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NOTRUF – Retter im Einsatz: Alle bisherigen Folgen auf TV 3+!

Ein Filmteam des Schweizer TV-Senders 3+ begleitete Rettungsdienst und Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung sowie die Kantonspolizei Zürich bei ihren spannenden Einsätzen. Unter dem untenstehenden Link können Sie die bisherigen Sendungen hautnah miterleben. 

«24h – Immer für Sie im Einsatz»

«24-7 Immer für Sie im Einsatz». Der Imagefilm von Schutz & Rettung gibt einen Einblick über die spannenden und vielfältigen Tätigkeiten von SRZ.

Nachtschichten – Rauchzeichen

Wenn der Normalbürger an seine Grenzen gelangt, ist Toby Merkli in seinem Element. Der gelernte Forstwart arbeitet seit neun Jahren als Feuerwehrmann bei Schutz & Rettung Zürich. Er erzählt von prägenden Erlebnissen und besonderen Momenten aus seinem Berufsalltag.

0:37 Es ist ein typischer Bubentraum.
0:40 In nahezu jeder Playmobilsammlung findet man ein Feuerwehrauto.
0:46 Als Kind wollte ich immer Bauer werden. Später machte ich eine Lehre als Forstwart.
0:52 Danach gab ich Snowboardunterricht und führte in Kanada Outdoor-Touren.
1:00 In meinen bisherigen Jobs hatte ich entweder das Körperliche oder das Menschliche.
1:06 Bei der Feuerwehr kann ich beide Aspekte miteinander verbinden.
1:11 Vielleicht habe ich ein gewisses Helfersyndrom.
1:13 Im Privaten ist dies nicht immer optimal, aber in meinem Beruf kann ich es ausleben.
1:28 Feuerwehr ist vielleicht der falsche Name.
1:31 Wir sind eher eine Allgemein- oder Katastrophenwehr.
1:36 Unser Einsatzspektrum ist sehr breit.
1:39 Wir siedeln Bienenvölker um, löschen aber auch Brände.
1:45 Manchmal brennt ein kleiner Eimer, manchmal ein ganzer Dachstock.
1:50 Teils sperrt sich jemand aus und braucht einen Schlüsseldienst.
1:58 Ein riesiges Spektrum.
2:12 Wir arbeiten hier 24 Stunden am Stück.
2:18 Von 07.00 bis 18.00 ist es ein ganz normaler Tagesablauf.
2:28 Hier in der Schreinerei machen wir Fahrzeug-Einbauten oder Büromöbel.
2:35 Abends dürfen wir sie auch privat nutzen.
2:40 Dann kauft jemand Holz ein und macht sich beispielsweise ein Bett.
2:46 Oder ein Holzherz.
2:55 Nach dem Nachtessen beginnt die Präsenzzeit.
3:00 Wir dürfen Sport machen oder uns anderweitig beschäftigen.
3:05 Viele gehen ins Fitness.
3:09 Andere arbeiten in der Werkstatt.
3:13 Ich bin meistens bis um Mitternacht wach.
3:17 Danach versuche ich ein paar Stunden zu schlafen.
3:21 Ich schlafe hier anders als zuhause.
3:25 Es ist nicht mein eigenes Bett und andere Bettwäsche.
3:30 Mit einem Ohr bin ich immer wach.
3:34 Bei einem Alarm haben wir nur 75 Sekunden Zeit um auszurücken.
4:00 Das nächtliche Zürich ist speziell.
4:05 Die Langstrasse beispielsweise wandelt sich in der Nacht von Stunde zu Stunde.
4:12 Anfangs trifft man eher das Rotlicht-Volk, später dann das Party-Volk.
4:20 Am frühen Morgen sieht man nur noch diejenigen, die die Party etwas übertrieben haben.
4:27 Diese Veränderung ist spannend zu beobachten.
4:34 Gerade am Wochenende nachts in Zürich erlebt man teils haarsträubende Dinge.
4:39 Beim Einsatz mit Blaulicht wurde uns schon der Weg versperrt.
4:46 Ich frage mich dann, was das soll. Wir würden schliesslich auch diesen Menschen helfen.
4:57 Oft sind es weniger die blutigen Einsätze, die mir in Erinnerung bleiben.
5:03 Menschliche Schicksale gehen mir meistens viel näher.
5:09 Eine Geschichte blieb mir besonders in Erinnerung.
5:13 Eine junge Mutter mit zwei Töchtern verursachte nach den Ferien einen Unfall.
5:18 Die Mutter kam ins Unispital und eine der Töchter ins Kinderspital.
5:24 Die Tochter war hirntot und wurde nur noch maschinell am Leben erhalten.
5:31 Täglich wurde die verletzte Mutter von uns zu ihrem Kind gefahren.
5:34 Am Donnerstagabend fuhr ich die Mutter zurück ins Unispital.
5:39 Sie wusste, dass die Maschinen am kommenden Morgen abgestellt würden.
6:20 In solch schwierigen Situationen ist das Gespräch untereinander wichtig.
6:27 Manchmal braucht es auch dumme Sprüche um zu verarbeiten.
6:40 Das Zusammenleben bei der Feuerwehr schweisst extrem zusammen.
6:45 Auch wenn es für Aussenstehende vielleicht nicht immer so wirkt.
6:51 Ich kann mich auf alle hier verlassen. Insbesondere wenn es mir mal nicht so gut geht.
7:14 Wer hier arbeitet, bleibt oft bis zur Pensionierung.
7:22 Wie das bei mir ausschaut, weiss ich noch nicht so genau.
7:29 Für Feuerwehrleute gibt es nur wenige Berufe in der Privatwirtschaft.
7:39 Beispielsweise als Sicherheitsberater oder in der Ausbildung kann man tätig werden.
7:46 Solange es mir Freude macht und ich körperlich dazu fähig bin, bleibe ich gerne bei der Feuerwehr.
7:56 Ich habe hier schliesslich einen guten Arbeitgeber und einen tollen Job.

10 Jahre Schutz & Rettung

Schutz & Rettung wurde 2011 zehn Jahre alt. Dieses Jubiläum feierten wir mit der Bevölkerung an einem Fest im Zürcher Hauptbahnhof. Zehntausende von Interessierten Personen kamen uns besuchen, nahmen an spannenden Attraktionen teil und informierten sich über SRZ. Ein Fest, dass uns und den Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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