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Einsatz: Strahlenwehr (A-Ereignis)

Die Zuständigkeit für die Abwehr grosser radiologischer Ereignisse – vornehmlich im Bereich Kernanlagen und Ereignisse mit kriegerischem bzw. terroristischem Hintergrund – liegt beim Bund, die Bewältigung kleinerer Strahlenwehreinsätze (z.B. Transportunfälle) fällt – in Zusammenarbeit mit den Bundesstellen – in den Aufgabenbereich der Kantone, welche zu diesem Zweck eigene Strahlenwehr-Stützpunkte betreiben oder durch Konkordate mit anderen Kantonen diese Aufgabe sicherstellen.

Schutz & Rettung Zürich ist der Ostschweizer Feuerwehrinspektoren-Konferenz (OSFIK) angegliedert. Die OSFIK ist einer von vier regionalen Zusammenschlüssen (Unterabteilungen der SFIK) in der ganzen Schweiz. Zu ihr gehören sieben Kantone (AR/AI, GL, GR, SG, SH, TG und ZH) sowie das Fürstentum Liechtenstein. Ziel ist die regionale Koordination des Feuerwehrwesens in allen Bereichen.

Die Strahlenwehr ist ein komplexes Fachgebiet, das eine sorgfältige Ausbildung und die Anschaffung und den Unterhalt von Spezialmaterial verlangt. Beide Punkte generieren einen grossen finanziellen Aufwand, der in keinem Verhältnis zur Einsatzhäufigkeit steht. Es ist deshalb angezeigt, auch die Strahlenwehr im Bereich der OSFIK gemeinsam zu koordinieren.

Die OSFIK hat daher entschieden, dass die Berufsfeuerwehr Flughafen für die Bewältigung von Strahlenwehrereignissen in den Ostschweizer Kantonen zuständig ist. Auch mit Kt. GL existiert eine entsprechende Vereinbarung.

Zuständigkeit:

Die Zuständigkeit für die Strahlenwehr in den folgenden Kantonen obliegt der Berufsfeuerwehr Flughafen von Schutz & Rettung:

  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Glarus
  • Graubünden
  • Schaffhausen
  • St. Gallen
  • Thurgau
  • Zürich (ausser Winterthur)

Einsatz:

Bei Strahlenwehrereignissen ist die zuständige Ortsfeuerwehr für den Ersteinsatz im Sinne der geltenden Einsatzakten zuständig. Sie kommen in der Regel 15 Min. nach Alarmauslösung durch die Einsatzleitzentrale mit 10 Feuerwehrleuten mit Atemschutz und Löschfahrzeugen auf den Schadensplatz.

Gleichzeitig mit ihrer Alarmierung wird der zuständige Strahlenwehrstützpunkt aufgeboten. Die zeitliche Leistungsvorgabe wird kantonsweise im Staatsvertrag geregelt. Zu den Einsatzelementen des Strahlenwehrstützpunktes Zürichs gehören 1 Strahlenschutzoffizier und 4 Strahlenschutzspürer mit Atemschutz, sowie Spezialfahrzeuge bzw. Spezialausrüstungen.

Ausbildung:

Als Grundlage für die Ausbildung gilt die eidgenössische Verordnung über die Ausbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung; LS 814.501.261), die ABC-Einsatzakten Schweiz sowie der Einsatzbehelf für die Strahlenschutz-Einsatzkräfte der Feuerwehren des PSI (Verlag: SFV) sowie die Vorgaben der Konferenz der Strahlenschutz-Ausbildungsverantwortlichen der Schweiz.

Für die Grund- und Weiterbildung des Strahlenwehrstützpunkts ist der jeweilige Standortkanton verantwortlich. Die Grundausbildung findet im PSI (Paul Scherrer Institut), Schule für Strahlenschutz statt. Daneben ist mindestens alle zwei Jahre ein Weiterbildungskurs durchzuführen. Die Ausbildung kann innerhalb der OSFIK-Mitgliedskantone delegiert werden.

B- und C-Ereignisse

Die Zuständigkeit für B-und C-Ereignisse im Kanton Zürich obliegt der Berufsfeuerwehr Süd von Schutz & Rettung.

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