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Medienmitteilungen

Sicherheitsdepartement

25. August 2018 , 8.12 Uhr

Grossbrand am Bahnhofplatz verursacht hohen Sachschaden

Um 2.16 Uhr wurde die Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung sowie die Stadtpolizei Zürich wegen einem Feuer beim Bahnhofplatz 1 alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude in Vollbrand. Die meterhohen Flammen waren weitherum sichtbar. Dank dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren konnte schlimmeres verhindert werden. Trotzdem ist der Sachschaden immens. Über verletzte Personen ist bis anhin nichts bekannt.

Mit einem Grossaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückten die Einsatzkräfte von Schutz & Rettung gemeinsam mit der Stadtpolizei zum gemeldeten Brand am Bahnhofplatz 1 aus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Dabei hatte sich das Feuer vom Dachstock aus schnell ausgebreitet. Insbesondere im Bereich des Bahnhofquais griff das Feuer auf weitere Gebäudeteile über und richtete immense Schäden an. Mittels Autodrehleitern und Hubretter bekämpfte die Feuerwehr den Brand von mehreren Seiten aus. Dank dem schnell eingeleiteten Löschangriff konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Im Gebäude kam es zu zwei heftigen Explosionen. Mindestens ein Trümmerteil wurde rund 200 Meter durch die Luft geschleudert. Im Zuge der ersten Abklärungen fanden Polizisten ein zirka zwei Kilogramm schweres Metallstück einer Gasflasche an der Bahnhofstrasse. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei und Staatsanwaltschaft liegen keine konkreten Hinweise für ein Delikt vor. In der betroffenen Liegenschaft werden seit mehreren Monaten Bauarbeiten durchgeführt.

Da kurz nach Ausbruch des Feuers viele Passanten und Nachtschwärmer in der Stadt unterwegs waren, wurde innert kurzer Zeit dutzende Mal der Feuerwehrnotruf 118 und Notruf 117 der Stadtpolizei gewählt. Die Flammen waren weitherum sichtbar, so dass auch ausserhalb der Innenstadt Notrufe eingingen. Die Stadtpolizei sperrte das Gebiet grossräumig ab, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Das Ablöschen der Glutnester dauert bis zur Stunde an. Die Löscharbeiten gestalten sich aufwendig und schwierig, weil weite Teile des Gebäudes einsturzgefährdet sind.

Bei der Explosion erlitt ein in der Nähe des Gebäudes stehender Polizist ein Hörtrauma, welches im Laufe des Tages medizinisch abgeklärt wird. Aufgrund des grossen Schadenplatzes mitten in der Innenstadt, musste der Bahnhofplatz und umliegende Strassenabschnitte komplett gesperrt werden. Die Verbindungsunterführung vom Landesmuseum zur Rudolf-Brun-Brücke wird wegen einer erhöhten Einsturzgefahr des betroffenen Gebäudes bis auf weiteres gesperrt bleiben. Dementsprechend rät die Stadtpolizei Zürich die Innenstadt insbesondere im Bereich Bahnhofplatz grossräumig zu umfahren. Es ist auch damit zu rechnen, dass der öffentliche Verkehr im Bereich des Hauptbahnhofs tangiert sein wird. Der Coop an der Bahnhofbrücke bleibt wegen den Einsätzen der Rettungskräfte bis auf Weiteres geschlossen.

Um das Feuer zu löschen, war eine Bündelung aller Kräfte nötig. Im Einsatz stehen nebst der Berufs- und Milizfeuerwehr sowie dem Rettungsdienst von Schutz & Rettung Zürich, die Stützpunktfeuerwehren Wallisellen und Kloten, die Stadtpolizei Zürich, die Verkehrsbetriebe und die Elektrizitätswerke Zürich.

Die genaue Brandursache des Grossbrandes ist noch unklar. Die weiteren Abklärungen werden durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Detektive der Stadtpolizei Zürich sowie die Brandermittler der Kantonspolizei Zürich vorgenommen. In diesem Zusammenhang sucht die Stadtpolizei Zürich Personen, die vor dem Brandausbruch am Bahnhofquai um zirka 2.15 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0444 117 117 bei der Stadtpolizei zu melden.

Auskünfte zum Feuerwehr- und Sanitätseinsatz:
Schutz & Rettung Zürich
Ivo Bähni, Mediendienst
Tel. 044 411 24 44

Auskünfte zu polizeilichen Themen:
Stadtpolizei Zürich
Marco Cortesi, Mediendienst
Tel. 044 411 91 11
 

Thema: Sicherheit

Organisationseinheit: Sicherheitsdepartement, Schutz & Rettung, Stadtpolizei