund 125400 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der RDZ ist ein Amt der Gesundheitsdirektion und spitalunabhängig organisiert. 

Ich bin Rettungssanitäter NHF und diplomierter Experte Anästhesiepflege NDS HF. Zudem habe ich einen CAS für Krisen- und Katastrophenmanagement absolviert. Nach bereits 12 Jahren meiner Aktivitäten für den Rettungs- und Notfallbereich bin ich immer noch begeistert von der präklinischen Notfallmedizin. Im RDZ kann ich meine Stärken und Fähigkeiten einsetzen und erste Erfahrungen in der Führung sammeln – dieses Wissen möchte ich noch vertiefen. Mein Arbeitgeber fördert mich aktiv, weshalb ich mich für diesen Kurs angemeldet habe.

Wieso hast du dich für eine Weiterbildung an der HFRB entschieden?

Die HFRB ist für mich ein Kompetenzzentrum für hochwertige und professionelle Ausbildung, Fort- und Weiterbildung für Rettungskräfte. Der Slogan: «Für Profis von Profis» bringt es auf den Punkt und ist für mich in unserem speziellen Berufsbereich ein wichtiges Kriterium. 

Du hast gerade den Kurs Führungsgrundlagen abgeschlossen. Was war deine Motivation / der Grund für diese Weiterbildung?

Ich bin noch neu in der Funktion als Schichtleiter. Deswegen hat es mich gefreut, dass mein Arbeitgeber mir den Kursbesuch «Führungsgrundlagen» ermöglicht hat. Es gibt ein grosses Angebot an Führungskursen in der Schweiz. Allerdings noch keines speziell für Angehörige von Blaulichtorganisationen. So konnte ich mir sicher sein, dass hier wichtige Grundlagen der Führung vermittelt werden, die speziell auf Rettungskräfte zugeschnitten sind. 

Mit welchem Thema bzw. mit welcher Fragestellung hast du dich in deiner Abschlussarbeit befasst?

Ich habe eine schwierige Gesprächssituation zwischen mehreren Anspruchsgruppen analysiert und daraus mögliche Handlungsalternativen evaluiert. Dabei konnte ich die Take-Home-Messages der einzelnen Kurstage in meine Case Study einfliessen lassen. So konnte ich diese schwierige Gesprächs- und Entscheidungssituation umfassend betrachten und daraus sehr hilfreiche Handlungsempfehlungen für mich ziehen. Die praxisnahen Inputs der Fachdozierenden sowie die unterschiedlichen Kommunikations-Modelle waren hierbei sehr wertvoll. Ich habe die Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für meinen Fall dann im Rahmen der Transferarbeit ausgearbeitet. 

Wie kannst du das Wissen und die Kompetenzen, die du an der HFRB im Rahmen dieser Weiterbildung erworben und weiterentwickelt hast, für dich nutzen?

Für mich sind die vielen praxisnahen Inputs und die Erfahrungsberichte der Fachdozierenden, die alle über eine grosse Führungserfahrung in Blaulichtorganisationen verfügen, besonders wertvoll. Im Kurs werden Alltagssituationen im Führungsbereich besprochen und daraus Handlungsalternativen entwickelt. Dieses Wissen liess ich in meine Transferarbeit einfliessen und zog daraus den für mich persönlich grössten Lernerfolg. 

Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses ist die Vorstellung von Methoden und Tools zur Selbstanalyse des Führungsalltags, die ich bereits erfolgreich angewendet habe. Persönlich nehme ich für mich mit, dass sich die Einschätzung des eigenen Führungsstils und -verständnisses eignet, um seine eigenen Stärken und Schwächen besser einzuschätzen. Ich habe dies als wichtigen Türöffner erkannt, um in schwierigen Führungssituationen souveräner und klarer zu kommunizieren und entsprechend überzeugend aufzutreten. 

«Dank dem Kurs trete ich in Führungssituationen souveräner auf und kommuniziere klarer»

Was hat dir an der Weiterbildung an der HFRB besonders gefallen?

Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr und der Polizei fand ich richtig erfrischend. Auch wenn wir alle aus unterschiedlichen Bereichen der Blaulichtorganisationen kommen, war die Atmosphäre sehr kollegial, familiär und lehrreich. Dieser Austausch wird von den Dozierenden über die gesamte Kurszeit aktiv gefördert. Das brachte auch kreative Prozesse bei der Problemdiskussion in Gang. 

Die Fachdozierenden haben uns durch drei spannende und sehr bereichernde Kurstage geführt. Dabei wechselten sich Methodenwissen, Interaktion und Praxiswissen ab. Man merkt, dass die Dozierenden die Besonderheiten und Schwierigkeiten der Blaulichtorganisationen aus dem eigenen Berufsalltag kennen. Daher konnten sie auf alle unsere Fragen und Cases professionell reagieren. 

Die Transferaufgabe und die Abschlussarbeit bespricht man zusammen mit dem direkten Vorgesetzten. Sein Feedback ist wichtig und hilfreich, um die eigene Selbstevaluation optimal analysieren zu können. Diese Bündelung an fundierten Tipps, Tricks und kommunikativen Strategien über vielfache Ebenen schaffen ein ganzheitliches Verständnis von Führungsaufgaben. 

Wem würdest du diesen Kurs empfehlen?

Allen Kolleginnen und Kollegen, die in Blaulichtorganisationen arbeiten und neu in einer Führungssituation sind. 

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